London, 1894. Aus Scotland Yards Schwarzem Museum, einer Sammlung von Mordwerkzeugen, verschwindet ein Ausstellungsstück. Wenig später wird die Leiche eines Freimaurers in einem Schlafwagen auf der Bahnstrecke London - York gefunden. Chief Inspector Donald Swanson - selbst Freimaurer - sieht sich gezwungen, in den Kreisen seiner eigenen Logenbrüder zu ermitteln. Als jedoch am Tatort eines weiteren Verbrechens Fingerabdrücke gefunden werden, wendet sich das Blatt ...
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
3 Bewertungen
5 ★1
4 ★1
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.
Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen
und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.
Redaktion25.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein faszinierender und atmosphärischer Einblick in die Geschichte des Schwarzen Museums, der sehr gut recherchiert ist. Allerdings sind manche Details etwas dicht, was für manche Leser eine Herausforderung sein könnte.
Überrascht! Positiv überrascht! Ich bin mit geringer Erwartungshaltung ans Lesen dieses Buches herangegangen und wurde mit Kurzweile, Spannung, Witz und viktorianischem Flair belohnt. Der literarische (Zeit-)Geist von Sherlock Holmes weht durch diese Seiten, deren Rahmenhandlung im Freimaurermilieu angesiedelt ist.Chief Inspector Donald Sutherland (nein, nicht der Schauspieler) Swanson von Scotland Yard sitzt mit seiner Frau und den zwei Kindern im Zug von London nach Inverness, um in den kühlen Highlands Urlaub zu machen. Doch kurz vor York geschieht ein Mord. Ein Mann wird erstochen, zusätzlich explodierte dessen Taschenuhr. Swanson findet ein Schreiben in der Freimaurer-Winkelschrift beim Toten.Der Chief Inspector, selbst Mitglied der Bruderschaft, hat Lunte gerochen. Und ehe er sich’s versieht, ist tief in den Fall involviert, mit bedrohlichen Folgen für das eigene Leben.Was mir an diesem Buch im Detail gefällt.- Am West Highgate Friedhof stößt man auf Bram Stoker, der gerade auf nächtlicher Recherche ist, um sich für „Dracula“ inspirieren zu lassen. In einem Club für fernöstliche Kampfkunst taucht Conan Doyle auf. Normalerweise bin ich sehr skeptisch, was das Einfließenlassen berühmter Persönlichkeiten in einen Roman angeht, da es oft zwanghaft und seicht abläuft – hier sind sowohl Stoker als auch Doyle glaubhaft in Szene gesetzt.- Der Autor streut nebenbei Referenzen zu anderen Kriminalwerken ein, z.B. fährt Swansons Zug um 16:50 von Paddington ab (Agatha Christie) oder ein Bombenanschlag vor dem Greenwich Observatorium wird erwähnt (Joseph Conrad, The Secret Agent).- Marley spielt mit der Sprache und setzt auch mal rhetorische Figuren wie ein Zeugma ein: „Was ihn betraf, war der furchtbare Fall ein für alle Mal abgeschlossen. Und binnen Sekunden war es das Bleiglasschränkchen auch.“- Der Freimaurercode in Winkelschrift weckt zusätzlich die Neugierde und die Mitarbeit beim Fall. Er ist simpel zu lösen. Niemand wird dadurch intellektuell abgeschreckt.- Das Wichtigste: die twists and turns. Die Handlung wechselt ein paar Mal unerwartet wie ein Feldhase die Spur (der Mordversuch am Fluss in York, der entwendete Schlagstock, der Zaubertrick).- Last but not least: der Witz. Als Swanson mit seinem Adlatus Phelps die Freimaurerloge besucht, instruiert er diesen vorab, seltsame Dinge zu tun; um ihn nachher seine Vorurteile vor Augen zu führen. Köstlich.Ein Glossar mit Namensverzeichnis und Begriffserklärungen sorgt für ein leser- und leserinnenfreundliches Service.Persönliches Ermittlungsergebnis: Mein Gusto auf weitere Swanson-Fälle ist geweckt.
Chief Inspector Donald S. Swanson reist mit der Familie in die Ferien. Seine wunderbare Frau Annie und die Kinder sehen sonst den Ehemann/Vater wenig. Diesmal geht es um 15:50 von Paddington ab Richtung Norden.Aber, die Reise wird für den Polizisten auch diesmal eine Dienstreise. Vor der Stad York wird der Zug unsanft gebremst. Die Ursache - eine Leiche.Und schon sind wir im Geschehen drin. Die Familie reist weiter, Swanson beginnt zu ermitteln.Es ist es ziemlich verworrener Fall. Nichts stimmt. Es wird eine Leiche exhumiert. Der Inspector und sein Gehilfe Peter Phelps sind oft ratlos. So scheint es wenigstens.Weil man aber einen Kriminalroman NIE zu Ende erzählt, nur soviel: man lernt einiges über die Freimaurer, zu denen auch Swanson gehört. Der arme Phelp wird arg beansprucht, er glaubt ja, die Organisation ist mit Teufel im Bunde.Zu den Helfern gehören auch diesmal einige Personen, die man schon aus den ersten drei Romane kennt. Wie immer Mr. Frederick Greenland, ein Genleman, der nicht viel zu tun hat, er spielt gern einen Detektiv. Und das nicht schlecht. Oscar Wilde wird nur erwähnt, aber Arthur Conan Doyle hilft tatkräftig mit. Im Jahre 1894 versucht er sich nämlich an Romanen, seine Sherlock Holmes hat er in der Schweiz gelassen. Zu seiner Erleichterung, wie er sagt (und schimpft über seinen Alter-Ego wie später Agatha C. über Poirot) und zur Empörung der Leserschaft, die ihn aufs Übelste beschimpft. Wie es ausgeht, wissen wir.Hier liefert Conan Doyle ein Alibi. Sonst lernt er eine Kampfart Baritsu, über die auch viel geschrieben wird. Und dann noch das Kriminalmuseum in Scotland Yard, wo sich einige Besandteile aus der Geschichte der Verbrechen finden.All das und noch viel mehr hat Swanson in dieser Geschichte "um die Ohren". Einfach zuviel des Guten.Die Geschichte, um die es geht, kommt zu kurz, die Aflösung ist mehr gewollt wie gekonnt. Leider.Aber, immer noch ein Buch für die Ferien, für die Sommertage.Die anderen drei Bücher gefielen mir mehr. Besonders die fiktiven Teile mit den Personen aus der damaligen Zeit.Robert C. Marley ist ein deutscher Schriftsteller, der Name hier, ein Pseudonym
Deine Bewertung *
0/2000
Bewertungen werden nach Prüfung veröffentlicht. Bitte bleibe sachlich und fair.
* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben.
Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet.
testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.