Sir Stafford Nye ist 1970 nach Ende seiner Dienstzeit als Diplomat auf dem Weg zurück nach London. Beim Umsteigen im nationalsozialistischen Frankfurt trifft er auf eine junge Frau, die ihm erzählt, dass jemand sie töten will. Er hilft ihr und fortan kreuzen sich beider Wege immer wieder, allerdings stellt man ihm die mysteriöse Frau jedes Mal als eine völlig andere Person vor. Sir Stafford gerät durch sie in ein internationales politisches Intrigenspiel, das gefahrenvoller nicht sein könnte.
Bewertungen & Erfahrungen
3,5 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Als alter Christie-Fan fiel es mir immer schwer, ihr bestes Werk zu benennen. Doch nach der Lektüre dieser Erzählung (ursprünglich im englischen Original) weiß ich: Das ist ihr bester Roman. In genialer Weise konstruiert sie eine Weltverschwörung (ähnlich wie in "Sie kamen nach Bagdad") mit realistischem Hintergrund. Eigentlich ist es fast schon eine Alternativwelt-Erzählung: Was wäre, wenn irgendwelche Altnazis einen "echten" Sohn Adolf Hitlers präsentierten? Würden sie nicht versuchen, ihn wieder zu inthronisieren?Besonders erstaunt hat mich die hochaktuelle Analyse terroristischer Organisationen. In ihrer Untersuchung des Phänomens einer unruhigen Jugend schreibt sie:"Es tut sich etwas, nicht nur in einem Land, sondern in vielen. Sie haben einen Rekrutierungs-Service gegründet, und der richtet sich an junge Leute. Es geht um Menschen, die überall hingehen, alles tun, unglücklicherweise alles glauben, solange man ihnen etwas verspricht, was mit Niederreißen, Kaputtmachen, Steine-ins-Getriebe-werfen zu tun hat. Dann glauben sie, dass es sich um einen guten Zweck handelt und dass die Welt nachher anders aussehen wird. (Diese jungen Menschen) sind nicht kreativ, nur destruktiv. Die kreativen jungen Menschen schreiben Gedichte oder Bücher, komponieren oder malen ... Aber sobald Menschen Gefallen an der Zerstörung als solcher finden, haben böse Führer ihre Chance."Besser kann man fundamentalistische Terroristen kaum beschreiben, und das zu einer Zeit, wo islamistischer Terror noch kein Problem der westlichen Staaten war. Sie gibt sogar eine Empfehlung, diesen Trend zu bekämpfen: "Finde heraus, woher das Geld kommt, woher die Ideen kommen, woher die Maschinerie kommt."Klar, dass humor- und ironiefreie deutsche Leser mit dem Werk nichts anfangen können. Zu sehr geht es gegen den von den Nazis vereinnahmten virulenten Antisemiten Richard Wagner. Zu sehr widerstrebt den deutschen Lesern ein Aufwärmen der Vergangenheit. Als spannendes, komplexes, plausibles Konstrukt ist dieser Roman zeitlos und aktuell.
Solaria v. Bücher aus dem Feenbrunnen24.08.2023amazon.de
KurzbeschreibungIn dieser Geschichte treffen wir auf den 45 – Jahre alten Sir Stafford Nye, der einen Hang zu außergewöhnlicher Mode im Dandy Stil des 18. Jahrhunderts hat, wie auch der Tatsache, dass er als unbekannte Größe der Diplomatie für die Regierung tätig ist.Gerade hatte er einen Besuch in Malaya im Untersuchungsausschuss und ist auf dem Rückflug nach London. Theoretisch und praktisch gesehen, sollte dieser Flug mit halt in Genf kein Thema sein. Aber durch dichten Nebel, wird der Zwischenstopp nach Frankfurt umgeleitet. Und genau dort, trifft Sir Stafford Nye, eine junge Frau, die ihm nicht nur einen Vorschlag macht, der sein Leben komplett ändert, sondern der ihn auch selbst in allergrößte Gefahr bringt.CoverDas Cover ist interessant gestaltet mit den Passagieren, die hier ist ihren Koffern unterwegs sind. Dazu die Flugzeuge im Hintergrund sind passend gewählt.SchreibstilDie Autorin Agatha Christie hat hier eine interessante Geschichte erschaffen, die einen mitnimmt, in die Intrigen im Hintergrund. Dabei hat sie gleichzeitig ein interessantes Setting und interessante Protagonisten erschaffen, die mich gut unterhalten konnten.Leider hat mich das Buch nicht zu 100% überzeugen können.MeinungEin Rückflug mit Folgen …Und zwar größeren als sich Sir Stafford Nye, 45 Jahre alt und ein Diplomat hätte vorstellen können.Zum einen, da er es liebt auf Herausforderungen oder spezielle Ideen einzugehen, wie die am Flughafen von einer jungen Frau, oder der Tatsache, das diese Geschichte sich zwar Hieb und Stichfest anhört, ihm aber trotz allem jemand auf der Spur ist und etwas Bestimmtes sucht.Was Sir Stafford Nye nicht weiß ist, das derjenige, sich noch nicht mal vor einer Untersuchung seines Heimes abschrecken lässt. Dabei muss Sir Stafford Nye aufpassen, denn auch mysteriöse Vorfälle passieren ihm immer häufiger.Er macht sich auf Spurensuche nach Mary Ann, wie er mittlerweile herausgefunden hat und weshalb man ausgerechnet sie töten wollte.Geheimnisse die ans Licht kommen und Intrigen die gesponnen werden, sind hier gut vermischt mit einer Prise Action.FazitEine interessante Geschichte!Ein Tausch mit Folgen.3 von 5 Sternen
Der Roman ist nicht wirklich spannend, zu viele Klischees werden bedient, globale Verschwörungstheorien vs. viktorianischer Behaglichkeit. Die Auflösung "des Falls" ist ziemlich kleinkariert und löst keine einzige Frage.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.