Das Buch Minnesota Winter, lässt sich ohne Frage gut lesen, es ist spannend geschrieben und man erwartet einen schönen Roman.Leider stellt sich schnell heraus, dass Frau Radinger, die sich selber als zurückhaltend, scheu und eher introvertiert beschreibt, dem Leser aber an anderen Stellen, bereitwillig ihre immer wiederkehrenden Sex Geschichten erzählt.In ihrer Geschichte verkriecht sie sich zum Waschen in die Hütte, immer dann, wenn ihr Freund in der Werkkammer arbeitet. Er soll sie bloß nicht nackt am Waschtisch sehen.- Dann beschreibt die „schüchterne?“ Elly aber an vielen anderen Stellen völlig frei und völlig ungeniert ihr Sexualleben und schildert dem Leser ihr intimstes Liebesleben. Will man das alles hören?? – Wohl eher weniger.-In einem Liebesroman in der Wildnis kann ganz sicher auch über Sex geschrieben werden. Ohne Frage - Möchte ich aber eher einen Sex/Erotik Roman lesen, so kaufe ich gleich einen dementsprechenden aus dieser Rubrik.Enttäuschung, - besonders im letzten Drittel.- Immer wieder berichtet Elly Radinger von ihren Sexpraktiken mit und ohne „Supernova“ die sie in Felsspalten, am See, im Turm… etc. erlebt. Man wartet nun leider schon etwas genervt auf …wann geht „es“ denn nun wieder los.-Das sich Frau R. „Hals über Kopf „ in einen Fremden verliebt kann passieren, dass sie in der Heimat sofort alles abbricht um zu ihm in die Wildnis zu ziehen, ist naiv, aber noch ein wenig nachvollziehbar.- Auch, dass sich eine relativ intelligente Frau immer wieder blenden lässt- kann man mit großer Verliebtheit und einem riesen Hunger aus Sex ein klitze-klein wenig verstehen.Aber, wie kann sich eine Frau immer und immer wieder so demütigen, sich festhalten, auf den Boden drücken und ins Gesicht spucken lassen . . . ist nicht nachvollziehbar. Sie will ihn zwar verlassen, aber der „Sex“ ist ja sooo schön.Als sog. „Wildnis Frau“ hätte ich in dem Buch mehr über ihr Leben in der Wildnis erwartet.-In ihrem Buch schreibt sie von einem Adler. Hierzu noch eine kleine Anmerkung am Rande: Es sind nicht Raubvögel, sondern Greifvögel, die auch keine Krallen sondern Greife haben und kein Nest sondern einen Horst bewohnen.Leider stellt sich bei Frau Radinger wieder einmal die Frage: Ist es das Schreiben über ein Thema, welches ihr wirklich am Herzen liegt, oder soll das Buch einfach nur noch Geld abwerfen… In ihren Büchern macht sie permanent Werbung für ihre weiteren Bücher, Zeitschriften und Seminare.Schade nur, dass, wie schon in anderen Rezensionen beschrieben, der Profit bei ihr an erster Stelle steht.Schade finde ich auch, dass Frau Radinger das Buch von Herrn Shaun Ellis in Grund und Boden stampft. Der Autor, Shaun Ellis, und einige andere Personen die sich in den USA und in Europa um den Schutz der Wölfe verdient machen, lehnt Elly Radinger mit dem Prädikat "unwissenschaftlich" ab. Sie allein ist kompetent genug um über Wölfe zu berichten und daran zu verdienen. Jeder der ihr, wie im bekanntesten sozial Network geschehen, widerspricht wird „kurzer Hand“ aus der Diskussion geworfen.