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EAN 0886978993397

Der ganz grosse Traum (Blu-ray)

4,8/5 (5 Bewertungen)

Produktfakten auf einen Blick

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0886978993397
Durchschnittsbewertung
4,8 / 5 (5 Bewertungen)

Produktbeschreibung

Der junge Lehrer Konrad Koch (Daniel Brühl) soll in einem altehrwürdigen deutschen Gymnasium im Jahre 1874 Englisch unterrichten. Um seine Schüler für die fremde Sprache und Kultur zu begeistern greift er zu ungewöhnlichen Lehrmethoden und bringt ihnen eine ganz neue Sportart nahe die er in England kennengelernt hat: Fußball. Statt Zucht Disziplin und Gehorsam heißt es von nun an: Fairplay! Doch mit seiner unkonventionellen Art macht sich Koch ziemlich schnell auch Feinde: seine eher konservativ gestimmten Kollegen die nur auf preußisch-militärischen Drill setzen wie auch einflussreiche E

Bewertungen & Erfahrungen

4,8 von 5
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 25.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Eine fantastische und sehr unterhaltsame Geschichte, die mich sofort in die Welt von Konrad Koch und dem deutschen Gymnasium entführt. Die Darstellung ist großartig und die Atmosphäre der Epoche ist perfekt eingefangen.
Redaktion 25.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Eine sehr unterhaltsame und atmosphärische Darstellung des historischen Settings, die die Geschichte gut transportiert. Allerdings empfand ich die Entwicklung der Charaktere als etwas zu schnell.
Redaktion 25.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
Tanja Heckendorn 25.11.2024 amazon.de
Ein kleines Stück deutscher Fußballgeschichte wurde hier mit Daniel Brühl als engagierter Lehrer Konrad Koch mit viel Aufwand und Liebe zum Detail und mit der nötigen künstlerischen Freiheit verfilmt.1874 soll in Deutschland erstmals ein Fußball von den aufgeweckten Knaben des Braunschweiger Gymnasiums über den Rasen gerollt und getreten worden sein. Die Leidenschaft für das Spiel, mit dem der Englischlehrer Koch seinen Schülern den Begriff "fair play" praktisch erläutern wollte, stößt jedoch bei den übrigen Pädagogen und Erziehungsberechtigten auf Empörung und Misstrauen. Ist diese englische Barbarei nicht ein Angriff auf die treu gepflegten deutschen Tugenden wie Disziplin und Ordnung?Humorvoll und mit jugendlicher Frische wird die Geschichte des humanitären Erziehungsexperiments an einer konservativen Bildungseinrichtung gezeigt. Dabei neigt die Darstellung ein wenig zur Übertreibung und die gezeigten Einzelschicksale der Schüler neigen etwas zum Kitsch. Aufgefangen werden derartige Kleinigkeiten jedoch von den Darstellungen der engagierten jungen Schauspieler, die hervorragend von Daniel Brühl als Junglehrer unterstützt werden. Die Eigendynamik, die sich aus der praktischen Englischstunde entwickelt, wird mit kleineren und größeren Gesten dargestellt. Die starren Pädagogen stehen der scheinbar plötzlich auftretenden Aufmüpfigkeit ihrer sonst so homogenen Schulerschar zunächst fassungslos gegenüber. Anstatt die Entwicklung ihrer Zöglinge selbstkritisch zu hinterfragen, versuchen sie durch Verbote zum Altbewährten zurück zu kehren. Manche Veränderungen kann man indes nicht aufhalten und schon gar nicht die Leidenschaft des Fußballspieles...Einander gegenübergestellt werden die Turnerei, welche fast militärisch anmutet und damals wohl ein wichtiger Teil des Schulalltags war, und das Fußballspiel, die als Sportart eine absolute Neuigkeit darstellte. Es lohnt sich dabei die Geschichte der Schrickers im Film zu beachten. Schricker sen. (Axel Prahl) Ist ein gutsituierter Geschäftsmann, der bei einer Vorstellung des Recks ein etwas peinlichen Auftritt hinlegt, wobei er darauf hinweist, dass er im Gegensatz zu seinem etwas pummeligen und unsportlichen Sohnes in jungen Jahren ein guter Turner gewesen sei. Schricker jun. Gelingt es jedoch beim Fußballspiel seine eigene Position bereits recht früh als Torwart zu festigen und er gewinnt an Selbstvertrauen. So verwirklicht er im väterlichen Betrieb seine Idee, eigens Fußbälle herzustellen, die sicherlich bald sehr gefragt sein werdenAls Extra ist das "Making of" sehr empfehlenswert, welches einen interessanten und humorvollen Eindruck hinterlässt. Der Film ist vorwiegend an Originalschauplätzen in Braunschweig gedreht wurden, die sorgfältig auf das 19. Jahrhundert getrimmt wurde. Hier wird Daniel Brühl von zwei Touristinnen angesprochen, welche sich für die Filmtechnik interessieren und nach dem Ansprechpartner fragen. Etwas irritiert muss der doch sehr bekannte Schauspieler feststellen, dass die Damen kein besonderes Interesse an ihm selbst haben, geschweige denn um ein Autogramm bitten. Doch Herr Brühl nimmt es mit Humor. Auch die heranwachsenden Schauspieler sind nicht schüchtern und geben Auskunft über ihre Arbeit und erklären, wie sie betreut werden, wie sie in ihre Rolle finden und welcher Stunt dann doch zu gewagt sein kann. Die erwachsenen Darsteller dagegen fragen sich angespannt, wie sie es verhindern können, ungewollt zu einer Parodie einer Wilhelm-Busch-Zeichnung zu neigen.Fazit: Dieser Film ist garantiert keine langatmige Geschichtsstunde. Hier darf herzlich gelacht werden und natürlich fiebert man mit den Jungs mit, die ihre Leidenschaft für das Fußballspielen entdeckt haben!Eine Frage bleibt indes: Warum scheint es fast unvermeidlich, in einem Film mit Daniel Brühl dessen nackten Hintern zu zeigen? Obwohl seltsam kurios, ist dieser Anblick jedoch auch dieses Mal wieder sehenswert.
Martin Ostermann 25.11.2024 amazon.de
Gleich vorweg: "Der ganz große Traum" ist sorgfältig ausgestattetes, von allen Beteiligten sehr gut gespieltes und mit viel Herz und Humor inszeniertes, grundsympathisches Kino. Gerade der Mut, eine Geschichte hochemotional in einem leicht märchenhaften Tonfall zu erzählen, ist in Deutschland nicht unbedingt selbstverständlich. Allerdings hat der Zuschauer von Beginn an das Gefühl, dies alles irgendwie schon einmal gesehen zu haben, und dem ist auch so: Im "ganz großen Traum" stecken allseits bekannte Schulgeschichten wie Die Feuerzangenbowle (das altehrwürdige Gymnasium mit einem schrulligen Direktor) und Kästners Das fliegende Klassenzimmer (ein unkonventioneller Lehrer verhilft seinen Schülern, ihren Platz im Leben und sich selbst zu finden, im Gegenzug helfen sie auch ihm). Auch die geistige Selbstbestimmung aus Der Club der toten Dichter - Special Edition taucht wieder auf, nur dass den Katalysator nicht romantische Gedichte darstellen, sondern (für eine Untertertia, also achte Klasse auch passender) das Fußballspiel. Und in Punkto "Anfänge des Fußballs" ist die Geschichte dann originell zu nennen.Der echte Konrad Koch war zwar kein Englischlehrer, aber er war ein Pionier, was die Einführung der Ballspiele in Deutschland betraf, weil er vor allem um ihren pädagogischen Wert wusste: Der Wegbereiter des Fußballspiels in Deutschland: Prof. Dr. Konrad Koch 1846 - 1911 Eine Biografie. Der historische Koch war erschrocken, wie wenig Zeit sich seine Schüler für Betätigung im Freien nahmen, was vor allem auch mit den immer enger und voller werdenden Städten Deutschlands im Zeitalter der Industrialisierung zu tun hatte. Er führte nicht nur Fußball in Deutschland ein, sondern experimentierte auch mit Baseball, Cricket und entwickelte den Vorläufer des Handballs.Der "ganz große Traum" will nun keine Geschichtsstunde liefern, sondern erzählt relativ frei, basierend auf der historischen Geburtsstunde des Fußballs in Deutschland, eine Geschichte von Emanzipation, freiem Denken und Spielen und vor allem von Fairplay und Teamgeist. Die Figur des Konrad Koch symbolisiert dabei ein anderes Deutschland: Er ist ein Mensch, welcher fern von Disziplin und "bloody german Gehorsam" Mut und Eigenverantwortung in Verbindung mit Respekt vor jedem Menschen in seinen Schülern grundlegen will. Für diese positive Botschaft werden auch die ganz großen Gefühle nicht gescheut und ebenso wird mit Karikaturen (der verknöcherte Pauker Bosch und der dumpfe Großindustrielle Hartung) und bei den Schülern mit Typen (der verkannte Proletarier, der unterschätzte Kaufmannssohn, der eigentlich nette Streber) gearbeitet. Durch die sympathische Zeichnung aller Figuren und die schnörkellose Inszenierung bleibt dies alles bis zum Schluss spannend und höchst unterhaltsam anzuschauen. Sehenswert!
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