Dexter, Adoptiv-Sohn eines Cops, arbeitet als blood spatter (Blutspuren)-Experte für die Polizei von Miami und hilft dabei Morde aufzudecken. Doch hinter der sauberen und höflichen Fassade des Laboranten verbirgt sich eine ungleich dunklere, tödliche Seite.Dexter, als Kleinkind von seinem späteren Adoptiv-Vater aus einem Hafencontainer voller Leichen und Blut gerettet, entwickelte als Teenager den ununterdrückbaren Drang zu töten, einen Teil seiner Persönlichkeit, die er den "dark passenger", den dunklen Passagier, nennt. Als sein Adoptiv-Vater diese SEite in ihm erkennt, lehrt er Dexter nur jene zu töten, die er als Mörder entlarvt. Und so geht Dexter seinem Verlangen nach Folter und Tod nach. Im Übrigen ist Dexter der "Gute" des Buches.In "Darkly Dreaming Dexter" geschehen grausame Morde. Die Opfer, allesamt Prostituierte, werden in Einzelteilen, blutleer und hübsch verpackt an verschiedenen Orten Miamis abgelegt und Dexter, der das Gefühl hat, einen Spielgefährten gefunden zu haben, sucht fieberhaft nach dem Täter, um ihn seiner Kollektion einzuverleiben. Doch scheinbar hat der Täter das gleiche im Sinn und so beginnt schon bald ein blutig-düsteres Katz-und-Maus-Spiel, bei dem es offen ist, wer welche Rolle inne hat und Dexter, der bis zu diesem Punkt eine emotionslose kalte Persönlichkeit war, erfährt zum ersten Mal Gefühle.Jeff Lindsays Debüt setzt die Meßlatte für das Crime-Genre nicht nur höher, es setzt sie neu. Überraschend, spannend und unvorhersehbar führt es den Leser auf eine dunkle Reise durch das sonnige Miami, deckt das Böse im Menschen auf und zeigt ganz deutlich, dass manche Menschen nur lächeln, um ihrem Gegner die Zähne zeigen zu können."Dexter" läuft inzwischen mit der 2. Staffel auch als Serie auf dem amerikanischen Sender Showtime und wird 2009 in Deutschland ausgestrahlt. Die erste Staffel behandelt das erste Buch.
Dexter ist Forensiker bei der Polizei von Miami und hat ein nicht ganz alltägliches Hobby. Er bringt gerne Leute um.Den ersten Teil der Dexter Reihe hatte ich vor Jahren schon mal auf Deutsch gelesen und war alles andere als begeistert. Aber ich dachte die Serie hat eine zweite Chance verdient und so habe ich es diesmal mit der Englischen Ausgebe versucht. Viel besser.Dexter ist ein ordentliches Monster – nach eigener Aussage – und bereitet sich gerne alles vor um sein Hobby auch richtig genießen zu können. Er begegnet dem Leser hier als Ich-Erzähler, spricht von sich aber auch gerne mal in der dritten Person. Zudem ist er eine Freund von Ironisch/Sarkastischen Aussagen, was ihn irgendwie sympathisch erscheinen lässt.Die Nebencharaktere kommen vielleicht etwas kurz, aber das ist auch der Erzählperspektive geschuldet, den für Dexter haben andere Menschen nun mal nur einen geringen (emotionalen) Wert.Der Schreibstil ist sehr ansprechend und flüssig (die deutsche Übersetzung war damals eher zäh) und wusste in Kombination mit der gut erzählten Geschichte zu fesseln.Für Kenner der Serie. Buch-Dexter und Serien-Dexter sind sich ähnlich, weisen aber auch eindeutige Unterschiede auf. Wer hier eine Art schriftliche ersten Staffel erwartet, der könnte enttäuscht und oder irritiert werden.Wenn man sich aber darauf einlässt erwartet einen eine spannende Lektüre.
Ich bin erst vor ein paar Monaten überhaupt auf Dexter gestoßen. Vorher kannte ich weder die TV-Serie, noch die Bücher. Nachdem uns allerdings unsere besten Freunde förmlich dazu gedrängt haben, uns die Serie anzuschauen, haben wir uns die ersten sechs Staffeln innerhalb von wenigen Wochen angeschaut. Danach wurde mir klar, dass ich einfach nicht genug von Dexter bekommen konnte, also beschloss ich, mir auch die Bücher zuzulegen. Darkly Dreaming Dexter ist der erste Teil der Dexter Morgan Reihe von Jeff Lindsay und ein perfekter Start in Dexters abgedrehtes Doppelleben.Wie bereits in einem meiner Posts zuvor erwähnt, habe ich das Buch schon vor Monaten begonnen. Leider kamen in der Zwischenzeit immer andere Bücher dazwischen und wegen einer kurzzeitigen Leseflaute, die bekanntlich jeden einmal von uns überkommt, lag das Buch eine ganze Weile lang auf meinem Nachttisch und hat nur darauf gewartet, gelesen zu werden.Diesen Gefallen habe ich Dexter dann auch getan und ich habe beschlossen, bevor ich ein neues Buch beginne, erst einmal die angefangenen zu Ende zu lesen und bereits nach den ersten paar Seiten, war ich gefesselt. Selbst wenn man die Serie bereits kennt, ist es ein richtiger Genuss, die Bücher zu lesen, zumal es diverse Unterschiede und Differenzen gibt. Es ist nicht alles gleich; was ich als sehr interessant empfunden habe. So weiß man im Grunde eigentlich was passiert, wird irgendwie aber trotzdem überrascht, da die Geschichte im Buch anders verläuft, als im Fernsehen und Dinge passieren, mit denen man absolut nicht gerechnet hat, da sie in der Serie ebenfalls nicht geschehen sind. So haben auch die Charaktere in den Büchern ganz andere Stellenwerte. Angel zum Beispiel, ein Charakter, der in der TV-Serie eine sehr große Rolle spielt lernt man im ersten Teil der Dexter Morgan Reihe kaum kennen. Wenn es hoch kommt gibt es von ihm etwas auf 10 Seiten zu lesen. Würde man ihn nicht durch die Serie kennen, hätte man ihn nach dem Buch wahrscheinlich vollkommen vergessen.LaGuerta hingegen spielt sowohl im Buch als auch in der Serie eine sehr große und auch meiner Meinung nach wichtige Rolle. Allerdings unterscheiden sich die Charaktere von ihr in der Serie und im Buch total. In der Serie muss ich sagen, mochte ich sie anfangs total gerne, auch wenn sie ein schwieriger Mensch ist, ist sie unglaublich eindrucksvoll - im Buch hingegen mochte ich sie überhaupt nicht. Rita, Deborah und Dexter sind sowohl in Buch als auch Serie gleich, was ich sehr wichtig finde. Es handelt sich hierbei - zumindest bei Dexter und Deborah - um die Hauptfiguren der Geschichte. Sie sind unglaublich gut ausgearbeitet. Jeff Lindsay hat hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Besonders Dexter mit seinen abgedrehten Gedanken hat es mir unglaublich angetan. Er ist so anders als die meisten Buchcharaktere. Er ist sogar anders, als die meisten Mörder in Psychothrillern. Ich finde es sehr eindrucksvoll was Jeff Lindsay hier für einen Charakter geschaffen hat.Auch sein Schreibstil ist einfach wunderbar; sein trockener Humor ist einfach himmlisch und auch die Dialoge haben es mir so richtig angetan. Es macht unglaublich viel Spaß, Dexter während seiner Jagd auf andere Serienkiller zu begleiten. Das Buch ist makaber, eklig, verrückt, abgedreht und gleichzeitig so fesselnd, dass man einfach nicht mehr davon los kommt. Auch die Story ist so unglaublich gut ausgearbeitet, dass man sich fühlt, als sei man mitten drin. Die Emotionen und Gefühle der Charaktere sind perfekt auf die verschiedenen Situationen abgestimmt.Das Buch macht einfach Spaß und ich bin mir sicher, wenn man sie liest bevor man sich die Serie anschaut, ist der Unterhaltungsfaktor noch um einiges größer - und die Überraschungen ebenfalls.Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, auch für diejenigen, die die Serie bereits kennen und gesehen haben. Buch und Serie unterscheiden sich in vielen Dingen, weshalb das Buch immer mal wieder ein paar Überraschungen für einen auf Lager hat. Ich bin wirklich sehr gespannt auf die weiterführenden Teile. Der zweite Teil steht bereits in meinem Bücherregal und wartete nur darauf, gelesen zu werden.Achso ... nur noch was zum Schluss: Ich finde Michael C. Hall als Dexter einfach perfekt. Abgesehen davon ist er unglaublich heiß und verkörpert Dexter so gut, wie es kein anderer hätte tun können :-)flag