Dieser Minimalismus-Ratgeber im Magazin-Look stellt in über 200 Bildern, aufgeteilt in die Kapitel Wohnen, Mode, Körper und Lifestyle einen minimalistischen Lebensstil vor. Inspirierende Homestorys zeigen, wie eine minimalistische Wohnung aussehen kann, wie man perfekt Ordnung schafft oder wie es sich in einem Tiny House lebt. Die Autorin blickt in einen aufgeräumten Kleiderschrank mit wenigen, unterschiedlich kombinierbaren Kleidungsstücken und zeigt, wie man überlegt einkauft und dabei seinem Stil treu bleibt. Außerdem erfährt der Leser etwas über nachhaltige oder selbst hergestellte Kosmeti k, aber auch Rezepte und Tipps für das minimalistische Denken, Digital Detox, Work-Outs, Reisen, Zero Waste oder nachhaltigen Konsum sind enthalten. Mit Fotografien von Marlen Mueller.
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
5 Bewertungen
5 ★2
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion26.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet viele interessante Ideen zum minimalistischen Leben, die visuell gut aufbereitet sind, allerdings wirkt der Inhalt etwas oberflächlich und die Tiefe der Erklärungen könnte erweitert werden.
In den letzten zwei Wochen habe ich nach einjähriger Abstinenz gleich vier Bücher gelesen. Nun, was haben die vier Bücher gemeinsam? Ich kann sie alle empfehlen. Eins davon war eben “Einfach leben” – dem Minimalismusguide - ein Ratgeber besonders für Einsteiger. Ähnlich wie einer der Interviewpartnerin im Buch ist das eine oder andere bereits in meinen Lebensstil eingeflossen, nur hatte ich bislang kein Wort dazu - genauso wenig wie für eine Pressstempelkanne.Gezielt stellt die Autorin von "Einfach Leben" unterschiedliche Minimalisten vor und lässt diese in den Rubriken Wohnen, Mode, Körper und Lifestyle zu Wort kommen. Jeder erzählt seine persönliche Geschichte oder gibt diese manchmal sogar preis, wie er oder sie zu dem eigenen Minimalismus gefunden hat. Denn aller Anfang ist schwer, nicht für jeden ist er gleich und jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Vorsicht: Schnell kommt die Lust zum Anfangen. Wer das nicht will, sollte das Buch besser gar nicht erst anrühren.Einfach gemacht wird es einem auch: Was gefällt, wird einfach übernommen, denn jedes Kapitel schließt mit einem oder mehreren persönlichen Tipp(s). Den einen oder anderen übernimmt man und tut dann so, als wenn man es neunmalschlau schon immer so gemacht hat.Für Einsteiger bestens geeignet, aber bringt das Buch auch etwas für den Vollprofi? Nun vielleicht nehmen die Familie, Freunde und die „Mitwelt“ den geneigten Hardcore-Minimalisten als Sonderling wahr. Und ganz bisschen vielleicht liegt es daran, dass man den Einstieg in den Minimalismus bereits schon lange hinter sich gelassen hat oder einfach radikal gestartet ist. Hier kann "Einfach Leben" eine Brücke schlagen, Verständnis aufbauen und vielleicht seid ihr dann morgen schon zu zweit, zu dritt, ...Nun bin ich nicht unbedingt jemand, der bei Büchern auf Haptik und die Bilder achtet – nur wenn sie entweder ganz besonders schlecht oder mir, wie in diesem Fall, ganz besonders gut gefallen. Das Buch kommt in einer ansprechenden Art daher, so dass man es getrost auf dem Wohnzimmertisch oder auf dem WC (ja, manche von uns lesen dort gern) liegen lassen kann. Einziges Manko: mit abgerundeten Ecken kann man so schlecht Eselsohren zum Merken machen. :-)Was habe ich nun als erstes umgesetzt? Ich habe das Buch weitergeschenkt. Noch etwas, was alle vier Bücher gemeinsam haben. Sie haben längst ihren nächsten Leser gefunden und mich hat es ein kleines Stückchen glücklicher gemacht.
Ich habe mich bisher nur oberflächlich mit dem Thema Minimalismus beschäftigt. Dieses Buch hat mir auf eine unaufdringliche Art und Weise, mit vielen praktischen Beispielen, Erfahrungsberichten, Interviews und tollen Bildern das Thema näher gebracht. Ich finde die Mischung ganz toll. Es gibt Rezeptideen, sowohl zum kochen als auch für Naturkosmetik, viele echte (nicht-monetarisierte) Produktempfehlungen, die mal ganz angenehm sind neben den ganzen zweifelhaften Empfehlungen von Influencer*innen, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind.Besonders schön finde ich bei dem Buch, dass es sich nicht nur auf ein Thema beschränkt, sondern die gesamte Palette an Nachhaltigkeit und bewusstem Leben behandelt. Es ist nicht ökig oder schwer umzusetzen. Es ist für jeden was dabei, man kann selbst entscheiden, was für das eigene Leben auch funktionieren kann und was eher nicht. Es ist trotzdem interessant zu sehen, wie andere Menschen mit dem Thema umgehen, obwohl das vielleicht bei einem selbst nicht vorstellbar wäre.
Zugegeben die durchaus ästhetische Inszenierung hat es mich kaufen lassen – auch wenn, wie schon angemerkt wurde, ein Minimalismus Guide, der nicht digital erhältlich ist irgendwie paradox erscheint. Der Guide umfasst im Groben die Bereiche Haushalt, Mode & Kosmetik.Auf den knapp 240 Seiten mischen sich Interviewformate, redaktionelle Artikel und einige Anleitungen zum selbermachen zu oben genannten Themenbereichen.Leider beschleicht einen bereits im Opener das Gefühl, dass es hier weniger um Minimalismus im Sinne der Nachhaltigkeit, sondern vor allem im Sinne der Selbstdarstellung und Inszenierung eines Lifestyles geht. "Mehr Zeit, Mehr Glück, Mehr Geld..." beginnt bereits die erste Headline.Unterstrichen wird dies durch die Interviews, welche fast ausschließlich mit der kreativen Bohéme aus dem Großraum Berlin geführt wurden und den Gedanken von Minimalismus zum Teil sehr abstrahieren. Das schwedische "Lifestyle- Fashion- und Bloggerpärchen" welches klar Anti-IKEA ist, bei denen aber das IKEA-Tischgestell mit Baumarkt-Spanplatte als individuelles DIY durchgeht. Oder der "junggebliebene Weltreisende" auf Zwischenstation im Berliner Designer-Hausboot samt Nespresso-Kapselmaschine und anschließenden App-Empfehlungen für Meditation sind nur zwei Beispiele von weiteren bei denen mich der Gedanke beschleicht dass hier das Thema irgendwie etwas ad absurdum geführt wird.Das ganze bekommt dadurch insgesamt leider einen etwas naiven, zu sehr gewollt-Zeitgeistig und auf LifeSTYLE fokussierten Beigeschmack. Die vorgestellten Personen und Projekte sind zum Teil durchaus Interessant, die gestellten Interviewfragen aber oft sehr sehr oberflächlich und wenig tiefgreifend.Ja, das Buch ist schön gestaltet – Satz, Layout und Fotografie sind zeitgemäß und das ganze fühlt sich ein bisschen an wie eine Kuratierte, aber eben leider zum Teil auch inszenierte Welt. Mancherlei Menschen, Tipps und Projekte sind es Wert im Netz tiefer recherchiert zu werden aber im großen ganzen bietet das Buch nichts neues, was zum Thema nicht auch in wenigen Minuten Googlen zu recherchieren ist.Das Buch gibt völligen Minimalismus-Neulingen sicherlich einen guten ersten Einstieg in das Thema und dazu ist es noch schön anzusehen.
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Letzte Aktualisierung: 01.08.2026 18:02 Uhr.