Baudolino: Roman

Baudolino: Roman

Hersteller: Dtv Verlagsgesellschaft  ·  MPN: 454659
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
dtv Verlagsgesellschaft
EAN
9783423131384
Hersteller-Artikelnr.
454659
Kategorie
Belletristik - Action & Abenteuer
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Produktbeschreibung

Der mit allen Wassern der Fabulierkunst gewaschene Schelm Baudolino erzählt uns seine Lebensgeschichte. Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches - erobert, geplündert und in Brand gesetzt von den Rittern des Vierten Kreuzzuges. Einer von ihnen ist ein gewisser Baudolino aus dem Piemont. Den Kopf voller Flausen, Phantasien und Lügen, führt er uns durch ein historisches Panorama von überwältigender Breite. Er erzählt, wie er als 13jähriger Bauernsohn den im Nebel herumirrenden Kaiser Barbarossa aufgabelt, der Gefallen an dem naseweisen Jungen findet und

Bewertungen & Erfahrungen

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3 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 27.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Baudolino ist ein sehr ansprechendes und detailreiches Stück, das die Geschichte wunderbar erzählt, allerdings ist die Qualität der Verarbeitung an einigen Stellen etwas weniger fein.
H. P. Roentgen 08.08.2024 amazon.de
Ecco sei wieder ins Mittelalter zurückgekehrt, in dem er sich am besten auskenne, heißt es auf dem Umschlag von Baudolino. Tatsächlich ist das Buch so lesenswert wie "Der Name der Rose" und lässt sich nicht mit "das foucaltsche Pendel" oder "die Insel des vorigen Tages" vergleichen.Bei dem ersten hatte ich das Gefühl, da wurde etwas zusammenkonstruiert ohne das Ecos Herz dabei war und das zweite habe ich vorsichtshalber gar nicht gelesen. Nachdem, was ich von anderen erfahren habe, habe ich da nichts versäumt.Doch zurück zu Baudolino, der in Oberitalien als Sohn eines Bauern geboren wird, zufällig Kaiser Barbarosse im Wald rettet, ihn hinausführt und von da ab sich als dessen Stiefsohn versteht. Vor allem ist es jemand, der furchtbar gerne fabuliert und Geschichten erzählt, das ganze Buch geht um Geschichten und Geschichte, um Spekulationen, Phantasien und die realen Ereignisse des Mittelalters, wie sie wahrgenommen und wie sie weitererzählt werden, in diesem Fall von dem Ich-Erzähler Baudolino.Der will seinem Stiefvater helfen, verfasst einen Brief des Prieserkönigs Johannes, der Barbarossa eine Reliquie schicken wird und dieser Brief soll Barbarosso soviel Ansehen in der Christenheit bringen, dass er sich nicht länger mit Papst und italienischen Städten herumstreiten und bekriegen muss.Der Brief fasziniert aber seinen Autor so, dass er selbst auf die Suche nach diesem mystischen christlichen Priesterkönig geht, zumindest seinen Diakon findet, dem er Geschichten über die Wunder des Abendlandes erzählt, die alle wahr sind und gleichzeitig märchenhaft. Zumindest begreift hier der Leser, wie alle diese wunderbaren Heiligen-, Reise- und sonstigen Geschichten entstanden sein mögen: Aus Fabulierlust, aus Phantasie und Realität, aus Vergnügen und aus Berechnung.Wieder spielen die theologischen Debatten des Mittelalters eine Rolle wie schon im Namen der Rose. Auch hier wird eifrig fabuliert und phantasiert, begründet und widersprochen und die Lust der Theologen am Debattieren spürbar. Der Leser versteht, warum sich Leute um theologische Spitzfindigkeiten streiten.Eco at his best, so gut, dass ich neidisch werde. Was würde ich dafür geben, so schreiben zu können!
Harry Mulisch forever 08.08.2024 amazon.de
Nein, Inhaltsangaben gibt es mittlerweile genug. Also nicht noch eine!Eco gelingt es in seiner im Mittelalter angesiedelten Geschichte - Simplicissimus und Münchhausen lassen grüßen, das stimmt - menschliche Denkmuster (ich glaube, was ich glauben will)darzustellen. Mit Leichtigkeit kann man den Baudolino heute auch als Generalsekretär einer Volkspartei sehen, der alles so darzustellen weiß, wie es der Parteichef haben und die Menschen glauben wollen. Heute würde Baudolino sicherlich dazu beigetragen haben, dass Helmut Kohl oder George Bush heilig gesprochen würden (Kaiser Karl hat sich an den Sachsen genauso gütlich getan wie G.W. Bush an den Irakern).Das Fabelreich des Priesters Johannes und die Fabelwesen im Reich des Diakon Johannes erinnern an New Age, Hollywood (E.T., Planet der Affenetc.)und neuzeitliches Erlöserdenken.Während Eco die "Suche nach dem Heiligen Gral" immens ironisiert, erscheint Dan Browns Sakrileg wieder wie eine Geschichte Baudolinos.Eigentlich hat sich seit dem (dunklen???) Mittelalter bis heute nichts geändert: Es wird gelogen, bis sich die Balken biegen, es wird gemordet im Namen der Religion und die sogenannten Mächtigen sind nur arme Schweine.Danke Umberto Eco für diesen "Narrenspiegel".
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