Simmons, Dan: Terror
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Action & Abenteuer - Mystery EAN 9783453406131

Simmons, Dan: Terror

Hersteller: Heyne  ·  MPN: 1057944
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Produktfakten auf einen Blick

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HEYNE
EAN
9783453406131
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1057944
Kategorie
Action & Abenteuer - Mystery
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Produktbeschreibung

Das große historische Epos - ein einzigartiger Roman England im Jahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen die modernsten Schiffe ihrer Zeit - die "Terror" und die "Erebus" - auf, um die legendäre Nord-West-Passage zu finden: den Weg durch das ewige Eis der Arktis in den Pazifik. 130 Männer nehmen an der Expedition teil. Keiner von ihnen wird je zurückkehren. Dies ist ihre Geschichte. Mit "Terror" lässt Bestsellerautor Dan Simmons eine der geheimnisumwobensten Entdeckerfahrten der Menschheitsgeschichte lebendig werden: John Franklins Suche nach der Nord-West-Passage. Warum i

Bewertungen & Erfahrungen

4,5 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 14.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Ein interessantes und umfangreiches historisches Epos, das die Epoche von 1845 gut einfängt, allerdings finde ich die Handlung an einigen Stellen etwas zu dicht.
abraxas 23.05.2024 amazon.de
Dan Simmons schafft es wie kaum ein anderer, den Leser in fremde Welten zu entführen und ihn dort an bizarren, unheimlichen, erhabenen und surrealistischen Momenten teilhaben zu lassen.Dieses mal nimmt er den Leser auf eine Reise in den nördlichen Polarkreis mit, wohin 1845 die Franklin Expedition mit zwei Schiffen aufbrach um einen Weg durch die Nordwest Passage zu finden. Nach einem Jahr der Suche froren beide Schiffe im kanadisch-arktischen Archipel im Packeis fest. Mit exzellenter Recherche Arbeit schildert Simmons die Situation an Bord der Schiffe, abwechselnd aus der Sicht der beiden Kapitäne, eines Offiziers, eines Schiffsarztes und anderen Teilen der Mannschaft. Die Atmosphäre in dieser unendlichen Eiswüste mit Temperaturen bis unter -50° C und wenig Tageslicht ist so unheimlich, wie das Monster aus dem Eis, das Simmons erfand, um es ab und zu aus dem Schneetreiben auftauchen und seine Beute holen zu lassen.Die Eckdaten der Expedition, die Orte, das Verhalten der Mannschaft sowie die Pläne und Anweisungen der Kapitäne stimmen größtenteils mit den wahren Geschehnissen der Franklin Expedition überein, wie sie später rekonstruiert wurden. Auf eintausend Seiten schildert Simmons die vierjährige Arktis Odyssee der Schiffe "HMS Terror" und "HMS Erebus" in einer Szenerie die gleichzeitig ein Ort überirdischer Schönheit und tödlicher Grausamkeit ist. Die damalige Fortschrittsgläubigkeit stellt sich hier als schwerer Irrtum dar, aus dem später viele Erkenntnisse für andere Expeditionen gewonnen wurden. Sowohl was die mit Kohle betriebenen Schiffe als auch die Qualität der Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung anging, waren die Konsequenzen fatal. Hinzu kam die völlig ungerechtfertigte Selbstüberschätzung der englischen Admiralität mit ihrem selbstgerechten Glauben an ihre Zivilisationserrungenschaften und überlegene Kultur. Während der dreijährigen Gefangenschaft im Packeis schwinden langsam alle Illusionen über eine überlegene Technik und Kultur dahin, während die Lage der Seeleute mit jedem Tag hoffnungsloser und bedrohlicher wird. Sehr überzeugend und ausführlich schildert der Autor den langsamen Verfall der Mannschaft, bis hin zu Krankheit, Tod, Mord, dem Verlust der Autoritätsstruktur und dem schier endlosen Grauen, einem überlegenen und scheinbar intelligenten Wesen ausgeliefert zu sein.Das Monster aus dem Eis steht als Gegensatz dazu für die wilde Mythologie der Innuit, die eine ureigene, für Außenstehende schwer verständliche Beziehung zu ihrer Umwelt haben. In dem fiktiven Schluss des Romans schwenkt Simmons in den Lebensraum der arktischen Ureinwohner und der Leser erhält einzigartige Einblicke in das spirituelle Leben dieser Kultur. Dieser Wechsel der Perspektiven ist wie eine warme Dusche in diesem vor Kälte und Wahnsinn klirrenden Roman. Nach dem dramatischen Scheitern der Expedition und dem drohenden Tod in der Eiswüste, taucht der Leser in das fremde, naturnahe und archaische Leben der Innuit ein und erfährt vollkommen neue Sichtweisen mit den Bedingungen der Arktis umzugehen. Diese Wendung der Geschichte wird zu einem genialen Kunstgriff, der dem Leser die Möglichkeit gibt, das Geschehen noch einmal aus einem vollkommen anderen Blickwinkel zu betrachten.Es ist in mehrfacher Hinsicht ein fantastischer Roman, eine Mischung aus detailiertem Tatsachenbericht und frei erfundenen Elementen. Diese Symbiose ist allerdings sehr gelungen und macht aus dieser eindrucksvollen Expeditionsbeschreibung einen großartigen Roman, der einem das Grauen von Menschen vor Augen führt, die einen Kampf um ihr Leben führen und an ihrer Unfähigkeit scheitern, die gewohnten Denkmuster zu verlassen und auf außergewöhnliche Bedingungen zu reagieren. Hier öffnet sich ein Abgrund zwischen zwei Welten, in dem sich mythische Geschöpfe und verlorene Seelen begegnen. Auch werden tiefe Einblicke in die verschiedenen Persönlichkeiten der Schiffsbesatzungen und deren Verhalten innerhalb einer strengen Schiffshierarchie offenbart. Im Angesicht der Ausweglosigkeit ihrer Situation werden die wahren Charaktere der Teilnehmer sichtbar und zeigen sich in den unterschiedlichen Auffassungen des einzigen Zieles dieses nicht enden wollenden Albtraums: irgendwie zu überleben.
Kindle-KundeGH 23.05.2024 amazon.de
Fesselnd. Hab zuerst die Serie auf Prime gesehen und bin am Thema Franklin/Erebus schon länger interessiert. Die mystische Monstergeschichte machte mir auch im Film zunächst etwas Probleme. Das ändert aber nichts an 5 Sternen. Langes Buch mit viel Lesestoff nach meinem Geschmack. So zwischendurch, mal eben ist das jedoch ungeeignet. Ansonsten, volle Empfehlung.
Christiane Peters 23.05.2024 amazon.de
Was wurde aus der Franklin-Expedition, die Mitte des 19. Jahrhunderts aufbrach die legendäre Nordwestpassage durch die Arktis zu finden und fast spurlos verschwand? Nur wenige Relikte der Schiffe Erebus und Terror sowie deren Besatzung sind gefunden worden, die Schiffe selbst erst vor wenigen Jahren. Dan Simmons hat sich diesem Thema angenommen und eine dramatische Geschichte mit phantastischen Elementen rund um das Verschwinden dieser Expedition und der Gerüchte darum gewebt.Ich brauchte ein paar Dutzend Seiten um mich in die Geschichte einzufinden. Dies ist an dieser Stelle nicht negativ zu sehen, da ich meine Welt im 21. Jahrhundert verlassen musste um mich in einer Vergangenheit wiederzufinden, die kaum vergleichbar mit dem Heute ist. Nach dem Einlesen war ich dabei, befand mich mit an Deck der Erebus und der Terror, fror mir den Hintern ab und hatte Angst vor dem, was mich da draußen im Eis erwartet. Atmosphärisch hat Simmons hier ganz großes Kino geliefert. Wem es also im Sommer zu heiß ist, der kann auf seiner Gartenliege gerne dieses Buch lesen und sich frierend zusätzliche Decken wünschen. Natürlich bringt dies auch unschöne Effekte mit sich, denn Rassismus und Klassenzugehörigkeit war damals noch ein viel brisanteres Thema als heute, weil es selbstverständlich war und nicht hinterfragt wurde. Auch hier bleibt Simmons der Zeit treu und schreibt nichts schön.Was wurde denn nun aus der Besatzung der Terror und der Erebus? Simmons verwebt hier Fakten mit Gerüchten und würzt das Ganze zusätzlich mit Phantasie und Mystik. 1845 wurden beide Schiffe das letzte Mal von Walfängern gesehen, ansonsten sind wenige Überbleibsel gefunden worden und manche Inuit haben Gerüchte und Geschichten weitergegeben. Es ist unheimlich faszinierend eine zwar fiktive Geschichte zu lesen, zudem aber so viele Dinge aus dem Buch als Fakten nachrecherchieren zu können. Dies macht die Geschichte noch viel lebendiger und schrecklicher.Leider ist dies aber auch mein großer Kritikpunkt. Es gibt zwar hier und da kleinere logische Stirnrunzler, die man gut verzeihen kann, jedoch hat Simmons in diesen dicken Schinken selbst viele Längen gebracht. Man hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass er unbedingt und mit allen Mitteln alles unterbringen muss, was er selbst recherchiert hat - ob dies nun wichtig und spannend für die Geschichte ist oder eben nicht. Gerade in der großen Mitte des Buches gibt es daher immer wieder Kapitel, in denen in aller Ausführlichkeit verschiedene Beibootarten, Eisformen oder Zelttypen beschrieben und ihr Für und Wider diskutiert wird. Wenn man nun nicht selbst enthusiastisch über solche Dinge diskutieren mag, so ist man dann schnell gelangweilt, da diese Informationen auch keinen Mehrwert für die eigentliche Geschichte bietet. Zudem werden Begebenheiten innerhalb der Geschichte oft wieder angesprochen und mir als Leser ging es beim gefühlt 30ten Mal lesen, wer wo gestorben ist etc. einfach nur noch auf den Sack.Auch das Ende kann man als Manko empfinden. Ich persönlich fand es nicht schlecht, da bei diesem Buch eh der Weg das Ziel ist, da man das Ende geschichtlich kennt, dennoch hätte ich mir einen anderen Weg besser vorstellen können bzw. hätte das Buch auch einige Kapitel früher enden können und den "komischen Rest" auslassen dürfen. Dieser war nun nicht schlecht, aber eben so ganz anders als der Rest vom Buch und daher irgendwie fehl am Platz.Anmerken möchte ich auch, dass es mir gut gefallen hat, wie Simmons mit den Inuit umgegangen ist. In keinem anderen Buch habe ich bisher so viel über diese Volk erfahren und gelernt. Auch im Nachhinein habe ich mich weiter mit dem Thema beschäftigt und bin tief beeindruckt davon, wie diese Menschen in dieser Extreme überleben und sich dem angepasst haben.Als Fazit war dies ein wirklich gutes Buch, dass erzählerisch und atmosphärisch Seinesgleichen sucht, teilweise aber auch etwas über die Stränge geschlagen hat. Zudem denke ich, dass das Buch ebenso gut ohne den phantastischen Aspekt ausgekommen und genauso erschreckend gewesen wäre. Macht mir Lust auf mehr von diesem Autor, wenn ich auch denke, dass er dieses Buch gut um 200-300 Seiten hätte kürzen können und nichts verloren gegangen wäre.
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