Ein hochaktuelles Buch über die alte, immer wieder neu zu stellende Frage: Wie lebt man richtig, mit sich selbst und mit anderen? Wir leben in aufgewühlten und aufwühlenden Zeiten, die Grundlagen unseres bisherigen Zusammenlebens sind bedroht: Zeit, sich wieder einmal ein paar wichtige Fragen zu stellen. Was bedeutet es eigentlich für jeden Einzelnen, wenn Lüge, Rücksichtslosigkeit und Niedertracht an die Macht drängen oder sie schon errungen haben? Wenn so erfolgreich in der Öffentlichkeit gegen alle bekannten Regeln des Anstands verstoßen wird? Was heißt unter diesen Bedingungen genau: ein anständiges Leben zu führen? Axel Hackes Buch ist kein Pamphlet, denn Pamphlete gibt es genug; es ist vielmehr ein assoziatives Nachdenken über das Zusammenleben der Menschen und die schon von Anton Tschechow gestellte Frage: 'Warum leben wir nicht so, wie wir leben könnten?' Es ist ein Plädoyer dafür, die Antwort erst einmal nicht bei anderen, sondern bei sich selbst zu suchen - und dabei vielleicht am Ende ein wenig Demut, auch etwas Neugier auf andere zu entdecken. Denn vermutlich geht es in unserer komplizierten Welt zuallererst nicht um die Lösung aller Probleme. Die hat ohnehin keiner, und wer so tut, als hätte er sie, dem sollte man misstrauen. Sondern es gilt, eben diese Tatsache mit Anstand zu ertragen und sich dabei mit der großen und immer neu zu stellenden Frage zu beschäftigen: Wie wollen wir eigentlich miteinander umgehen?
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
4 Bewertungen
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1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion17.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet eine tiefgehende und sehr hilfreiche Perspektive auf die komplexe Frage des Lebens und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich empfinde es als eine wertvolle Lektüre für jeden, der nach mehr innere Ruhe und besseren Umgang mit anderen sucht.
Umfangreich werden Leute zitiert, welche sich die letzten 2000 Jahre Gedanken über die Welt und das gegenseitige Miteinander gemacht haben. Auch so füllt man in diesem kleinformatigem Büchlein 180 Seiten. Der Autor bereitet aber so geschickt den geistigen Hintergrund auf, vor dem er sich seine Gedanken zum Anstand und das heutige Miteinander macht. Durch die Gespräche mit seinem imaginären Freund stellt er geschickt auch mal unterschiedliche Positionen dar, welche er letztendlich beide irgendwie vertritt. Es stehen viele gute Gedanken in dem Buch und Dinge, über die ich mir auch schon oft Gedanken gemacht, aber keine rechten Worte machen konnte. Der letzte Schluss, dass alles irgendwie in mir selbst liegt, ist ein wenig zu einfach. Vielleichtwaren auch meine Erwartungen zu hoch bei diesem Autor. Aber besser das Buch lesen als das "Weltgehirn" mit noch mehr Hass füllen.
Anstand, das hat mich so sehr angesprochen, dass ich dieses Buch sofort in die Hand genommen habe. Auf der Suche nach Orientierung, ein so altes Motiv wieder anzuschauen, um zu verstehen, was heute mit uns passiert.Ich hatte das Gefühl, dass das ein guter Ausgangspunkt wäre um sich Gedanken über unser heute oft befremdliches Miteinander zu machen.Gelungen ist das aus meiner Sicht nicht wirklich gut oder zumindest hätte ich mir mehr erhofft. Vielleicht weil Axel Hacke hier zuviel wollte, oder doch ganz am Anfang steht mit seiner eigenen Auseinandersetzung rund um das Thema.Erzählt wird in einer Art Dialog, teils mit sich selbst und einem vielleicht imaginären Freund. Wir erfahren Vieles, was wir kennen oder auch so beobachtet haben, eingebettet wird das in Kluges aus allen Zeiten von Aristoteles, über Marc Aurel bis hin zu den gerade aktuellen Denkern wie Haraki. Alles sehr klug, gebildet, aber irgendwie findet sich der rote Faden nicht. Der Bogen zum Anstand wird zwar immer wieder versucht zu ziehen, aber man wird das Gefühl nicht los, dass es eher eine Ansammlung moderner Unbehaglichkeiten ist, als eine wirkliche Analyse oder doch wenigstens Beschreibung unseres modernen Miteinander und was der fehlende Anstand darin mit uns macht.Nichtsdestotrotz ein Anfang um sich Gedanken zu machen.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.