Theodor Fontane: Der Romancier Preußens

Theodor Fontane: Der Romancier Preußens

Hersteller: Beck C. H.  ·  MPN: 1192564
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Beck C. H.
EAN
9783406734373
Hersteller-Artikelnr.
1192564
Kategorie
Gattungsgeschichte & Literaturkritik
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Produktbeschreibung

"Von unseren großen Schriftstellern ist Fontane der unterhaltsamste und von unseren unterhaltsamsten der intelligenteste." Marcel Reich-Ranicki Er war auf dem besten Weg, ein verkrachter Apotheker zu werden - wie sein Vater. Immerhin feierte der junge Mann als Balladendichter erste Erfolge. Auch in der Politik hat der preußische Hugenotte sein Glück versucht: im März 1848 auf den Barrikaden, 14 Jahre später dann für König und Vaterland auf der Liste der Konservativen. Diese Spur hat der vom Bewunderer zum erbitterten Gegner Bismarcks reifende Autor später zu verwischen versucht. Hans Die

Bewertungen & Erfahrungen

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Redaktion 05.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Werk ist eine wunderbare und unterhaltsame Einführung in die Gattungsgeschichte und Literaturkritik, und die zitierte Aussage von Marcel Reich-Ranicki unterstreicht die hohe Qualität des Inhalts. Ich empfehle dieses Buch jedem Literaturinteressierten.
Redaktion 05.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Intellektuell!
Fuchs Werner T. Dr 13.05.2023 amazon.de
Briefe, Notiz- und Tagebücher, journalistische Arbeiten, autobiographische Schriften und ein erzählerisches Werk, das in der Großen Brandenburger Ausgabe 20 Bände umfasst – wer das Leben von Theodor Fontane in Worte fassen will, muss viel lesen und verarbeiten. Zumal ja auf weitere Quellen eingegangen werden muss. Der Literaturwissenschaftler Hans Dieter Zimmermann gehört zu den Wagemutigen, die sich dieser Herkulesaufgabe stellten. Umso erstaunlicher, dass er auf ein Vorwort verzichtete und gleich mit der Tür ins Haus fällt. Genauer gesagt mit einer Beschreibung der Gegend, in der das Elternhaus von Fontane stand.Dieses Konzept birgt allerdings die Gefahr, dass der Leser im Dunkeln gelassen wird, welche Kriterien den Biographen bei seiner Arbeit leiteten, was sein Buch von denen anderer Autoren unterscheidet und warum man so viele Geschichtsstunden über sich ergehen lassen muss. Da diese Fragen auch das Nachwort nicht beantworten konnte, blieb ich nach gut 400 Seiten etwas ratlos zurück. Zumal Zimmermann schreibt, er wolle einfach den Schriftsteller Fontane ein wenig verständlicher machen.Für meinen Geschmack hat sich Hans Dieter Zimmermann allzu sehr in Details verbissen, die wenig bis nichts zum Verständnis von Fontanes Werk beitragen. So beschreibt er zum Beispiel auf Seite 225 minuziös ein kriegerisches Angriffsschema, um vielleicht zu belegen, dass Fontane oft von außen wie eine Kamera auf das Geschehen schaut. Aber was Zeitgenossen Fontanes interessierte, weckt bei heutigen Leser oft Erinnerungen an langweilige Geschichtsstunden oder Pflichtprotokolle.„Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.“ Was Max Frisch in „Mein Name sei Gantenbein“ sagt, ist inzwischen zum unreflektierten Gemeinplatz geworden. Aber wenn es schon keine Wahrheit gibt, wieso sollte ein Biograph seine Leser nicht auch mit Spekulationen fesseln. Jedenfalls hätte mich die Meinung von Hans Dieter Zimmermann interessier, weshalb der erste deutsche Literaturnobelpreisträger Paul Heyse nach seinem phänomenalen Aufstieg wieder in der Versenkung verschwunden ist. Denn immerhin glaubte Fontane, nach dem Goetheschen folge das Heysesche Zeitalter.Zimmermann schreibt bei der Besprechung von „L’Aldultera“, dem ersten Gesellschaftsroman Fontanes: „Es gibt eben begabte Autoren, wie es begabte Mathematiker gibt. Warum gerade der oder die begabt ist, lässt sich schwerlich erklären. Ungewöhnlich ist allerdings der lange Weg, den Fontane bis zu seiner Reife nahm, und die außerordentliche Fruchtbarkeit in seinen letzten 20 Jahren.“ Ja, es schwierig bis unmöglich, Begabungen zu erklären. Aber ich gehöre nun mal zu den Lesern, die Biographien verschlingen, um auch mögliche Antworten auf solche Fragen zu erhalten.Ohne schlechtes Gewissen gestehe ich, dass ich außer den bekannten Balladen nur „Effi Briest“ gelesen habe. Und weil dieses Werk zu meinem Lieblingsbüchern gehört, habe ich auch viele Verfilmungen gesehen. Dass Hans Dieter Zimmermann den beiden Romanen „Unwiederbringlich“ und „Effi Briest“ lediglich 13 Seiten widmet, hat mich dann doch überrascht.Mein Fazit: Leser, die an der historischen und gesellschaftlichen Einbettung von Fontanes Leben interessiert sind, mögen dieser Biographie auch fünf Sterne gutschreiben. Ich hingegen musste mich schon für deren vier durchringen. Denn Hans Dieter Zimmermann verliert sich in Detailbeschreibungen, die oft keinen direkten Bezug zum Leben und Werk von Theodor Fontane haben. Vielleicht hätten dies auch Abbildungen schaffen können, wie dies bei meiner uralten rororo-Bildmonographie von Helmuth Nürnberger der Fall ist. Aber das spärliche Bildmaterial in diesem Buch wirkt oft isoliert.
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