Der Urknall: Anfang und Zukunft des Universums (C.H.BECK Wissen)
Luft- & Raumfahrttechnik EAN 9783406726743

Der Urknall: Anfang und Zukunft des Universums (C.H.BECK Wissen)

Hersteller: Beck C. H.  ·  MPN: 1199282
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Beck C. H.
EAN
9783406726743
Hersteller-Artikelnr.
1199282
Kategorie
Luft- & Raumfahrttechnik
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Produktbeschreibung

Irgendwann und irgendwo, als Raum und Zeit noch in einem undefinierbaren Nichts gefangen waren, entstand in einer gewaltigen Explosion, dem Big Bang, innerhalb einer billionstel Sekunde hochintensive Strahlung. Die Strukturen, die sich daraus entwickelten, zeigen sich uns heute als Gas- und Staubwolken, als Galaxien und Galaxienhaufen. Kompakt, sachkundig und auf dem neuesten Stand der Forschung erläutert der Band die Urknall-Theorie der Entstehung des Universums und gibt Einblick in die noch offenen Fragen.

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Manfred Röttle 03.07.2023 amazon.de
Ein umfassender, klasse Überblick, der durch Kompaktheit in Darstellung und Sprache in eine Tiefe zu gehen vermag, die auch Fachleute zufrieden stellen dürfte. Vorkenntnisse vorausgesetzt laden unzählige Stellen dazu ein, gezielt ausführlichere Literatur heranzuziehen. Ganz ohne solche Vorkenntnisse hat man sicher deutlich weniger davon.
Dieter Gogolin 03.07.2023 amazon.de
Kann ich nur empfehlen.
H. A. Treesong 03.07.2023 amazon.de
Ausweislich der Selbstbeschreibung sowie der Pressestimmen zielt die Reihe C.H.Beck Wissen darauf ab, auf knappem Raum Informationen zu vermitteln und diese - so der Verlag - "auch für Laien verständlich dar[zu]stellen". Dass hierbei notwendigerweise Auslassungen und Abstriche zu machen sind, sollte sich von selbst erklären. Es wird niemand ernstlich erwarten dürfen, auf 130 Seiten den Investiturstreit, die Wirtschaftsgeschichte der Antike, das Völkerrecht, die Sprachphilosophie oder eben den Urknall umfassend aufbereitet zu sehen. Insofern erweist sich das Geschick des Autors (in diesem Fall: der Autoren) wesentlich darin, das für den unbeleckten Leser Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen, den Blick mithin auf zentrale Bestandteile zu verengen und didaktisch ansprechend aufzubereiten. Wiewohl dieser prestigeträchtigen Reihe nämliches Unterfangen bewundernswert oft gelingt, so muss herausgestellt werden: es ist hier gründlich mißraten.Der Band ist mit einem generalisierenden Untertitel ausgestattet ("Anfang und Zukunft des Universums") und führt den Leser zunächst gleitend in die Thematik ein (jedoch streckenweise auch hier verstörend, s.u.), indem er einen Überblick der historischen Erkenntnisse über Entstehung und Ausdehnung des Universums verschafft. Im Anschluss daran scheint es allerdings so, als ob die Verfasser sich darauf verlegt hätten, auf möglichst wenig Platz möglichst viele Informationen auszuschütten, ungeachtet dessen, ob es für die eingangs erwähnte, eher fundamentale Beobachtung von Bedeutung ist oder ob es ungeschulte Leser heillos überfordern wird. Sämtliche Zettelkästen und Wissensbrosamen werden entleert, und wenn darüber das Gesamtkonzept oder die Verständlichkeit zugrundegeht.Dazu einige Beispiele: Gut eine Seite widmet sich der (sub-)atomaren Struktur von kosmischer Materie. Ohne zuvor zu erklären, was Weiße Zwergsterne oder Neutronensterne sind, wird lakonisch angemerkt, dass hierzu Kenntnisse der atomistischen Struktur unerlässlich seien. Und so werden stakkatoartig Leptonen, Quarks, Neutronen, Feldquanten, Gluonen, W- und Z-Bosonen aufgelistet und je mit einer Handvoll von Worten erläutert, um damit zu schließen, dass Quarks, Leptonen und Feldquanten ihre Masse wohl durch skalare Higgs-Felder beziehen. Die Fußnote verweist noch zu weiterführender Literatur zu diesem Thema.In direkter Folge findet sich eine ebenso spärliche Aufzählung von Fakten zur Antimaterie. Dort wird auf Baryonen, C- und CP-Symmetrie, das thermische Gleichgewicht, die spezifische Entropie S des Kosmos und das Photonen-Nukleonen-Verhältnis eingegangen. Die Fußnote in diesem Block vermerkt hilfreich, was es mit "Ausfrieren" auf sich hat, damit der Leser sich nicht gänzlich alleingelassen fühlt eingedenk der paarweisen Annihilation der Baryonen und Antibaryonen. Er weiß zwar noch immer nicht recht, wo sich dieses Mosaikstück einfügen lässt im großen Gesamtbild, doch er nimmt jede Hilfe, derer er habhaft werden kann.Nachdem er also diese Grundlagen bestens verinnerlicht hat, geht es gleich mit der Häufigkeitsverteilung der chemischen Elemente weiter. Es wird beleuchtet, dass schwere Elemente abhängig "von der damaligen Expansionsrate, dem Zahlenverhältnis der Photonen Nph zu den Baryonen Nb und von der Halbwertszeit des freien Neutrons" sich bildeten. Der Kasten darunter wird minimal ausführlicher hinsichtlich des Umstandes, welche drei Synthesemöglichkeiten von Elementen vorliegen. Die Dichte leichter Elemente in Bezug auf primordiale Nukleosynthesebedingungen wird auch einmal expliziert, für alle Fälle.Und so geht es in einem fort. Das Verhältnis von mittlerer Dichte zu kritischer Dichte (Omega-Parameter) wird ausgeführt und mit Zahlen quantifiziert, was ein paar Seiten später zum Tragen kommt, wenn die Geometrie des gekrümmten kosmischen Raumes erörtert wird. Allzulange verweilen mag man allerdings nicht, denn Raumzeit, Inflation, Planck-Dimensionen, Quark-Synthese, Leptonenära und Stringkosmologie wollen auch noch abgehandelt werden, und allzuviel Raum steht nicht zur Verfügung, es muss also ökonomisch vorgegangen werden.Nun ahnt man schon, dass alle diese Themen ihre Berechtigung haben. Dass für ein tiefes, reales Verständnis all diese und sicherlich noch etliche andere Facetten von integraler Bedeutung sind. Doch es stellt sich die Gretchenfrage: für wen wurde dieses Büchlein geschrieben? Wohl kaum für den interessierten Laien. Der ist nach wenigen Seiten kraftlos überfordert und fragt sich, warum man alle diese Dinge wissen musste, wenn sie doch gar nicht oder allenfalls randständig wieder im Buch auftauchen. Weder wird er den Anspruch gehegt haben, zu erfahren, was es mit dem Dichteparameter leuchtender Materie auf sich hat, noch kommt er damit der Frage um "Anfang und Zukunft des Universums" auch nur einen Schritt näher.Dass sich zugeschnittene Fragen (allgemeiner wie speziellerer Natur) auch in einer für den Enthusiasten zugänglichen Art und Weise vermitteln lassen, zeigen beispielsweise Artikel aus dem Spektrum der Wissenschaft. Auch dort wird das grundlegende Vokabular dargereicht, auch dort wird nicht so grob vereinfacht, dass von der Angelegenheit nichts mehr übrig bleibt. Doch versteht man es dort, mit einer adäquaten Mischung von (rein deskriptiver) Information und Sinnzusammenhänge bildender Erklärung auch Verständnis hervorzubringen, das im vorliegenden Werk annähernd vollständig ausbleibt.Zu guter (?) Letzt sei noch auf die einordnenden Stellen eingegangen. Dort zeigt sich ein teils befremdliches Verständnis von Wissenschaftsgeschichte. Auf S. 18 heißt es etwa, dass Keplers Erstlingswerk "keinen dauernden Beitrag zum Fortschritt der Wissenschaft brachte" - auf der nächsten Seite hingegen wird die Bedeutung der Erkenntnis elliptischer Ausprägungen der Planetenbahnen angemerkt. Warum also dieser sonderbar spezifische Vermerk auf Keplers Erstlingswerk, wo ihm doch das Verdienst des Beschreibens ebendieser buchstäblich revolutionären Planetenbewegungen zukam? Hoffnungslos antiquiert muss heute die Aussage von dem finsteren Früh- und Hochmittelalter (S. 17) anmuten, auch die kategorische Verdammung der Kirche in wissenschaftlichen Belangen lässt sich nicht halten (so wissen wir heute, dass die Ablehnung des heliozentrischen Modells eben auch mit Unstimmigkeiten bei den Berechnungen einherging (u.a. wegen der von Kopernikus postulierten Kreisbewegungen), weswegen man zunächst Tycho Brahes geoheliozentrischem Modell den Vorzug gab). Die Ansichten der Vorsokratiker werden derart knapp dargestellt, dass man zumindest von missverständlichen Formulierungen reden muss, wenn nicht sogar von verzerrenden solchen usw. usf.Alle diese Dinge wären nicht passiert, hätte ein kritisches Lektorat unverzagt zugunsten des Lesers eingegriffen. Dass Blome und Zaun das nötige Wissen und das rhetorische Talent gehabt hätten, eine gediegene Einführung in dieses faszinierende Thema zu geben, da ist sich der Rezensent sicher. Leider haben sie ihre Prioritäten völlig verkehrt gesetzt und ein Buch geschrieben, das niemanden zufriedenstellen kann: sowohl völlige Laien als auch leidlich belesene Hobbyisten werden mit erheblich mehr Fragen als Antworten entlassen, größere Zusammenhänge werden - wie vereinfacht auch immer - nicht im Ansatz klar und ein Interesse, gar eine Leidenschaft wird erst recht nicht in der Kaskade von Fakten vermittelt. Aufgrund der schieren Menge an Information seien noch zwei Sterne vergeben, eine Empfehlung kann leider überhaupt nicht ausgesprochen werden.
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