Die CharaktereGearbreaker wird wechselnd aus zwei Ich-Perspektiven erzählt.Bellsona, kurz Sona genannt, ist Teil des Militärs und dazu ausgebildet worden, einmal eine Mecha-Pilotin zu sein. Dafür wird sie einer tiefgreifenden Operation unterzogen, die sie halb mechanisch macht. Doch eigentlich will Sona das System von innen heraus zerstören.Eris ist eine Gearbreaker, eine Rebellengruppe die sich den Mechas entgegenstellt und sie von innen heraus zerstört, indem gekonnt Kabel und Zahnräder zerstört werden. Zur Hilfe hat sie Handschuhe, die alles gefrieren lassen, was sie anfässt. Zumindest bis diese ihr bei einer missglückten Mission abgenommen werden und sie gefangen genommen wird.Gearbreaker ist sehr dominiert von Rache, Wut und Hass. Sowohl Sona als auch Eris haben ihre Eltern durch Mechas verloren und wollen nichts anderes als den Untergang des Stadtstaates Godolia. Dafür sind sie bereit alles zu opfern – in Sonas Fall betrifft das dann auch ihren eigenen Körper.Neben den zwei Protagonistinnen haben wir auch noch einen wirklich großen und lauten Cast. Wobei er meiner Meinung tatsächlich zu groß geraten ist, denn die meisten bleiben nur schwach Umrissen ohne tiefergehende Substanz. Dafür punktet Gearbreaker mit einer starken Dymanik zwischen allen ihren Charakteren, die Dialoge lassen sich einfach wunderbar lesen und machen richtig Spaß, sobald man sich an das ständige Gezanke gewöhnt hat.Denn ich war anfangs etwas genervt davon, dass sich alle beleidigt haben, respektlos miteinander umgegangen sind, teilweise sogar handgreiflich geworden sind und das halt alles so extrem und übertrieben. Das alles lässt Gearbreaker sehr viel jünger wirken, als es eigentlich ist.Die HandlungGodolia hat Mechas, sogenannte Wind-ups, erschaffen und sie an die Stelle von Göttern gesetzt. Damit unterdrücken und versklaven sie die restlichen Menschen auf dem Kontinent. Und wenn sich Dörfer auflehnen oder ihre Solls nicht erfüllen, werden sie zerstört. So erging es auch Sonas Heimatdorf, doch diese konnte fliehen und wurde mehr durch Zufall ins Wind-up Programm aufgenommen. Sie ist jedoch alles andere als treu ergeben, sondern verfolgt das Ziel, als Wind-up Pilotin Godolia zu zerstören. Dafür opfert sie auch Teile ihres Körpers, denn als Pilot besteht man zu großen Teilen aus maschinellen Teilen.Doch die Arbeit als Pilotin macht Sona psychisch fertig und als Eris, eine Gearbreakerin, gefangen genommen wird, wittert Sona ihre Chance. Eris tut genau das, was auch Sona tun will. Sie zerstört Wind-ups.Gearbreaker ist eher Charakter zentriert und fokussiert sich auf Sona und Eris und deren Gefühle und Rache. Es geht viel um Menschlichkeit, was einen Menschen gut oder böse macht, wie weit man bereit ist zu gehen und wie viel man selbst aushalten kann.Schon als die beiden sich begegnen kann man die Romance zwischen Sona und Eris förmlich riechen, auch wenn dieser Part eher ein Nebenschauplatz im gesamten Buch ist.Ansonsten hat Gearbreaker einen recht vorhersehbaren Plot und fällt jetzt auch nicht damit auf, überraschende Wendungen zu haben. Selbst am Ende kann man sich eigentlich gut vorstellen, was einen in Band 2 erwartet.FazitGearbreaker hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, von der ersten bis zur letzten Seite. Das würde man von einem Buch, dass eigentlich so voller Hass und Brutalität ist, fast nicht erwarten. Es ist egal, ob der Plot vorhersehbar ist, weil man trotzdem Spaß hat, den Jugendlichen auf ihrem Weg zu folgen und hey, wenn man weiß was passiert, hat man wenigstens etwas, worauf man sich freuen kann.Allgemein ein tolles Leseerlebnis.
4,5 von 5 SternenZuallererst möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken, welches mir von CroCu bereitgestellt wurde. Dieser Fakt beeinflusst aber in keiner Weise meine persönliche Meinung zu diesem Buch. Der Post enthält Werbung und die Rechte liegen beim Verlag.Natürlich ist dies nur meine persönliche Meinung und nur weil ich diesem Buch diese Bewertung zukommen lassen, heißt es nicht, dass es auf jeden anderen zutrifft.Als ich Gearbreaker das erste Mal gesehen habe war ich direkt begeistert. Das Cover, die Farben, der Klappentext, die Andeutung einer queeren Liebesgeschichte – yes bitte alles einmal in meine Hände bitte.Bevor ich näher auf den Inhalt des Buches eingehe möchte ich kurz über das Buch an sich reden. Das Taschenbuch ist mit 416 Seiten schon etwas dicker und eigentlich besteht die Chance dort eine Leserille unabsichtlich reinzumachen. Jedoch ist das Buch (zumindest mein Exemplar) so gebunden, dass ich es fast flach auf den Tisch legen konnte ohne eine Leserille reinzumachen. Ich liebe es schon bei englischen Büchern, wenn diese etwas floppy sind und jetzt das auch noch auf dem deutschen Markt zu sehen – i love it! Außerdem fand ich die Gestaltung der Kapitelüberschriften wirklich hübsch.Aber nun zum Inhalt. Gearbreaker ist definitv ein Buch, was man komplett an einem Tag verschlingen kann. Der Schreibstil ist super angenehm zu lesen und der Plot fließt stetig und schnell. Es gab keine Minute, in der ich mich gelangweilt habe.Sona und Eris sind beides interessante Hauptprotagonisten mit einem starken Charakter. Ab und an hat mir noch ein bisschen die Tiefe gefehlt aber ich bin mir sicher, dass dies in Band zwei besser sein wird. Auch die Nebencharaktere waren mir sympatisch und ich hoffe, dass ich in Godslayer noch mehr über sie erfahren kann.Wie ich bereits erwähnt habe ist der Plot eher fast-paced und das mochte ich an dem Buch sehr. Die Weltbeschreibung war ebenfalls sehr verständlich und es hat mir ein bisschen die Vibes von Pacific Rim und Iron Widow gegeben, welche mich beide sehr unterhalten haben. Ich freue mich wirklich auf Band 2!FazitEin toller Debütroman und ich freue mich riesig auf Band 2!