Der Morgen der Welt: Geschichte der Renaissance (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung)
Geometrie EAN 9783406698767

Der Morgen der Welt: Geschichte der Renaissance (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung)

Hersteller: Beck C. H.  ·  MPN: 1164825
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Produktbeschreibung

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Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 07.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet einen spannenden Überblick über die Renaissance, ist aber in einigen Teilen etwas zu sehr auf die europäische Perspektive fokussiert. Trotzdem ist es ein informatives Werk für alle, die sich mit diesem historischen Zeitraum beschäftigen möchten.
Redaktion 07.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Klasse!
G. Gensbygel 14.05.2023 amazon.de
Ein gelehrtes Buch mit unendlich viel Information. Leider ist es in einem teilweise sehr schlechten Deutsch geschrieben - Schachtelsätze nit verwirrenden Bindestrichen. Um es mit Tucholsky zu sagen: man benötigt zehn Hände, um diese Sätze zu lesen und den Sinn zu finden. Dennoch hätte ich fünf Sterne gegeben, wenn nicht der Verlag so schlampig gearbeitet hätte. Die Unterschriften für die Abbildungen sind viel zu klein und die Abbildungen selbst sind auch zu klein: Einzelheiten sind nicht zu sehen. Ausserdem wird nirgends die Seitenzahl angegebn, wenn auf eine Abbildung verwiesen wird - in einem Buch von über 1300 Seiten ist das eine Zumutung. Schade, es hat meine Freude an einem exzellenten Buch sehr getrübt.
Manuel Popp 14.05.2023 amazon.de
Zwar werden im Anhang Quellen aufgezählt, allerdings scheint mir ein großer Teil einfach "dahingeschrieben". Zwar wohl von einem Kenner der Materie, jedoch möchte ich mich im 21. Jh. nicht auf "Expertenmeinungen" verlassen, sondern gerne selbst den Dingen auf den Grund gehen und darum auch zu Aussagen Verweise auf (zumindest über Universitätsbibliotheken) zugängliche Quellen finden. Pro Seite findet man vielleicht 4 Verweise und z.B. Übersetzungen wörtlicher Zitate können nur schwer überprüft werden. Viele Quellen sind "graue Literatur" und nicht ohne Weiteres zugänglich. Im Text verweisen hochgestellte Zahlen auf Anmerkunden und Quellen, während im Quellenverzeichnis dann die Werke nach Authorennamen gelistet sind. Die Referenzen findet man erst über den Umweg Nummer -> Anmerkungen -> dann weiter in die Literaturliste. Dort findet man, wie gesagt, häufig Verweise auf Bücher, anstatt auf Veröffentlichungen in Journals.An sich ist es ein umfassendes Werk und, da es sich nicht um mein Fachgebiet handelt, kann ich trotz der Situation um die Belege der Äußerungen noch 4 Sterne vergeben. Es wäre dennoch wünschenswert (da es sich schließlich wohl weniger um Unterhaltungsliteratur handelt, und das Buch vermutlich an ein Publikum gerichtet ist, das tiefer in die Materie einzusteigen gewillt ist) mehr Verweise auf Veröffentlichungen zu finden, aus denen die Informationen stammen, und die überprüft werden können.
RicsReview 14.05.2023 amazon.de
Geschafft! Hat einige Monate gedauert dieses überbordende Werk zu lesen. Es ist ein dicker Wälzer mit eng beschrieben über weit mehr als tausend Seiten – dazu wenig Zeilenabstand, meist nur ein Absatz, höchstens mal zwei pro Seite. Eine kulturhistorische Geschichtsschreibung, die sich von strenger akademischer Wissenschaftlichkeit zwar abhebt, aber auch nicht immer ganz so einfach zu lesen ist, denn umständlich formulierte lange Sätze erwarten einen.Diese umfangreiche Werk beschreibt das lateinische Europa der Renaissance mit seiner Kultur und letztlich dessen bestimmender Entwicklung vor globalem Hintergrund. Dazu lernt man die Renaissance als Wiege des Humanismus und Wegbereiterin der Aufklärung kennen.Wie umfangreich dieses Opus magnus an Geschichtsschreibung ist, lässt sich bereits im Inhaltsverzeichnis ersehen: Das wuchtige Buch (2. Auflage, 2020) umfasst 1183 Seiten plus ausführlichen Anhang mit 123 Seiten (Anmerkungen, Literatur, Bildnachweis und Personenverzeichnis), also insgesamt 1306 Seiten. Es ist in vier Teile (eher vier Bücher im Buch) mit diversen umfangreicheren Überkapiteln, Themen übergreifenden Hauptkapiteln sowie speziellen Unterkapiteln gegliedert.Man sollte sich mit dem Lesen dieses Buchs gedulden, denn diese sehr detaillierte Geschichtserzählung braucht zunächst einen windungsreichen Anlauf von der Antike durch die Jahrhunderte bis zur Renaissance. Diese beginnt das Buch in ersten Andeutungen schließlich ab Kapitel 14 (Seite 277) zu beschreiben.Trotz aller lobenswerten Mühe, die das Verfassen eines solchen immensen Geschichtswerk verlangt, ist auch einiges aus dem Lot geraten: Das betrifft nicht nur die verschachtelten „Bandwurmsätze“, die man zuweilen zweimal lesen muss bis man sie versteht. Zudem bedürften so manche lateinischen oder griechischen wie sonstigen Fremdwörter oder Aussagen einer angemessenen deutschen Entsprechung – Beispiel: „Eine Erkenntnis des Absoluten lässt sich nicht über Syllogismen gewinnen."Mit dem Fremdwortschatz geht es munter weiter wie Duodezhof, Empyreum, Fanal, Harpyie, Hesychasten, Inkunabel, Inkommensurabilität, Lasuren, Moxibustion, Offizinen, Panegyriken, Quiddität, Sinekure, Vulgata u.v.a mehr. Da ist Nachschlagen online angesagt, was den Lesefluss unnötig unterbricht. Entsprechende Fussnoten mit einem deutschen Wort und kurzer Erläuterung wären da angebracht gewesen. Das und der sparsame Gebrauch von Absätzen sowie die dichte Satzweise sind nicht besonders leserfreundlich und wirken schnell ermüdend, so dass man nicht lange den ansonsten interessanten Ausführungen folgt. Aber nun ja, hier schreibt ein Kulturhistoriker scheinbar für die eigene Zunft statt für eine breitere Leserschaft.Aber die Mühe und Geduld, dieses gewaltige Kulturwerk zu lesen, lohnt sich. Es vermittelt ohne Chauvinismus die kulturellen Errungenschaften des lateinischen Europas. Und gleichzeitig wichtig: Es wird erläutert, warum ostasiatische, arabische, byzantinische und jüdische Kultur erstarrten. Diese Kulturen waren zwar zunächst auf bestimmten Wissensgebieten fortschrittlicher und besser entwickelt als jene des frühen Lateineuropas. Es konnte aber dann dennoch einen Vorsprung auf vielen Gebieten gewinnen.Die Renaissance war auch eine wegweisende Revolution zwischen Mittelalter und Neuzeit. Und dieses ausschweifend geschriebene Buch entpuppt sich als ziemlich opulenter Erklärungsversuch – und das zu Politik und Reichs-/Staatenbildung, Philosophie und Wissenschaft, Poesie und Lyrik sowie Kunst und Kultur des lateinischen Europas.Dieses kulturhistorische Werk stellt eine breit gefächerte Geschichtsschreibung mit unzähligen Einzelthemen dar: Man liest von vielen Personen dieser Zeit, die mit grandiosen Leistungen aber auch widerlichen Untaten von sich Reden machten. Das Buch erzählt demnach nicht nur vom Glanz der Renaissance, sondern kritisiert auch deren düsteren Zustände.Jedenfalls erhält der Leser ein enorm kulturhistorisches Wissen, erfährt die Zusammenhänge und weitaus mehr als er gedacht hätte. Besonders sei hier der letzte Teil IV mit seinen Themen empfohlen. Er erläutert die Errungenschaften Europas, zu denen andere Kulturen des Planeten aus plausibel beschriebenen Gründen nicht fähig waren oder kein Interesse hatten – und damit ihre Weiterentwicklung bis in die Neuzeit hemmten.Der Epilog am Ende dieser umfangreichen Geschichtsschreibung darf denn auch lobend dieses Werk schließen. Vor allem den Satz am Ende des Epilogs habe ich mir (neben einigen anderen Statements) besonders gemerkt, nämlich: „…, dass sich die arroganteste aller Zivilisationen zugleich am radikalsten der Selbstkritik hingebe. Darin liegt vielleicht die größte Stärke des «Westens», bis heute". Dem kann man eigentlich zustimmen.
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