Mystische Wanderziele: zu Liebesfelsen, Keltenschalen, Gebärsteinen, Wackelsteinen und Gruftkapellen: zu Liebesfelsen, Opferschalen, Teufelssteinen, ... Do schau her: Die schönsten Ausflugsziele)
Das Buch »Mystische Wanderziele«, soll sie in eine längst vergangene Zeit unserer Vorfahren führen. An was sie glaubten, wie sie mit der Natur lebten und wie wir durch uralte überlieferte Sagen, dies enträtseln können. Viele dieser hier aufgezeigten Orte weisen auf eine lange Besiedlung des Bayerischen Waldes hin, viel länger als es bis jetzt noch in einigen Lehrbüchern steht und an Schulen unterrichtet wird. Einige dieser Orte hatten eine große sakrale Bedeutung für unsere vorchristlichen Vorfahren, dessen sollte man sich bewusst sein, wenn diese Orte aufgesucht werden. Leider erwacht momen tan wieder ein großer schamanistischer Kult, welches etliche Menschen an diese Orte lockt und neumoderne Riten vollzogen werden. Mit Wachskerzen, Buddismussbänder oder Lebensmittelopfergaben werden diese Orte verschandelt. An diesen Orten sollte sich andächtig und vor allem mit Respekt verhalten werden, dies wäre eine große Bitte an alle, welche später diese Kultorte besuchen. Viel Spaß beim Lesen des Buches und dem Abenteuer des späteren Erkundens, dieser mystischen Wanderziele, wünsche ich euch von ganzem Herzen.
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion10.07.2026
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Das Buch führt in eine faszinierende Zeit unserer Vorfahren und vermittelt spannende Einblicke in ihre Beziehung zur Natur. Es ist eine schöne Lektüre, weist aber einige Details auf, die man als literarische Ausschmückung verstehen kann.
Eigentlich ein interessantes Buch, wenn man von einigen Dingen absieht. Aber von vorne.Das kleine Softcoverbuch mit 108 Seiten ist auf qualitativ gutem, griffigem Papier gedruckt und hat ein handliches Format, das es durchaus zum Handtaschenbegleiter taugen lässt. Positiv fallen auch die durchweg farbigen und qualitativ sehr guten Fotos auf, die einen schönen Eindruck vom jeweiligen Platz vermitteln. Jedem Ort sind im Schnitt eine halbe bis eineinhalb Seiten gewidmet, manchmal mehr, manchmal weniger, dazu gibt es von jedem Ort wenigstens ein Foto und -besonders lobenswert- von allen Orten detaillierte GPS-Daten und Koordinaten.Auch der Schreibstil ist recht sympathisch und zeugt von "Waidler-Wissen" eines Einheimischen. Über kleinere Rechtschreibfehler wie vergessene n bei "einen" oder dergleichen sehe ich mal freundlich hinweg. Es sind nicht so viele, wie die andere Rezension hier glauben machen will.Im Vorwort spricht Josef Probst sich auch dagegen aus, an diesen Orten neuartige Riten abzuhalten, z.B. Kerzen aufzustellen, Bänder in den Bäumen anzubringen oder Lebensmittel zu opfern. Die Orte wirkten als Natur"heiligtümer" - heilig im Sinne von berührend, erhebend - ganz für sich selbst. Da stimme ich Probst völlig zu!Was allerdings auf Dauer leider etwas penetrant wird, ist die Tendenz des Autors, immer und überall Heidnisches und Vorchristliches sehen zu wollen und dabei auch vor Behauptungen nicht zurückzuschrecken, die sich wissenschaftlich einfach nicht halten lassen. So hat es zum Beispiel in unserem Landstrich nie keltische "Druiden" gegeben - diese sind aus Gallien (dem heutigen Frankeich) und aus Britannien/Irland überliefert, und auch da ist die Überlieferungslage schon kritisch, weil die Autoren entweder selbst nie dort waren, mit ihrer Beschreibung eine politische Agenda verfolgten, oder weil die Texte teilweise Jahrhunderte später entstanden sind. Archäologisch sind die Druiden so gut wie gar nicht faßbar, und im Bayerischen Wald leider auch die Kelten nicht.Blutige Menschenopferrituale in "Opferschalen" oder "Opfersteinen" hat es so nicht gegeben. Die wenigen Menschenopfer, die tatsächlich in der Literatur überliefert sind, sind allesamt absolute Ausnahmen in Sondersituationen (jahrelange Dürre/Regen/Unglück etc.) und quasi das allerletzte Mittel - außerdem stammen diese Schriftquellen wiederum nicht aus dem Bayerischen Wald.Ich verstehe ja, dass sich ein Buch mit diesem "Gruselfaktor" vielleicht besser verkauft, aber so etwas vermittelt halt leider ein völlig falsches Bild "unserer Vorfahren", die der Autor ja ansonsten in hohem Ansehen hält. Und manches ist auch schlichtweg erfunden oder falsch. Monolithen sind keine "Lichtersteine", in denen Harz oder Öl entzündet wurde. Das Wort bedeutet schlicht "Einzelner Stein" von griechisch monos= allein, einzeln und lithos = Stein und meint markante, einzeln stehende Steine. Manche mögen Vertiefungen haben, in manche davon wurde vielleicht auch was eingegossen, aber Monolith = Lichterstein ist einfach falsch.Dabei kann der Autor durchaus mit Beobachtungen aufwarten, die auch für Fachleute interessant wären - dass z.B. die Schälchensteine alle in einer Linie auf die Wintersonnenwende ausgerichtet sind. Das hat so noch niemand untersucht und es wäre allemal wert, das wissenschaftlich zu überprüfen - allerdings wird kein seriöser Wissenschaftler da drangehen, wenn im selben Zuge von Erdenergien und Opferschalen geredet wird. So verbaut sich der Autor halt auch leider vieles selbst.Anstatt also krampfhaft immer Kelten und Germanen zu bemühen, sollte Probst künftig bei seinem eigenen Credo bleiben und die Orte als solche auf den Leser wirken lassen. Alles frei erfundene "Vorgeschichtliche" weggeschnippelt ergäbe sich dann ein wundervolles Buch, das einlädt, eine Welt zu erkunden, die unseren Vorfahren sicherlich auch ehrfürchtiges Staunen abgerungen hat.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.