Die Zerstörung Hiroshimas markiert einen Wendepunkt in der Weltgeschichte. Der Name der Stadt ist zu einem Symbol für die Bedrohung der Menschheit durch sich selbst geworden. Florian Coulmas beschreibt die Vor- und Nachgeschichte des Abwurfs der Atombombe aus unterschiedlichen Blickwinkeln und beleuchtet die Hintergründe und Mythen der menschlichen Katastrophe. Dabei wird deutlich, warum die Geschichte von Hiroshima bis heute höchst einseitig erinnert wird.
Bewertungen & Erfahrungen
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5 Bewertungen
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Redaktion08.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine unglaublich wichtige und tief bewegende Lektüre über die Zerstörung Hiroshimas und markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Weltgeschichte. Es ist ein beeindruckendes und notwendiges Werk für jeden, der sich mit diesem tragischen Ereignis auseinandersetzt.
Redaktion08.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine unglaublich wichtige und bewegende Lektüre über die Zerstörung Hiroshimas und einen wichtigen Wendepunkt in der Weltgeschichte. Ich empfehle es jedem, der sich mit diesem historischen Ereignis auseinandersetzen möchte.
Obwohl mich die Bücher aus der Beck-Wissen-Reihe bisher ausnahmslos überzeugt haben, fällt mein Fazit zu diesem Band recht zwiespältig aus.Zwar erfährt man im Wesentlichen das Wichtigste zu den Atombombenabwürfen der USA auf Hiroshima und Nagasaki in sehr knapper Form, doch stimmt meiner Meinung nach das Verhältnis des Buches zwischen der Vorgeschichte und den Angriffen auf der einen Seite und der Erinnerungskultur und Vergangenheitsbewältigung und -bewertung auf der anderen Seite nicht wirklich. Die Untersuchung und Analyse der Gründe für den Einsatz der Atomwaffen und eine Kurzbeschreibung des Abwurfs und seiner Folgen nehmen nur etwas 20 Seiten der insgesamt 120 Seiten ein und das ist meiner Meinung nach deutlich zu wenig.Im ersten Kapitel wird schnell klar, dass der Einsatz militärisch nicht wirklich notwendig war, sondern viel mehr machtpolitischem und ökonomischem Kalkül geschuldet war. Die Schilderung des Einsatzes fällt wie bereits erwähnt sehr, sehr kurz und knapp aus. Die Sprengkraft der Bomben in Kilotonnen wird im ganzen Buch nicht genannt, die Namen der Bomben „Little Boy“ und „Fat Man“ erst auf Seite 104, dass „Little Boy“ eine Uranbombe war, erst auf Seite 114, dass „Fat Man“ eine Plutoniumbombe war, gar nicht und der Name des B-29 Bombers „Enola Gay“ wird erst zur Mitte des Buches erwähnt. Hier hätte sich eine kompaktere, umfangreichere und zusammenhängende Darstellung zu Beginn des Buches meiner Meinung nach besser angeboten.Auch die Analyse des moralischen, politischen, militärischen und ökonomischen Kalküls für den Einsatz hätte meiner Meinung nach etwas ausführlicher ausfallen können, auch wenn die wesentlichen Überlegungen in ihren Grundzügen dargestellt werden. Ebenso wäre eine konkrete und umfangreichere Darstellung der Zerstörungswirkung der Waffen mit ihren entsprechenden Wirkungsradien nötig und interessant gewesen, genauso wie Zahlen über die heutige Strahlenbelastung in den Abwurfgebieten.Interessant ist die Schilderung der unterschiedlichen Gedenk- und Erinnerungskultur in den USA und in Japan und wie sich fast völlig unterschiedliche Narrative zum gleichen Thema gebildet haben und wie Hiroshima als Legitimationsmittel für politische Entscheidungen auf beiden Seiten immer wieder instrumentalisiert wurde.Etwas mager fällt das Kapitel mit den Zeitzeugenberichten aus, weil hier verpasst wird, den Zeitzeugen durch längere Zitate wirklich zu Wort zu verhelfen. Zu lang und teilweise auch unnötig finde ich bespielsweise die ausführliche Beschreibung wie der Erinnerungspark in Hiroshima gestaltet und bebaut ist, weil man sich beim Lesen darunter nichts wirklich Konkretes vorstellen kann.Zu Recht verweist der Autor darauf, dass man die Schrecken und die Einzigartigkeit und Ausmaße der Zerstörungen in Hiroshima und Nagasaki nicht mit den Auswirkungen konventioneller Luftangriffe gleichsetzen darf, weil dies der historischen und menschlichen Bedeutung und Dimension der Zerstörung und Auswirkungen nicht gerecht wird (S. 86).Mit einiger Verwunderung musste ich dann aber feststellen, dass der Autor aber immer wieder den Begriff des „nuklearen Holocaust“ (S. 33, 87) verwendet. Wenn man sich gegen die Gleichsetzung konventioneller und nuklearer Luftangriffe ausspricht, kann man meiner Meinung nach aber nicht Hiroshima mit dem Mord an den europäischen Juden begrifflich gleichsetzen, weil der Holocaust in seiner Planung, Durchführung und Dimension ebenso von historischer Einmaligkeit war. Auch wenn speziell der Abwurf über Nagasaki wohl eher ein Kriegsverbrechen als militärische Notwendigkeit war, verbietet sich meines Erachtes eine begriffliche Gleichsetzung mit dem Holocaust.Lesenswert und interessant finde ich das abschließende Kapitel mit einer Analyse der aktuellen Nuklearwaffenproblematik weltweit. Hier vergisst es der Autor aber, auch ausdrücklich Indien und Pakistan in Bezug auf Eskalationsgefahr und die Notwendigkeit nuklearer Abrüstung anzusprechen.Obwohl das Buch viel durchaus Interessantes und Lesenswertes enthält, hat es meines Erachtens auch diverse Schwachstellen und berechtigte Kritikpunkt, die mich zu einem zwiespältigen Gesamtfazit von 3 Sternen veranlassen.
Ich habe vermißt mehr über die Vorgeschichte zum Einsatz der Atombombe zu lesen. Vielleicht sind die Daten, warum Hiroshima, wann Hiroshima, Atombombe ja oder nein , der Öffentlichkeit auch nicht bekannt und lagern noch geheim. Auch der vermutliche Zusammenhang mit der gerade eroberten Insel Okinawa , wäre interessant gewesen herauszuarbeiten. So widmet sich der Autor auch mehr der Nachgeschichte des Einsatzes der Atombombe in Literatur, Schulbüchern und im Wahrnehmen diese epochalen Tragödie von Amerikanern und Japanern. Die Gedenkstätten in Hiroshima werden ausführlich beschrieben. Wer kann, sollte diese aber selbst sehen!
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.