1838 ist das Grenzgebiet zur Comancheria ein einziges Schlachtfeld. Bei einem blutigen Zusammentreffen zwischen Siedlern und einer kleinen Gruppe Comanchen werden eine junge Frau und drei kleine Kinder gefangengenommen. Ihr weiteres Schicksal nimmt seinen Lauf, als sie das Lager der Antilopenbande im Llano Estacado erreichen. 33 Jahre später ist der Krieg mit den Weißen noch immer nicht beendet. Generalleutnant Mackenzie dringt mit Teilen seiner vierten Kavallerie bis in den Blanco Canyon vor. Auch die kleine Antilopenbande schickt Krieger zu Quanah Parker, einem Kriegshäuptling, um sich den E indringlingen entgegen zu stellen. Während die kleine Gruppe Quahari, wie sie sich jetzt nennen, den Sommer an einem der Quellflüsse des Red River verbringt, reitet Running-Fox in ihr Lager. Summer-Rain, das Mädchen, das vor sieben Wintern unter mysteriösen Umständen zur Antilopenbande gekommen war, hat ihm den Kopf verdreht. Es bleibt keine Zeit für die beiden, denn die Nachrichten über den Krieg mit den Weißen sind besorgniserregend. Um ihrem Volk zu helfen, unternimmt Summer-Rain eine gefahrvolle Reise in den Norden. Als sie nicht zurückkehrt, macht Running-Fox sich auf, um sie zu suchen. Doch auch die Armee der Vereinigten Staaten ist längst unterwegs, um Jagd auf die Comanchen zu machen. Derweil wird Summer-Rain von dem Trapper John Black aufgenommen und erlebt eine Welt, die von Banditen, Erbschleichern, Gewalt und Kaltschnäuzigkeit geprägt ist ... aber auch John Black hat eine tragische und grausame Geschichte zu erzählen.
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
5 Bewertungen
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Redaktion03.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet einen spannenden Einblick in das historische Grenzgebiet der Comancheria und die dortigen Ereignisse. Obwohl es sehr informativ ist, fehlen mir noch einige tiefergehende Details zu den Auseinandersetzungen.
Es war mir ein Vergnügen, dieses opulente, ja epochal anmutenden Werk zu lesen und dabei so viel neues zu lernen, gerade über die Comanchen. Die Autorin verstand es auf hervorragende Weise, die Handlungsstränge und Schicksale der einzelnen Protagonisten zu verknüpfen und zu beschreiben. Eine Geschichte, die erzählt vom Leben in den südlichen Plains, speziell über die Comanchen und deren Lebenswelt, die immer mehr bedroht wird durch die Ausbreitung der weißen Eindringlinge, Siedler und der US Armee. Zunehemend werden die Jagdgründe der Comanchen und der anderen südlichen Plainsstämme dezimiert und die Lebensgrundlagen eingeschränkt, bis nur noch der Weg in die Reservation bleibt. Dabei versteht es die Autorin, die Comanchen als das zu beschreiben, was sie waren und noch immer sind: Menschen mit Stärken und Schwächen. Menschen, die liebten und hassten, lachten und weinten und zunehmend für ihre Lebensweise, für die Büffel, ihre Kultur und im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts für ihr nacktes Überleben kämpfen mussten. Sie überlebten als Volk, doch zu einem hohen Preis, als sie ihr Land, ihre Lebensweise und Vieles ihrer traditionellen Kultur verloren und aufgeben mussten. Trotzdem überlebten sie als Comanchen bis in die heutige Zeit, stärkten und wiederbelebten ihre Kultur im Laufe der Zeit, verbanden Tradition und Moderne, wie mehr oder weniger die meisten oder sogar alle Stämme in Nordamerika. Heutige Stammesmitglieder sind noch immer Stolz darauf, "Nemene", Comanchen zu sein. Der Autorin ist ein spannendes, emotional berührendes Werk gelungen und sie hat es durch profunde Recherchen verstanden, die Geschichte so authentisch wie möglich zu gestalten. Ihr Anspruch war es, den Comanchen gerecht zu werden und dies ist ihr gelungen. Der Autorin alleine ist diese berührende Saga zu verdanken, in die sie ihr ganzes Herzblut gelegt hat - eine Saga in drei Bänden, die ich höchst empfehlenswert finde.
Es handelt sich um einen netten Roman in der Art der heutigen Inselromane wie " Mord auf Borkum" ( angenommener Titel ) u.ä.Hier wurde das Nordamerika in der Mitte des 19.Jahrhundert als Basis genommen. Das Lesen dies seitenstarken Buches hat Spaß gemacht, aber ... . ich war auch froh, als die letzte Seite erreicht wurde. Ein Roman mit diesem Umfang hat natürlich auch Längen, die aber akzeptabel sind. Alles in allem ein weiteres Buch ähnlich den Karl-May-Romanen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.Lesbar als Abenteuerroman , nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene, die der Indianerliteratur ( ja, ich sage dieses Unwort. "Black Horse" möge mich strafen ) nicht abgeneigt gegenüber stehen.
Ich empfinde die Passagen als zu kurz und zu sprunghaft beschrieben. Auch der Sprachtext ist m.E. zu modern. Es erscheinen Begriffe und Wortwahlen, die in dieser Zeit einfach noch nicht existierten, insbesondere in der Welt der Ureinwohner nicht. Auch die nötige Spannung kommt mir für einen Roman zu kurz. Die Wahl der Namen der Indianer sind zu märchenhaft und entsprechen nicht den tatsächlichen Namensfindungen.
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