Wer von den Mühlhäuser Lesern oder den ehemaligen Mühlhäusern bzw. den anderen Interessierten den Band 1 zu den Mühlhäuser Geschichten und Anekdoten schon gelesen hat, der wird aufhorchen, weil ich jetzt von Band 2 – von der Fortsetzung – berichte …• Broschiert: 88 Seiten• Verlag: Herkules Verlag (1. Oktober 2014)• Sprache: Deutsch• ISBN-10: 3941499947• ISBN-13: 978-3941499942• Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 1,5 x 21,1 cmPREIS: 11,90 EuroBand 2 vereint – ebenso wie Band 1 – wieder zahlreiche Geschichten rund um Mühlhausen, seine Geschichte und seine Menschen. Wir lesen aus dem Zeitraum von 1945 bis 1978 beginnend beim 8. Dezember un3d dem ersten freien Markt auf dem Blobach bis hin zum Beginn des Eigenheimbaus in der Mittelstraße 101 – 103.Es ist einfach die Erinnerung, das Nicht-Vergessen, was es für mich immer wieder interessant macht, in das Buch zu schauen, darin zu blättern, Fotografien zu betrachten und darin zu schmökern, auch Neues zu entdecken und Damaliges wieder ins Gedächtnis zu rufen. Es wird berichtet – in Wort und Bild – von Kirchen als Lagerhallen, der Bäckerei Frohne und den großen Blechen, die man damals auf dem Kopf trug, vom Abriss des Joxerviertels, von der neuen Nikolaischule, den Niethosen aus dem Osten, von der Georgipfütze usw. ….Leseprobe:========Gedränge im SchulkellerDie „Georgipfütze“ war viele Jahre Mühlhausens einziges HallenbadDen Chlorgeruch aus dem Keller konnte man im ganzen Schulgebäude wahrnehmen. Seit 2. März 1959 hatte die Georgi-Schule ein eigenes Becken, in das bis zur Schließung am 21. Juli 1998 tausende Kinder mehr oder weniger freiwillig eintauchten. ….Interessant und flüssig zu lesen geschrieben, ist dieses kompakte Erinnerungsbüchlein wirklich wert, gelesen zu werden. Es macht Freude, darin zu blättern und in Erinnerungen zu schwelgen, auch als Geschenkt eignet sich das Buch hervorragend.Das Buch ist so gut, weil es topp recherchiert ist zum einen, und, weil es absolut reich bebildert ist. Außerdem ist es vielseitig, es erzählt von den Menschen, von der damaligen Zeit überhaupt, den Schwierigkeiten und den schönen Seiten der DDR-Zeiten in Mühlhausen, einfach von den Besonderheiten beispielsweise beim Einkaufen usw. und auch von der Schule, von der Freizeit, von der Arbeit – dem Mühlhausen rundherum !!!Es wird aber nicht die Vergangenheit in den Himmel gehoben, sondern realistisch betrachtet – Positives genannt und auch Negatives nicht vergessen. Viele Menschen haben eigentlich am Buch mitgearbeitet, also es zu dem gemacht, als das wir Leser es jetzt vorliegen haben, nämlich in Bezug auf die Beschaffung von historischen Fotografien aus dieser Zeit. Viele persönliche und private Aufnahmen sind so in das Buch geraten und zeigen Mühlhausen im Wandel der Zeit – so ist ein wirklich umfassendes Zeitdokument zu dieser einzigartigen Stadt in Thüringen entstanden.Wer denkt heute schon noch daran, dass kaum jemand privat einen Telefonanschluss sein Eigen nennen konnte oder wer kennt das Goethehäuschen noch oder an das Leben – die Freizeit der Kinder – auf der Straße ….Die Betrachtungen sind nicht nur oberflächlich, sondern tiefgründig und detailliert, persönlich - oftmals erzählen sie von Mühlhäuser Originalen – Menschen, die einfach zur Stadt gehören wie es auch Gaststätten sind, die man noch kennt – die aber heute nicht mehr existieren oder Fabriken und Schulen usw. ….Ich empfehle das Buch Lesern, die Mühlhausen nach dem Krieg bis in die Mitt- und Endsiebziger erleben möchten ….