Tore, Titel, tolle Spiele - Geschäft, Rassismus, Depression. Beide Ebenen gehören zur Welt des modernen Fußballs. Mit seiner sportlichen Intensität begeistert er die Fans rund um den Globus, doch wer Fußball auf höchstem Niveau spielen will, von dem verlangt er äußersten Einsatz und Disziplin. Wer diesen Weg wählt, wird sich den Herausforderungen in Leistungszentren und den harten Realitäten des Profidaseins stellen müssen. Philipp Lahm gehörte zu den Besten dieses Sports und hat wie kaum ein Zweiter dessen Sonnen- und Nachtseiten kennengelernt. Nun legt er klar und umfassend, spannend und kom petent seine Sicht auf DAS SPIEL dar. Mit Philipp Lahm stellt ein ebenso überragender wie integrer Sportler seine Sichtweise auf DAS SPIEL vor. Er bietet eine auf reicher eigener Erfahrung beruhende Gesamtdarstellung der zentralen Themen des Fußballs. Athletik, Ballbeherrschung, Ernährung, Spielintelligenz, Schiedsrichterentscheidungen und viele weitere Aspekte bringt er zur Sprache; aber der Weltmeister und Champions-League- Sieger beginnt sein Buch mit der Nachwuchsarbeit, die ihm ganz besonders wichtig ist. So fragt er, wann und wie man Kinder an diesen Sport heranführen sollte, worauf es in Leistungszentren und im Beraterkreis ankommt, welche Persönlichkeitsmerkmale für einen jungen Sportler unverzichtbar sind, wenn er wahre Exzellenz anstrebt, und wie sich schließlich der Übergang zum Profidasein vollzieht. Doch wie sehen dann die Realitäten des Profitums aus, und was erwartet einen Spieler, wenn Verletzung und Auswechselbank seinen Alltag bestimmen? Besonders wichtig für jeden Athleten ist die Trainingsarbeit. Wodurch aber zeichnen sich erfolgreiche Trainer wie etwa Pep Guardiola oder Jürgen Klopp aus, und welche Spielideen wirkten in den letzten Jahrzehnten prägend? Wie verlaufen Machtkämpfe? Ein Höhepunkt auf dem Werdegang einiger Sportler ist schließlich die Berufung in die Nationalmannschaft, der ebenfalls ein Kapitel gewidmet ist; aber auf den Endpunkt der Karriere sollte sich jeder Aktive professionell vorbereiten.
Bewertungen & Erfahrungen
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5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion15.06.2026
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Das Buch bietet eine interessante und tiefgründige Auseinandersetzung mit den Themen, die in der modernen Fußballwelt relevant sind, allerdings ist die Darstellung manchmal etwas zu sehr auf die sportliche Intensität fokussiert. Dennoch ist es ein wertvolles Nachschlagewerk für Interessierte.
Redaktion15.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein faszinierendes und sehr aufschlussreiches Werk, das die komplexen Zusammenhänge von Fußball, Geschäft, Rassismus und Depression auf eine spannende Weise beleuchtet. Ich habe es sehr empfohlen und bin begeistert von der Tiefe der Analyse.
Nach seinem Erstling („Der feine Unterschied“) gelingt Philipp mit seinem aktuellen Buch eine profunde, mit vielen Daten und Fakten gut belegte, Darstellung und Analyse des modernen Fußballs als Sport und Business. Dabei zeichnet der ehemalige Weltspitzenfußballer exemplarisch alle Stationen einer Profi-Fußballer-Karriere vom „Anstoß“ (Kapitel 5) bis zum „Abpfiff“ (Kapitel 25) nach und erläutert anhand vieler Beispiele und persönlicher Erlebnisse die heutigen Strukturen und Abläufe im europäischen Spitzen-Fußball.Dabei spart Philipp Lahm auch kontroverse und brisante Themen nicht aus: Spielergehälter, ehrenamtliches Engagement, die Topmarken im digital vermarkteten Weltfußball und ihre Interessen in Entwicklungsländern, Depression, Homophobie, Korruption, Rassismus und Gewalt im Stadion und bezieht hierzu klar Position. Dies tut er in einer angenehm gradlinigen Weise, wenn er z.B. an den Selbstmord von Robert Enke erinnert („die größte Katastrophe in meinem sportlichen Umfeld“) und gleichzeitig einräumt: "Sich als seelisch krank zu outen, würde ich keinem raten, der nicht beim nächsten Einsatz im Stadion fertiggemacht werden will." Auch zum vieldiskutieren Coming-out homosexueller Spieler in der Bundesliga formuliert Lahm klar: „Aber gegenwärtig schienen mir die Chancen gering, so einen Versuch in der Bundesliga mit Erfolg zu wagen und nur halbwegs unbeschadet davonzukommen.“ Dass diese vorsichtige Zwischenbewertung das Ergebnis eines intensiven Abwägens von Pro und Contra auf zwei Buchseiten ist, ist in der ersten Reaktion auf das Buch leider komplett untergegangen. Stattdessen wurde Lahm, der bereits vor 13 Jahren dem Schwulenmagazin FRONT ein Interview gab, um gegen die Diskriminierung von Homosexuellen ein Zeichen zu setzen, fälschlicherweise unterstellt, er untergrabe den notwendigen Veränderungsprozess.Spannend ist der Vergleich, den der Unternehmer Lahm zieht, wenn er Europa als das „Silicon Valley des Fußballs“ beschreibt, in dem die Spitzenvereine auch in wirtschaftlicher Hinsicht vergleichbar gut wie die digitalen Plattformen ihrer Pendants in Kalifornien funktionieren: „Ihre weltweite Verbreitung nimmt zu, und sie sind inzwischen so etwas wie Weltmarktführer im Fußball. Weltweite Erreichbarkeit, weltweit interessanteste Wettbewerbe, weltweit größte wirtschaftliche Erfolge führen auch zur weltweit größten Attraktivität des europäischen Spielermarkts und damit letztlich auch zur höchsten Qualität des Fußballs."Als verantwortlicher Geschäftsführer der Euro 2024 zeichnet Lahm eine klare Vision für das kommende Sportereignis: „Dasselbe Regelwerk, das die gleichen Chancen sichert, ist eine Zukunftsvision, die der Fußball nahelegt – ein Modell, das die Integration zwischen den Menschen verschiedener Nationalitäten, aber auch innerhalb einer Nation ermöglicht und fördert, wenn wir sie ernst nehmen und glaubwürdig und solidarisch mit ihnen leben: gleichgültig, welche Voraussetzungen jemand mitbringt – wirtschaftlich, körperlich, weltanschaulich!“ Dass Lahm jedoch kein naiver Träumer ist wird wenige Seiten später deutlich, wenn er massiv den „globalen digitalen Raubtierkapitalismus“ kritisiert, der dazu führt, dass Plattformen wie Google, Microsoft, Amazon und Facebook „den europäischen Gedanken unterhöhlen und nach und nach durch ihre globalen Marktinteressen ersetzen. Den Rechtsraum Fußball werden sie nach ihren wirtschaftlichen Interessen ausgestalten – einfach weil sie die wirtschaftliche Macht dazu haben. Dabei wird der Sport selbst und alles, was Ihnen und mir daran sonst noch wichtig ist, an Bedeutung verlieren."Besonders lesenswert ist Lahms kritische Reflexion zur richtigen Exit-Strategie, über die sich die Mehrheit der aktiven Spieler laut einer Studie keine Gedanken macht. Lahm selber hat sich neben seinem sozialen Engagement auf Basis einer eigenen Stiftung für eine Karriere als Unternehmen rund um die Themen Ernährung und Gesundheit entschiedenen und dazu bereits die Traditionsmarken Schneekoppe und Sixtus erworben.Aktiv Verantwortung übernehmen, Menschen zu lebendigen Gemeinschaften zusammenbringen, einem klaren Wertekompass (Fairness, Regeltreue, Achtung vor meinen Mitmenschen) konsequent folgen und auch in kritischen Stellung beziehen. Diese Charaktereigenschaften haben Philipp Lahm bereits als Kapitän der Weltmeister-Mannschaft von 2014 ausgezeichnet und sind auch in seinem neuen Lebensabschnitt als Fußball-Manager, Unternehmer und sozialer Stifter die Leitsterne seines Denkens und Handelns. Insofern ist „Das Spiel“ weit über die Welt des Fußballs hinaus eine inspirierende Parabel auf einen Menschen, der sich trotz aller sportlichen und wirtschaftlichen Erfolge „in erster Linie als Bürger einer Gesellschaft“ sieht und diese Verantwortung bewusst wahrnimmt.
Insgesamt eine eher langweilige Lektüre, wobei ich mir insgesamt mehr Insiderneuigkeiten erwartet hätte. Aber hier ist Philipp Lahm zu sehr der Gentleman, der niemandem zu nahe treten will. So erfahren langjährige Fussballbegeisterte wenig Neues. Träge beginnt das Buch mit der Darlegung des Jugendfussballs. Dass Fussball sozial bindend ist, das muss nicht unbedingt zigmal erwähmt werden. Insgesamt kommt das so rüber, als wenn Kinder dies nur in einem Fussballverein erreichen könnten, daneben gibst es ja noch andere Möglichkeiten (andere Vereine, Schulen, Pfadfinder, ….). Wenn zudem Disziplin nur über Fussball erlernt werden kann sieht es schlecht aus mit dem Umfeld derjenigen Personen.Philipp Lahm rechtefertigt ebenfalls die hohen Gehälter der Spitzenfussballer, beding durch das harte Training, sowie die begrenzte Zeit die dem Spieler zur Verfügung steht. Er sieht das Fussballspiel immer noch als Siel, wo die Menschlichkeit im Vordergrund stehen sollte, wo beispielsweise der Schiedsrichter als Mensch respektiert werden sollte undnicht unbedingt durch Technik hinterfragt werden. Ausblicke bekommt man in die weitere Zukunft, wo eine Clubmeisterschaft der Grossen (Bayern, ManU, Liverpool, Real Madrid,usw) immer wahrscheinlicher wird. Die Schere zwischen gross und klein wird dadurch immer weiter auseinandergehen.Mich hat die Biographie über Gerd Müller, welche ebenfalls im Beckverlag erschienen ist, begeistert. Dadurch wurde ich motiviert zu diesem Buch zu greifen, welches mich aber letztlich eher enttäuscht hat.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.