Die vierzig Tage des Musa Dagh: Roman (Fischer Klassik)
Klassiker EAN 9783596903627

Die vierzig Tage des Musa Dagh: Roman (Fischer Klassik)

Hersteller: Fischerverlage  ·  MPN: 1070613
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Produktbeschreibung

Noch immer ist es schwierig, den Völkermord an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917 beim Namen zu nennen. Als Franz Werfel 1930 durch Anatolien reiste, schockierten ihn die Begegnungen mit Zeitzeugen und er begann, akribisch für einen Roman zu recherchieren. ¿Die vierzig Tage des Musa Dagh¿ beschreiben das Schicksal einer armenischen Familie, die langsam ausgegrenzt und schließlich mit Waffengewalt verfolgt wird. Auf dem Heimatberg, dem Musa Dagh, leistet ihre Dorfgemeinschaft der Vertreibung Widerstand. Umsichtig und differenziert, mit einer klaren, fließenden Sprache verwandelt Werfel d

Bewertungen & Erfahrungen

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3 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 23.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch behandelt ein sehr wichtiges und bewegendes Thema, ist aber die Darstellung der Ereignisse im Kontext von Franz Werfels Perspektive etwas komplex und bedauert. Es ist eine wichtige Lektüre, aber die emotionale Wirkung ist gemischt.
Redaktion 23.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Perfekt!
Daniel Imran 13.04.2024 amazon.de
Ich hatte mir damals dieses Buch gekauft und sofort gelesen, ohne mich vorher eingehend über den historischen Hintergrund dieses Ereignisses zu informieren.Franz Werfel lässt sich Zeit mit der Zeichnung seiner Charaktere. Am Anfang geschieht nicht viel, es wird nur viel über die Menschen im Zentrum dieses Romans erzählt. Die Konflikte werden nur angedeutet, bis sie sich dann in der Mitte der Geschichte tatsächlich ereignen. Dieser Stil gefällt mir.Der Sprachstil ist ausgefeilt. Alles in Allem zählt dieses Werk zur gehobenen Literatur.Der Autor hält sich weitestgehend an die historischen Fakten. Dokumentarisch beschreibt er das Leben der im Osmanischen Reich lebenden Menschen, sowohl das der Armenier als auch das der Türken. Dabei beschränkt er sich zumeist auf Angehörige der Mittelschicht.Hier bin ich bei meinem ersten Kritikpunkt. Werfel stammte aus Österreich und auch wenn er sich mit den Kulturen des Nahen Osten beschäftigt hatte, wirkt sein Roman wie aus der Sicht eines Außenseiters geschrieben. Wenn man aber die Umstände bedenkt, so ist dies nicht weiter schlimm.Er hätte aber schon mehr auf die einfachen Dorfbewohner, die Analphabeten waren, eingehen sollen. Werfel ist der Bezug zu Europa sehr wichtig, was schon von Anfang an deutlich wird. Und ihm ging es darum, zu zeigen, dass die Armenier kultivierte Menschen waren. Auch hier kann ihm diese Herangehensweise verzeihen, wenn man bedenkt, in welch einer Zeit er lebte. Seine Leser waren hauptsächlich Europäer und Amerikaner.Der nächste Punkt wäre, dass der Autor ab und zu einen großen Sprung macht und die historischen Ereignisse um den Geistlichen Lepsius und Enver Pascha beschreibt. Diese Szenen aber fügen sich leider nicht wirklich in die gesamte Geschichte ein und hätte man streichen können.Und zudem werden einige Passagen wortwörtlich aus den überlieferten Dokumenten bzw. Protokollen übernommen, was ich ebenfalls nicht gut fand, denn es handelt sich um einen historischen Roman und nicht um eine Dokumentation.An manchen Stellen schreibt Werfel seinen Kommentar hinzu ("... hätte er sagen sollen."). Das ist meiner Meinung nach kein guter Stil.Und schließlich erwähnt er ein wichtiges und eklatantes Detail gar nicht, nämlich, dass ein deutscher Offizier an der Seite der Türken stand. Aber auch hier will ich betonen, man muss bedenken, in welch schwierigen Zeiten Werfel lebte. Der Roman erschien zu der Zeit, als die Nationalsozialisten in Deutschland immer einflussreicher wurden. Werfel selbst war Jude und floh mit seiner Frau in die USA.Das Ende ist genial.Trotz einiger Mängel, die jedoch nicht weiter ins Gewicht fallen, ist dieses Buch ein Meisterwerk in jedweder Hinsicht.Diesen Roman wird der Leser garantiert nicht so schnell vergessen. Absolut eine Kaufempfehlung.
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