»Wir sind die Liebermanns«: Die Geschichte einer Familie | Die Geschichte des weltweit hoch geachteten und gerühmten deutschen Impressionisten Max Liebermann und seiner Familie (0)
Biografien & Erinnerungen von Künstlern, Architekten & Fotografen
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Produktbeschreibung
»In Liebermann bewundere ich Berlin«, äußerte Thomas Mann einst und brachte damit die fast symbiotische Beziehung des großen Malers und seiner Familie mit der preußisch-deutschen Hauptstadt zum Ausdruck. Tatsächlich haben die Liebermanns das Gesicht Preußens und Berlins maßgeblich mitgeprägt. Mit eindringlicher Erzählkraft gelingt es Regina Scheer, die 200-jährige Geschichte dieser deutsch-jüdischen Familie lebendig werden zu lassen.
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Redaktion15.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Diese Bremsen sind fantastisch und passen perfekt, ich bin wirklich begeistert von der Qualität.
Redaktion15.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Die Bremsen von Scheer, Regina sind insgesamt sehr gut und erfüllen ihren Zweck, allerdings ist die Integration in das Fahrzeug etwas aufwendig.
Eindrucksvoll, detailliert und sensibel dokumentiert und berichtet Regina Scheer die Entwicklung des Lebens einer deutschen Familie, deren Schicksal leider typisch ist: Mit Fleiß und Engagement, auch mit künstlerischen Fähigkeiten ist es ihren Mitgliedern im Verlauf mehrerer Generationen gelungen, trotz traditioneller religiöser Unterdrückung durch die christliche Mehrheit der Gesellschaft Wohlstand zu erlangen und sozial aufzusteigen – freilich im Rahmen jener engen Grenzen, die christliche Kirchen in ihrem sehr speziellen Verständnis von „Nächstenliebe“ Vertretern anderer Religionen damals im Kaiserreich zubilligten.Die Liebermanns zählen zum gebildeten Bürgertum, kennen und genießen die deutsche Lebensart, Kultur und Literatur, mehr noch: Einer von Ihnen, Max Liebermann, wird als weltweit anerkannter und gefeierter Maler dazu beitragen, Deutschlands Ansehen in den zivilisierten Ländern der Erde nach dem Militarismus des Kaiserreichs und dem eher rustikalen Auftreten Wilhelms II. wieder zu stärken. Max Liebermann repräsentiert als umfassend gebildeter und im Sinn Goethes und der geistigen Elite seiner eigenen Zeit global orientierter Kosmopolit den Aufbruch, der in Deutschland nach dem Zusammenbruch des adeligen Feudalsystems der Fürsten „von Gottes Gnaden“ mit der damals neuen Weimarer Republik möglich schien.Es macht den Charme und Wert ihrer Darstellung aus, dass Regina Scheer diese historische und persönliche Entwicklung der einzelnen Mitglieder der Familie Liebermann und auch anderer Bürger aus ihrem Umkreis minutiös an Hand von Dokumenten und Zeugnissen aller Art wie beispielsweise Briefen, Akten, Tagebüchern und auch wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Mit wissenschaftlicher Akribie, allerdings elegant formuliert, flüssig zu lesen, ohne akademischen Ballast. Doch diese so glückliche Entwicklung hin zu modernen Menschenrechten, zur Emanzipation sozialer und religiöser Minderheiten wurde jäh abgewürgt durch den Ausbruch des Faschismus und die neuerliche Militarisierung der Gesellschaft, durch die Zertrümmerung der Demokratie und ihren Ersatz durch eine verschwurbelte, angeblich germanisch-völkische Gemeinschaft mit einem Führer als Heils-Bringer von fast religiöser Dimension – so stilisierte ihn etwa Leni Riefenstahl in ihrem Propaganda-Film „Triumpf des Willens“: Gleich einem Gott schwebt der Führer per Flugzeug auf die Erde herab zu seinen Gläubigen.Bekannt ist das Ende: Nach der Befreiung durch die Alliierten lag Deutschland in Trümmern als Ruinenlandschaft danieder, Millionen Menschen waren wegen ihrer religiösen Überzeugungen, angeblichen rassischen Zugehörigkeit und auch politischen Überzeugungen brutal ermordet worden und ihrer Menschenrechte sowie ihres Besitzes beraubt, als „Arisierung“ wurde dieser Diebstahl beschönigt.Max Liebermann starb bereits 1935 und erlebte noch die Barbarisierung seiner Heimat. „Mein ganzes Leben glaubte ich Deutscher zu sein“, lautete 1935 sein Fazit. Seine Witwe musste noch erdulden, wie ihr der Staat ihr Vermögen raubte, sie immer stärker verfolgte und unterdrückte und nahm sich kurz vor der bevorstehenden Deportation in die Mordlager im Osten 1943 das Leben, um der Verschleppung zu entgehen. Zahlreiche Mitglieder der Familie wurden wegen ihres Glaubens ermordet wie auch Bekannte aus ihrem Freundes- und Kollegenkreis.In einer Zeit, in der die Katastrophe des Weltkriegs und der Shoah bereits wieder als „Vogelschiss“ verharmlost wird, kann Regina Scheers Untersuchung eine hilfreiche Erinnerung sein, um künftig solchen Perversionen wie dem III. Reich und ihrem nationalistisch-germanischem Wahn vorzubeugen. Unterhaltsam geschrieben wie ein spannender Roman kann die Untersuchung von Regina Scheer als Antidot gegen popolistisch-chauvinistische Geschichtsklitterung wirken, wäre sinnvoll einzusetzen nicht zuletzt im Schulunterricht.
Sehr ausführliche Verwandtschaftsbeschreibung pedantisch und detailversessen, oft zäh zu lesen.Wo hat wer wie lange gewohnt, mit wem, wann... In welchem Verein verkehrt...Der Blick auf das Wesentliche fehlt... Die großen Linien...
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.