Blake, James Carlos: Das Böse im Blut
Historische Romane EAN 9783954380169

Blake, James Carlos: Das Böse im Blut

Hersteller: Liebeskind  ·  MPN: 1112603
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Produktfakten auf einen Blick

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LIEBESKIND
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9783954380169
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Historische Romane
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Produktbeschreibung

Im Herbst 1842 bricht das Unglück über die Brüder Edward und John Little herein. In Georgia ersticht der Vater der beiden Jungen einen Mann, der so unvorsichtig war, ihre Mutter zum Tanz aufzufordern. Die Familie flieht vor dem Gesetz in die Sümpfe Floridas, wo es zur Katastrophe kommt. Nach einer Bluttat, die von nun an ihre Träume beherrschen wird, brechen die Brüder nach Westen auf, um dort ihr Glück zu finden. Aber das Grenzland zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko entpuppt sich als Vorhof zur Hölle, wo Mörderbanden und blutrünstige Indianer Angst und Schrecken verbreiten. Getrieben

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 23.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Ein absolut fesselndes und packendes Buch, das mich von der ersten Seite bis zum Ende der Geschichte in seinen Bann zog. Die Geschichte über das Unglück der Brüder Little ist unglaublich spannend und emotional.
Redaktion 23.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
FG 12.07.2023 amazon.de
Die Brüder John und Edward wachsen in den 1840ern in den noch jungen Vereinigten Staaten auf. Ihre Eltern, ein gewalttätiger Säufer und eine nymphomanische Furie, bieten ihnen zunächst tatsächlich noch so etwas wie familiären Zusammenhalt. Sie lernen, in der Wildnis zu überleben, was neben Jagen und Schießen vor allem heißt bei Bedarf jedem ordentlich auf die Schnauze zu hauen. Als die Familie von Georgia nach Florida zieht, nehmen die Ereignisse eine sehr ungünstige Wendung: Die Familie wird zerstreut, auch von der jüngeren Schwester Maggie fehlt jede Spur. John und Edward ziehen hinaus in eine brutale Welt, für die sie gar nicht so schlecht gerüstet scheinen: Mit jugendlicher Selbstverständlichkeit schlagen sie sich durch - Respekt vor Eigentum, Gesundheit und Leben ihrer Mitmenschen ist ihnen dabei vollkommen fremd. Rücksicht auf sich selbst und andere scheint fehl am Platze in einem Land, in dem Moral, Recht und Gesetz noch nicht erfunden sind.Ich habe wirklich länger überlegt, ob man dieses Buch empfehlen kann. Nach den ersten 100 Seiten hatte ich das Gefühl, dass das Ganze nun endgültig in einen fiebrigen Gewaltporno abdriftet. Muss man lesen, wie ein Mann seine Frau an einem Seil aufhängt und mit einer Rute blutig prügelt? Oder wie eine Mutter ihre geistig behinderte minderjährige Tochter in der Wildnis als Prostituierte anbietet? Von all den erschossenen, erstochenen, verkrüppelten, vergewaltigten Männern und Frauen, den bei lebendigem Leib verbrannten schwarzen Sklaven, den abgeschlachteten Indianern, den zu Tode gefolterten Kopfjägern kann sich einem leicht der Magen umdrehen. Die erste Entscheidung muss also lauten: Trifft das Ihren Geschmack oder können Sie wenigstens damit leben?Trotz Bedenken las ich das Buch in Rekordzeit zu Ende, weil das Leben der beiden Brüder eine (morbide) Faszination auf mich ausgeübt hat. Diese traumatisierten Charaktere, die immer und sofort zu Gewalt greifen, auch wenn sie selbst dabei oft nur verlieren können, ließen mich sehr schnell mit Spannung verfolgen, wo das Ganze überhaupt enden kann. Der Autor kennt keine Helden. Aber er baut einen Mythos um die Familie der beiden, den ihr Vater ihnen in Albträumen offenbart, nämlich dass ihre Familie, ihr Blut vom Wahnsinn vergiftet sei - und dieses Schicksal manifestiert sich nicht nur im Töten als Lebensunterhalt, sondern auch in der unbestimmten Sehnsucht, sie könnten nur dort draußen, im gesetzlosen Westen, ihre Bestimmung finden.Falls der "Wilde Westen" (wir reden hier für die 1840er v.a. von Mexiko und dem Indianerland der so genannten Comancheria und Apacheria) noch eine Entzauberung gebraucht hat, James Carlos Blake liefert sie."Wild", das klingt so nett, wenn wir von einer "wilden Party" sprechen. Die Wildheit dieses Buches ist jedoch von einem anderen Schlag. Wahrscheinlich ist es die Ambivalenz der Geschichte, die sie so interessant macht: ein geradezu schicksalhaft großartiges Land mit abenteuerlichen Möglichkeiten - und dann das, was Menschen daraus gemacht haben.Alles in allem eine außergewöhnliche Lektüre, welche verständlicherweise beiweitem nicht jedermanns Sache sein wird. Vor diesem Hintergrund sind die vier Sterne zu verstehen.
Lieber Leser 12.07.2023 amazon.de
Ein überaus brutaler, rücksichtsloser Vater der einen Mann wutentbrannt tötet weil der mit seiner Frau tanzen will. Ein Mann und Vater der diese Frau schwer misshandelt, zwei Söhne die diesen Vater später töten und eine Tochter die aus diesem Elend flieht um als alkoholsüchtige Prostituierte ihr Dasein zu fristen. Die Brüder fliehen und der Leser begleitet die Beiden bis zum bitteren Ende.Ein von beiläufiger, intensiver Brutalität, zahllosen Morden, Vergewaltigungen und Verstümmelungen gekennzeichneter Weg durch den Westen nach Mexico. Die beiden Brüder sind durch Albträume von ihrem übermächtigen Vater und die Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend gequält. Der Weg der Beiden führt entlang historisch verbürgter Ereignisse und zeigt die Zeit und ihre Menschen ungeschönt und fernab von Western Klischees. Ein Mix aus Western, historischem und Noir Roman. Wir sehen die beiden Hauptfiguren agieren, erleben mit wie ihre Wegbegleiter sich verhalten, Einblicke in ihr Innenleben erhalten wir nicht.Dieses Road Movie in die Finsternis ist von Beginn an von verstörender, beiläufiger Brutalität. Was anfänglich noch fesselt, weil es erschreckt und aufrüttelt, führt im Verlauf des Buchs fast schon zu Langeweile. Kaum eine Seite wo nicht ein Mord, Verstümmelung oder üble Schlägereien geschildert werden. Das Zusammentreffen von Menschen ist stets geprägt von Gier, Rücksichtslosigkeit, Geilheit und erbarmungsloser Brutalität. Als Leser wird einem schnell klar, dass die nächste derartige Szene kommen wird. Man weiß nur nicht ob lediglich ein paar Zähne dran glauben müssen, ein Bauch aufgeschlitzt wird oder gleich ein Kopf rollt (falls der nicht vorher noch skalpiert wird). Das Gute im Menschen findet hier kaum statt.Möglicherweise wollte der Autor ja diese abstumpfende Wirkung der Gewalttätigkeit beim Leser hervorrufen, so wie sie offenbar bei seinen Hauptfiguren auch wirkt. Das ist ihm gelungen. Der Irrwitz des Krieges wird von Blake zum Schluss im Bild der Brüder klar, die auf unterschiedlichen Seiten im Krieg kämpfen. Der eine auf amerikanischer Seite, der andere auf mexikanischer Seite in einem Bataillon von desertierten amerikanischen Iren.Wirklich viel erfährt der Leser über die geschilderte Epoche dabei nicht. Das Kriege überaus brutal sind, das der Westen auch durch Morde an Indianern (Kindern, Frauen) erobert wurde, Kopfjäger marodierend für Geld das Abschlachten übernahmen dürfte für die Mehrzahl der Leser nicht neu sein. Ob detailfreudige Schilderungen von brutalen Strafen innerhalb der amerikanischen Truppen einem die Zeit näherbringen ist fraglich. Klar all das gehört zur Wahrheit dazu, aber in der Häufung und als Fokus der Erzählung sind verrohte Menschen die sich gegenseitig an die Gurgel gehen auf Romanlänge zu wenig. Wirklich spannend fand ich das auf Dauer nicht. Die gewaltätigen Szenen wären nachtrücklicher und intensiver, wenn sie die Handlung nicht derart dominieren würden.Sprachlich gelungen, aber nicht herausragend. Um wirklich glänzen zu können hätte der Autor sich und seinen Lesern etwas mehr Einblick in die Psyche seiner Figuren gewähren sollen. Mitfühlen mit diesen seelischen Krüppeln, Sympathie für eine der Figuren, eine Spannungskurve im Handlungsverlauf, ein Ziel um dessen erreichen mitgefiebert wird - all das gibt der Roman nicht her. Insofern kann ich die Fünf Sterne Rezensionen persönlich nicht nachvollziehen. Dafür ist mir das Geschehen zu eindimensional. Blake gelingt es am Ende nicht uns die Tragik seiner Figuren wirklich nahezubringen. Die verlorenen Seelen die hier agieren erhalten zu wenig Raum sich zu entfalten. Einige intensive, schöne Szenen, etwa die Liebesgeschichte die sich in Mexico andeutet, sind bei der Länge des Buchs zu wenig. Hier zeigt der Autor das er viel mehr kann als eindrucksvoll Gewalttaten zu beschreiben. Gerade der Kontrast dieser Episode, fast deutet sich so etwas wie Erlösung aus dem Albtraum an, macht die Schilderung so stark. Mehr solcher Elemente hätten dem Buch gut getan. So bleibt das Wenige in dieser Art in gleichförmig vorbeiziehender Gewalt verschüttet.
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