Ich muss vorausschicken, dass ich "Die Säulen der Erde" bereits damals vor 18 Jahren gelesen habe und viele Jahre lang gefunden habe, es war der beste historische Roman, den ich jemals in meinem Leben gelesen habe und ich lese wenn möglich vor allem historische Romane, aber keine kitschigen Liebesgeschichten aus dem Mittelalter.Damals gab es aber auch nicht die Vielfalt an historischen Romanen wie heute, eher waren es damals nur Liebesgeschichten, welche unter dem Titel "Historischer Roman" verkauft wurden.So gesehen, war seinerzeit der Roman von Ken Follett etwas Einzigartiges und ist es auch lange bzw. bis jetzt geblieben.Weil es so ein tolles Buch war, kann ich mich auch noch an den Inhalt erinnern, aber die genauen Details habe ich nicht mehr im Gedächtnis und kann daher nicht nachvollziehen wie andere Leser vermerkt haben, dass sich diverse Personen der Handlung im neuen Buch gleichen. Selbst wenn es so ist, kann es kein Fehler sein, weil der neue Roman ja an den seinerzeitigen Roman anknüpft.Jedenfalls habe ich gleich nach Erscheinen "Die Tore der Welt" erstanden und mich schon sehr auf das Lesevergnügen gefreut.Ich finde es ist ein tolles Buch und ähnelt natürlich schon dem Vorgängerband, schon hinsichtlich dessen, dass viel über die Kirche und deren Ansichten geschrieben wird.Der Autor meint wohl, man würde das Buch doch immer wieder weglegen, weil diverse Geschehnisse immer wieder nochmals beschrieben werden.Es wird in dem Roman jedenfalls mehr von den diversen Intrigen und Unglücken geschrieben, als von der damaligen Geschichte des Landes und die kurze Beschreibung vom Krieg in Frankreich war eher nur mit brutalen Vorkommnissen ausgeschmückt, als historisch beschrieben. Die Leser von Rebecca Gable haben diesbezüglich über diesen Krieg der Engländer mit den Franzosen ausreichend Wissen erlangt und so waren für mich die historischen Fakten ausreichend bekannt.Das Buch ist grundsätzlich spannend geschrieben und man fühlt sich über die vielen hundert Seiten auch in das Mittelalter versetzt, nach Ende des Romans fehlt einem etwas, es wäre auch interessant, würde die Geschichte wieder in 20 Jahren fortgesetzt werden.....................Trotzdem ist es für mich nicht das beste Buch des Jahres 2008 und das liegt daran, weil Ken Follett über die Jahre Konkurrenz von hervorragenden Autoren - Rebecca Gable, Brigitte Riebe, Martina Kempff, Charlotte Lyne, Barbara Erskine, Bernard Cornwell um nur einige zu nennen - erhalten hat, deshalb nur vier Sterne für das Buch, dabei hätte es sicher 4,5 Sterne verdient, halbe Sterne kann man bei Amazon leider nicht vergeben.