Köhler, Harriet: Gebrauchsanweisung fürs Daheimbleiben
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Sozialwissenschaften EAN 9783492277358

Köhler, Harriet: Gebrauchsanweisung fürs Daheimbleiben

Hersteller: Piper  ·  MPN: 1061659
4,5/5 (6 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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PIPER
EAN
9783492277358
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1061659
Kategorie
Sozialwissenschaften
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Produktbeschreibung

Weniger reisen, mehr entdecken Streifzüge vor der Haustür und Fahrten ins Blaue: Harriet Köhler erzählt von der beglückenden Erfahrung, in der eigenen Stadt mittags ins Restaurant zu gehen oder für eine Nacht ins beste Hotel. Davon, wie einst das 'Fernweh' erfunden wurde - warum wir aber trotzdem nicht wegfahren müssen, um die Sehnsucht nach einem anderen Leben zu stillen. Sie zeigt uns, wie wir zu Entdeckern unseres Heimatortes werden, zu Weltenbummlern in der Nachbarschaft und zu glücklichen Urlaubern in der eigenen Wohnung. Ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, die wertvollsten Wochen dahe

Bewertungen & Erfahrungen

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6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 14.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare und inspirierende Lektüre, die mir die Erfahrung des Daheimbleibens sehr positiv vermittelt. Die Geschichte von Harriet Köhler ist wirklich begeisternd und ermutigt zum Entdecken neuer Perspektiven.
Redaktion 14.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Ein sehr inspirierendes Buch, das einen tollen Einblick in die Welt der eigenen Sterne gibt; es ist eine schöne Ergänzung für alle, die gerne zu Hause bleiben und den Himmel erkunden möchten.
Redaktion 14.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Toll!
Sabine Schlippe-Weinberger 30.05.2023 amazon.de
Ich habe das Buch mit großem Genuss gelesen. In den ersten Kapiteln geht es um die Nachteile des Reisens, den CO2 - Verbrauch und andere Tatsachen, die mit dem seit Jahren steigenden Reiseaufkommen zutun haben, wie auch um persönliche Reiseerfahrungen der Autorin: mal durch die rosarote Brille gesehen, mal die Negativerfahrungen im Blick. Nach dieser Einstimmung (in sechs kurzen Kapiteln) folgt die konkrete Schilderung von 14 Tagen Urlaub zu Hause (Tag 1 bis 14 und Résumé). Dabei geht es nicht um Ratschläge der Art: Wie gestalte ich das Daheimbleiben mit Kindern? Dieses humorvolle und kurzweilige Buch ermöglicht vielmehr einen Perspektivenwechsel, weg von den bekannten Alltagsabläufen hin zu einem „neuen Sehen“: Was gibt es bei mir zu Hause zu entdecken, was kann ich tun, um mich zu Hause zu erholen, mich überraschen zu lassen? Das Buch zeigt, wie man auch von zu Hause aus gewohnte, eingespielte Tagesabläufe hinter sich lassen kann. Es eröffnet quasi einen inneren und äußeren „Spielraum“: sich zum einen die Erlaubnis zum spielerischen Ausprobieren zu geben und dann zum anderen auf eine Entdeckungsreise in der unmittelbaren Umgebung zu gehen. Damit können vielfältige Erfahrungen, eine neue Lebendigkeit und sogar neue zwischenmenschliche Beziehungen gefunden werden. Einschränkend ist anzumerken, dass die Schilderungen der Autorin auf die Großstadt bezogen sind – in diesem Fall Berlin – der beschriebene „Spielraum“ lässt sich aber mit etwas Phantasie auf jeden Wohnort übertragen.Das gut recherchierte Buch enthält eine gelungene Mischung aus persönlichen - mitunter sehr spaßigen - Ideen, Inspirationen und Erlebnissen der Autorin und Erfahrungen und Erkenntnissen von Wissenschaftlern und Autoren weltweit. Es regt dazu an, diesen Perspektivenwechsel nicht nur auf den Urlaub zu Hause zu beschränken, sondern diese oder jene neue Erfahrung in den normalen Alltag oder die normale Berufswoche zu integrieren, insofern ist es ein sehr nachhaltiges Buch.
Björn 30.05.2023 amazon.de
Interessante Lektüre, unterhaltsam geschrieben
Michael Herrmann 30.05.2023 amazon.de
Bevor das große Aber kommt: Gekauft habe ich das Buch wegen der Beschreibung der Salumeria am Anfang - ich kenne diesen Laden und die warmherzigen Italiener, die es bestens verstehen, sich als Gast wie in Italien zu fühlen. Ich habe das Buch durchaus mit Interesse gelesen. Die Autorin versteht es, an sich banale Tipps wie "Zu Mittag essen" oder "In den Himmel gucken" interessant und inspirierend darzustellen. Ja, man kann es sich so richtig schön machen zuhause, und dank der Autorin schmeckt mein Rührei mittlerweile doppelt so gut wie vorher.Das Bild aber, dass mir von der Autorin am meisten im Gedächtnis bleibt, ist: Sie würgt. Sie sitzt Tag für Tag in einer Kantine in der Nähe ihres Arbeitsplatzes in der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz und würgt mittags ihr Essen hinunter. Mit diesen Worten beschreibt sie es (Seite 68). Nur wenn sie sich einen Tag freinimmt, genießt sie ihr Mittagessen (und die anderen Tagesinhalte, die sie empfiehlt).Warum meint die Autorin, dass die Vorzüge des Daheimbleibens den arbeitsfreien Tagen vorbehalten bleiben müssen? Man kann das Leben sehr wohl in vollen Zügen genießen, auch wenn man zwischendurch arbeiten muss, mindestens an den Wochenenden und für die meisten auch in der Woche, wenn man wirklich will (niemand zwingt mich, hundertmal am Tag aufs Smartphone oder stundenlang in den Fernseher zu schauen). Alles, was die Autorin beschreibt, geht mit derselben Intensität und Freude auch jenseits des Urlaubs. Nichts von denjenigen Empfehlungen, welche die Autorin nennt, ist ein Argument gegen das Reisen - mit Ausnahme der Klimaproblematik. Überlaufene Reiseziele jedenfalls lassen sich wunderbar umgehen, das ist auch kein überzeugendes Argument.Auch ich nehme mir gerne mal Tage frei und bleibe in meiner Stadt, um gut essen zu gehen oder nachmittags Wein zu trinken. Entscheidend ist für mich aber, dass ich beides will und mich die Autorin in keinster Weise vom Gegenteil überzeugt hat. Keine der von der Autorin genannten Empfehlungen kann die großartigen Erfahrungen ersetzen kann, die mir das Reisen seit etwa 25 Jahren gibt. Um nur mal ein paar wenige Beispiele aus tausenden herauszugreifen: Nichts und niemand in meiner Stadt kann mir dieses Gefühl der Atemberaubtheit geben, die ich in einer sternenklaren Nacht in der Wüste oder beim Anblick von Braunbären im Wald oder Walen im Meer erlebt habe. Nichts in meiner Stadt kann mir das Gefühl der Dankbarkeit und Verbundenheit schaffen, die ich empfand, als mich eine brasilianische Familie zu einer Hausparty am Strand einlud, um dabei mitzuhelfen, den traurigen Hausherrn aufzuheitern, dessen Frau kürzlich gestorben war. Nichts in meiner Stadt kann mir das echte Gefühl für Italien verschaffen, das ich erlebe, sobald ich den Brenner überquert habe, selbst die beste Salumeria Berlins nicht. Die Kopie ist immer schlechter als das Original. Vor allem solche Reisenden, die Land und Leute jenseits der Hotels tatsächlich kennenlernen wollen, werden mit einer Fülle von einmaligen Erlebnissen belohnt, wenn sie einigermaßen offen dafür sind.Die Autorin selbst war viel gereist und beschreibt dann, eine Reise mit Mann und Kind nach Portugal, die ihre Erwartungen enttäuscht habe, sei der Wendepunkt gewesen. Mit Kindern mag sich das in der Tat für manche Eltern so entwickeln - ich kenne aber im Freundeskreis gegenteilige Beispiele, wo die Eltern mit großer Freude selbst weite Reisen mit kleinen Kindern unternehmen.Meine Antwort auf die Autorin also: Beides! Beides lässt sich wunderbar vereinbaren, beides zusammen erst macht das Leben für mich zu einem großen Fest. Fernweh und Heimweh ergänzen sich hervorragend. Das Nachhausekommen nach einer Reise ist jedes Mal wunderbar, ich freue mich auf meine Stadt, meine Wohnung, mein Bett, nehme alles mit neuen Augen wahr, habe neue Ideen und Gedanken, die sich schon sehr oft als wichtige Wendepunkte in meinem Leben erwiesen haben. Ich lebe mein Alltagsleben mit so viel Abwechslung, Natur und Genuss wie möglich. Das geht, problemlos. Und irgendwann dann kommt die Fernweh wieder hoch, mache ich mit meinem Weltatlas (und mit sonst nichts) neue Reisepläne und breche wieder auf, der Unsicherheit des Reisens entgegen, denn auch darum geht es: Sich aufzuraffen, sich was zu trauen, nicht in seiner Komfortzone zu verharren. Je mehr ich mich auf ungewohntes Terrain begebe, desto offener werde ich und desto mehr mache ich wieder die Erfahrung, dass ich mir und meinem Körper vertrauen kann. Ich glaube, dass das Daheimbleiben für manche auch eine Kapitulation vor den eigenen Ängsten ist. Man redet sich ein, es sei besser so, und die Klimathematik bestärkt den Entschluss, es künftig immer nur noch bequem haben zu wollen. Doch zu viel Bequemlichkeit ist eine Falle. Sie macht immer unfreier, verschließt die Menschen, fördert Ängste und Vorurteile gegenüber der bösen Welt da draußen.
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