Das Wort: Kommentar zum Prolog des Johannes-Evangeliums. Übersetzt von Josef Pieper (lat-dt.) (Thomas von Aquin, Einführende Schriften)
Metaphysik EAN 9783942013352

Das Wort: Kommentar zum Prolog des Johannes-Evangeliums. Übersetzt von Josef Pieper (lat-dt.) (Thomas von Aquin, Einführende Schriften)

Hersteller: Pneuma Verlag E.k.  ·  MPN: 8792983
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9783942013352
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Produktbeschreibung

Im Kommentar zum Prolog des Johannes-Evangeliums, den Thomas von Aquin (1224/5-1274) gegen Ende seines Lebens verfaßt hat, kristallisieren sich die verschiedenen Elemente seiner Person und seines Schaffens wie in einem Brennglas: seine Berufung zum Dominikanermönch, die ganz im Zeichen der Verkündigung des Wortes Gottes stand; seine Nähe zum Denken des Aristoteles, dessen Philosophie und Logik er für das christliche Denken fruchtbar zu machen wußte; sein Selbstverständnis als Magister der Theologie, für den die Heilige Schrift und ihre Auslegung Quelle und Ursprung aller weiteren Systematik wa

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Gunthard Heller 30.09.2023 amazon.de
Thomas von Aquin dreht jedes Wort herum und lotet die Bedeutungsmöglichkeiten von jedem Satz aus. Trotzdem geht man fast leer aus und denkt: Um was geht es eigentlich in dem Prolog des vierten Evangeliums?Es ist darin die Rede von der Identität von Gott und Logos, durch den die Schöpfung wurde. Der Logos war in allem Gewordenen Leben und Licht. Kurz: Es geht um den göttlichen Funken im Universum, der bei Jesus besonders deutlich zu sehen ist (Joh 1,1-5).Darauf läuft es auch bei Thomas hinaus: die Welt ist "aus einem erkennenden Geiste entstanden" (Kap. 65). Thomas meint das in Abgrenzung zur Entstehung der Welt aus der Materie per Zufall. Ansonsten philosophiert er noch über Jesu Verhältnis zu Gott, wobei er sich auf verschiedene Kirchenväter beruft: Der Logos hat denselben Rang wie Gott (Chrysostomus) und ist von gleichem Wesen (Augustinus). Auch von Ketzern grenzt sich Thomas ab, z.B. Mani.In den Pflanzen ist nach Thomas kein Licht (= Erkenntnis), bei den Tieren ist es eingeschränkt (sie erkennen nur physisch), bei den Menschen nicht, da sie auch "das Wesen der Wahrheit selbst" erkennen (Kap. 97). Sogar die Dunkelmänner und Finsterlinge haben "noch irgend […] am göttlichen Licht" teil (Kap. 103). Jesus hat allen Menschen Leben und Licht gebracht, nicht nur den Juden.Der Rest des Prologs (Joh 1,6-18) ist unproblematisch. Bemerkenswert sind die Ausführungen des Thomas über das Schauen Gottes (Kap. 210-214). Warum nennt er Ex 24,10; 33,20-23 und Num 12,8 nicht? Weil die Stellen nicht zu seinen Erklärungsmöglichkeiten passen?
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