Ich war vorm Lesen skeptisch. Eigentlich lese ich nicht so gerne Science Fiction. Raumschiffe sind eher selten mein Ding. Wie wollen die Autoren es schaffen, aus einer Aneinanderreihung von Dokumenten eine Geschichte zu erzählen und mir die Charaktere nahe zu bringen? Eins vorweg: Meine Skepsis war nach den ersten 30 Seiten verflogen und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Wow, was für ein beeindruckendes Buch!Es besteht aus einem Sammelsurium an den verschiedensten Akten und Dokumenten: Gesprächsprotokolle, Chatverlaufe, Mails, Tagebucheinträgen, medizinische Protokolle, diverse Listen, Countdown-Anzeigen, Log-Einträge von AIDAN, Raumschiffpläne, Auswertungen von Überwachungsaufnahmen und so weiter. Besonders kreativ sind die Seiten, auf denen physisch etwas passiert (eine Schlacht, ein Spaziergang im Weltall ...), weil die Handlung immer als Bild dargestellt wird. Das klingt komisch, lässt sich auch schlecht erklären, ist aber absolut einmalig und lässt den Leser so auch die Szenen in der Geschichte erleben, die nicht durch irgendwelche Dokumente abgedeckt werden können.Meine Sorge war, dass mir die Charaktere durch diese sonderbare Erzählform fremd bleiben würden, aber das war gar nicht der Fall. Der Roman beginnt mit dem Debriefing von Ezra und Kady nach der Invasion von Kerenza. Schon auf diesen ersten Seiten wirken beide, besonders Kady, so real und sympathisch, dass ich das Gefühl hatte, ich befinde mich bei den beiden im Verhörraum. Durch die vielen Chats und Mails und besonders durch die ausgewerteten Videoaufnahmen sind mir beide schnell ans Herz gewachsen und Kady ist zu einer meiner Lieblingsprotagonistinnen in letzter Zeit geworden.Bei den Nebencharakteren muss man etwas aufpassen, dass man sie nicht verwechselt. Besonders durch das Springen zwischen den Schiffen kann das leicht passieren. Die Einleitung der Dokumente, also Datum, Uhrzeit sowie betreffende Personen, sollte immer aufmerksam gelesen werden. Da, wo dies aber absolut unerlässlich zum Verständis ist, weist der anonyme Zusammensteller der Akte in einem Vermerk darauf hin, sodass man nichts verpassen kann.Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Bis zum Ende ist nicht klar, wer die Akte eigentlich für wen zusammengestellt hat. Das war am Ende noch einmal eine ziemliche Überraschung und gibt der Geschichte eine ganz neue Wende. Teil 2 wird etwa 5 Minuten nach dem Ende von Illuminae an einem anderen Ort einsetzen, allerdings glaube ich, dass man hier nach Band 1 guten Gewissens aufhören könnte zu lesen. Aber ich wette, das wird niemand können, dazu ist die Erzählweise einfach zu innovativ und macht richtig Spaß.Die 599 Seiten sind schnell gelesen, weil es eben nicht vollständig bedruckte Seiten sind sondern immer wieder "Action"-Seiten eingefügt sind, die man nur visuell aufnimmt oder auf denen wenig steht. Ich konnte mich der Sogwirkung nicht entziehen und bin hin und weg von dem Stil des Buchs und auch von der spannenden Geschichte, die mich zwischendurch wirklich atemlos hat umblättern lassen. Die drei Hauptbedrohungen sind jede für sich schon furchtbar, zusammengenommen lassen sie kaum ein Fünkchen Hoffnung für die Flüchtenden und schon nach 50 Seiten eskaliert das Geschehen zum ersten aber bestimmt nicht zum letzten Mal. Etwa in der Mitte des Buchs war ich schon völlig mitgenommen und gleichzeitig irritiert, weil ich der Überzeugung war, die Autoren hätten bereits ihr gesamtes Pulver verschossen. Ich konnte mir nicht vorstellen, was noch folgen sollte. Doch auch hier wurde ich wieder eines Besseren belehrt. Spannung und Schwung steigt bis zum Ende stetig an.5 Sterne, Band 2 ist vorbestellt.
Wow, what a wild ride! This is one of the most confusing, best and definitely most creative books I’ve ever read. Seriously, what even did I read there? Illuminae is brilliant. Before I say something about the actual content, let’s talk about how that content is brought to the reader. It’s files, files that show people in conversation, files that show the inner – very weird – workings of an artifical intelligence, just… files. There are chats, there are pictures, there is basically everything that can be put into data, and it is beautifully arranged and I loved it. Reading sure doesn’t get boring that way. I loved every single bit, it was immense fun to read. Seriously, I cannot get over the design of the whole book, I want to cherish it and look at it forever.And let me tell you about the characters. Great, badass people, all of them. Especially Kady, our protagonist, whose home planet was attacked and she is now a refugee on the Hypatia, a research ship. And she’s a hella good hacker and she is brave, fighting down fear to save herself, her love and every single person that has made it away from the planet. This brilliant, brilliant, passionate girl. Even when everything seems lost, she does not give up. And she gets help from other brilliant computer people, from the boy she loves and who is a refugee on another ship, forced into the military. As well as Kady, he is brave and just such a nice and good person. Both of them have lost so much, their old lives, their family, basically anything but each other. And despite all of it, they are still good and loving, and sarcastic as hell. I just love both of them with all my heart.And the story! In the beginning we get thrown right in and because the whole book is written in files, you don’t know what is going own so it was quite confusing in the beginning. But the longer you read, the clearer it gets. And it is so, so thrilling. Seriously, it was so hard to tear my eyes away from the pages. There was space, fighting in space, zombies and love and crazy AIs. What I didn’t expect was the brutality of everything, the clear destruction. But while I was a bit shocked, it was so fitting for the whole setting and plot, which was very dark and quite disturbing and frightening.Illuminae was such a unique read and it had everything I wanted and so much more. I was completely overwhelmed and in love. The characters, the plot, the design – there was nothing I didn’t enjoy. Just give me more of it.