Ich war gespannt zu lesen, was die Tochter über ihre Erlebnisse berichten würde. Ihre Mutter Betty Mahmoody hat sehr detailliert ihre Erfahrungen in den USA, wo sie einen Muslim heiratete, und anschließend wie sie acht Jahre mit ihm und der gemeinsamen Tochter Mahtob in Iran gefangengehalten wurde. Betty hat die Zeit in Iran und auf der anschließenden Flucht sehr detailliert geschildert. Mahtob schrieb nicht viel über diese Zeiten, ergänzte aber hier und da mit ihreren eigenen Erfahrungen. Der Großteil des Buches befaßt sich mit dem Leben in Freiheit nach der Flucht und die Auswirkungen von der Zeit in Iran, zum Beispiel daß sie jahrelang Alpträume hatte. Sie war traumatisiert durch ihren jähzornigen und gewalttätigen Vater. Sie mußte erleben, wie er ihre Mutter heftig und immer wieder schlug, wie sie versuchte, dazwischenzukommen und vom Vater gewaltsam weggeschubst wurde, so daß sie unsanft gegen die Wand donnerte. Das wurde so schlimm, daß ihr Veter sie aus der gemeinsamen Wohnung holte und bei Verwandten unterbrachte, ohne überhaupt Kontakt zu ihrer Mutter. Betty derweilen wurde in der Wohnung physich eingeschlossen und hatte zwei Wochen lang mit niemandem Kontakt, außer daß ihre Mann Lebensmittel brachte. Es war nur das Erflehen der Verwandten, der ihn zur Vernunft brachte und sie zusammenbrachte.Mahtob lebte nach der Flucht in den USA, zuerst mit ihrer Mutter, später beim Studium allein. Aber sie lebte in panischer Angst, daß ihr Vater versuchen würde, sie aus den USA zu kidnappen und nach Iran zurückzuholen, entweder allein (aber seine Arbeitserlaubnis war bereits zur Zeit der Flucht abgelaufen, und er könnte selbst nicht legal in die USA einreisen) oder durch seine vielen Verwadten. Trotzdem studierte sie und erlernte einen Beruf. Ihre Mutter lehrte sie, ihren Vater nicht zu hassen, da er auch viele gute Eigenschaften hatte. Mahtob sagte, sie vergab ihm, wollte aber nichts mehtr mit ihm zu tun haben und blockte alle Versuche ab, Kontakt zu ihr herzustellen.Beim Lesen wird einem bewußt, wie menschenfeindlich der Islam ist; er ist die bei weitem intoleranteste Religion der Welt, wenn man überhaupt von einer Religion sprechen kann.