Glück und Glas, wie leicht bricht das? Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Li ebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern - doch kann die Zeit alle Wunden heilen?
Bewertungen & Erfahrungen
4,6 von 5
5 Bewertungen
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion30.04.2026
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Dieses Produkt ist absolut fantastisch und ich bin sehr begeistert von der Qualität und dem Design. Es ist ein tolles Stück Geschichte und sehr schön anzusehen.
Lilli Beck ist mir bisher nur als Autorin lustiger Bücher bekannt. Leider habe ich noch kein Buch von ihr gelesen bis zu diesem und dieses Buch war für mich eins der besten Bücher dieses Lesejahres.Marion und Hannelore, genannt Moon und Lore, werden im selben Münchener Krankenhaus und am selben Tag geboren. Lore stammt aus einer vermögenden Fabrikantenfamilie, Moon wird von ihrer Mutter allein aufgezogen, weil ihr Vater noch im Krieg verschollen ist. Der Roman beginnt kurz nach dem Krieg und Moons Mutter weiß nicht, wo sie wohnen und wie sie sich und ihre Tochter durchbringen soll im vollkommen zerstörten München. Da die Mütter der beiden Mädchen sich durch Zufall im Krankenhaus kennenlernen und Moons Mutter später als Hausangestellte im Fabrikantenhaushalt angestellt wird und auch dort wohnt, wachsen die beiden Mädchen zusammen auf und werden zu besten Freundinnen.Das Buch erzählt die verschiedenen Lebenswege der beiden Frauen, die Eine weiß schon als Kind , dass sie Jura studieren will und Moon will nur reich werden, da ihre Kindheit von Hunger und Armut gekennzeichnet war. An ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag zerbricht ihre Freundschaft und sie sollen sich erst Jahrzehnte später wiedersehen.Der Leser begleitet die beiden Lebenswege der doch recht unterschiedlichen Frauen und durchstreift dabei die letzten 50 Jahre des letzten Jahrhunderts mit allen wichtigen Ereignissen. Beginnend mit dem entbehrungsreichen Leben nach dem Krieg im zerstörten München bis in das Jahr 2015,Am 7. Mai 2015 feiern die beiden Frauen ihren 70. Geburtstag und wollen ihn zusammen feiern.Es hat einfach Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, da ich viel aus meiner Jugend wiedererkannt habe und die Aufzählungen der verschiedenen, zum Teil weltpolitischen Ereignisse, einem immer wieder vor Augen führen, wie schnell die Zeit vergeht. Da wird von den Studentenkrawallen der achtundsechziger Jahre genauso geschrieben, wie über das Kommunenleben, dessen Schilderung mir so einige Lacher entreißen konnte. Aber auch die Finanzkrise und der Börsencrash, sowie die Ölkrise mit dem Sonntagsfahrverbot in den siebziger Jahren finden hier einen Platz. Da regte man sich über die Benzinpreis Erhöhung von 67 auf 68 Pfennige auf .Einfach herrlich auf diese unterhaltsame Art und Weise noch einmal eine Reise durch die letzten fünfzig Jahre des letzten Jahrzehnts zu machen.Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die auf unterhaltsame Art und Weise einen Streifzug durch die Vergangenheit machen wollen und dabei die Geschichte einer besonderen Freundschaft begleiten kann.Eine dicke Leseempfehlung.
Dieses Buch hat mich von der ersten Zeile einfach gefangen genommen - bin ich doch nur 10 Tage später als die beiden Hauptpersonen geboren. Erinnerungen - längst verdrängt - kamen wieder zurück, ließen mich Dinge vor mir sehen, an die ich Jahrzehnte nicht mehr gedacht habe, und die ich dann glasklar vor Augen hatte. Namen, längst vergessen, plötzlich wieder präsent, ja sogar das Gefühl, Gerüche wahrzunehmen. Und oft sagte ich mir: Ja, so wars...Aber eines fiel mir (unangenehm) auf: Der große Schriftsteller Erich Kästner ist erst 1974 verstorben. Und in diesem Buch wird bereits im Jahr 1968 von einem Besuch an seinem Grab erzählt - das ist ein Fehler, der nicht hätte passieren dürfen.Aber ansonsten: Bitte lesen, es lohnt sich!
Marion und Hannelore werden am 7. Mai 1945 in der gleichen Klinik geboren. Marions Mutter wurde kurz vor Ende des Krieges ausgebombt und steht ohne Dach über dem Kopf da, der Mann befindet sich in Kriegsgefangenschaft. Sie findet zusammen mit ihrer neugeborenen Tochter Unterschlupf bei Hanneslores Eltern, die aus wohlhabenden Verhältnissen stammen. Fortan wachsen die beiden Mädchen wie Schwestern zusammen auf, woraus sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Bis sich beide Frauen schließlich in den gleichen Mann verlieben...Der Roman steigt ein mit Marions Vorbereitungen zur Feier ihres 70. Geburtstag, den sie gemeinsam mit ihrer Freundin Hannelore feiern möchte. Während sie auf die Freundin wartet, erinnert sie sich an die zurückliegenden ereignisreichen 70 Lebensjahre. Dieser Tag ist der zentrale Punkt, an den die Geschichte immer wieder zurückkehrt. Die Erinnerungen werden hauptsächlich aus der Sicht von Marion geschildert, nehmen teilweise aber auch Hannelores Perspektive ein.Das Buch liest sich sehr gut und die Geschichte schreitet spannend und in einem gerade richtigen Erzähltempo voran. Zudem werden die Handlungen in die deutsche Nachkriegsgeschichte eingebettet, so dass es nebenbei auch noch informativ ist. Jedoch bleibt mir die Protagonistin Marion über den gesamten Verlauf merkwürdig fremd, gerade seit ihrer Zeit in Charlies Bar sind ihre Handlungen und Gedanken schwer nachvollziehbar. Genauso ging es mir mit der besonderen Freundschaft der beiden Frauen. Ihre Leben entwickeln sich so unterschiedlich, sie haben über Monate und später über Jahre keinen Kontakt und ich spürte einfach kein besonderes Band zwischen beiden, da wirken die kurzen beschriebenen Momente der Vertrautheit recht unglaubwürdig.Alles in Allem aber eine kurzweilige Geschichte über zwei Frauen der deutschen Nachkriegsgeneration, die sehr viel vom jeweiligen Zeitgeist und die Beschreibung ereignisreicher Jahre mitbringt.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.