InhaltNach einem Autounfall, zahlreichen Ops und Rehas später, findet Ella langsam wieder zurück ins Leben. Nach allem was sie durchgemacht hat, muss sie nun auch noch zu ihrem Vater und seiner neuen Familie ziehen. Mit neuen Schwestern, einer neuen Schule. Aber eigentlich will sie nur ihr altes Leben zurück.Das einzige was ihr von ihrer Vergangenheit geblieben ist, ist Cinder. Zudem sie dann wieder Kontakt aufnimmt. Der einzige der immer für sie da war, der einzige der sie retten kann. Obwohl sie sich im wahren Leben noch nie begegnet sind, ist Ella schon eine Ewigkeit in ihm verliebt. Und was sie nicht weiß, auch Cinder hat starke Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.Du glaubst nicht an Märchen… vielleicht solltest du es.Meine MeinungIch habe das Buch so oft auf Instagram gesehen und so viel Positives darüber gehört und gelesen, dass ich es unbedingt selber lesen wollte. Die Geschichte klang so spannend und wie nach meinem Geschmack.GeschichteVon der ersten Seite an, hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen. Es fängt einfach schon so unglaublich traurig an. Sie sitzt zusammen mit ihrer Mutter im Auto und auf einmal hört sie sie nur schreien, ihr Airbag explodiert. Das nächste Mal als sie aufwacht sind 3 Wochen vergangen, sie liegt auf der Station einer Verbrennungsklinik, 70 Prozent ihres Körpers sind mit Verbrennungen übersät und ihre Mutter ist tot. Und das war erst nach 14 Seiten und schon da musste ich weinen.Und so geht die Geschichte auch weiter, so viele Höhen und Tiefen die wir als Leser miterleben. Nach dem Unfall, geht es Ella nicht nur körperlich schlecht, auch emotional. Ohne ihre Mutter, kann sie sich kein Leben vorstellen. Sie lässt kaum mehr jemanden an sich ran. Keine Freunde mehr und auch kein Kontakt zu Cinder. Die einzigen die ihre wirklich nahestehen, sind ihr Physiotherapeut und ihre Psychologin. Ihr Gehstock wird ihr täglicher Begleiter, für immer eingeschränkt sein. Es geht nur sehr langsam voran, sie nimmt wieder Kontakt zu Cinder auf. Das ihr einziger Lichtblick am Tag ist, mit ihm zu schreiben. Denn nachdem ihre Mutter gestorben ist, muss sie zu ihrem Vater und seiner neuen Familie ziehen. Der Mann der sie damals einfach zurückgelassen hat. Neue Schwestern und eine neue Schule.Cinder und Ella sind einfach so süß zusammen. Obwohl die beiden sich noch nie im wahren Leben begegnet sind, sind sie wie Seelenverwandte. Sie können einfach nicht ohne einander. Sie bauen sich gegenseitig auf und sind füreinander da, sowohl an den hellen als auch an den dunklen Tagen. Ich bin so verliebt in die beiden. Einfach märchenhaft schön.Mir wurde eigentlich erst später klar, dass das Buch eine Märchenadaption von Cinderella ist. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass der eine Protagonist Cinder und die andere Protagonistin Ella heißt und so es zusammen Cinderella ergibt. Schon lustig, aber für mich dann noch einmal umso schöner.ProtagonistenElla habe ich von Anfang an so in mein Herz geschlossen, einen so tollen Protagonisten hatte ich schon lange nicht mehr. Man konnte sich so gut in sie hineinversetzen, als würde man selber fühlen was sie fühlt. Trauer, Angst, Hoffnung, Freude. Sie musste einfach so viel im Leben durchmachen, so viel ertragen. Auch sie hat ihre dunklen Tage, an denen sie nichts mehr Gutes sieht und sich den Tod wünscht, kein Wunder, wenn man sowas erleben musste, was sie erlebt hat. Alles verloren was ihr eins wichtig war und muss ganz von vorn anfangen.Cinder ist einfach toll, ich mochte ihn so sehr. Er versucht Ella immer wieder aufzuheitern, wenn sie am Boden ist. Er ist einfach immer für Sie da. In dem Buch finden wir heraus, wer er wirklich ist, aber das macht ihn nicht weniger toll. Im Gegenteil. So ein sympathischer Protagonist.SchreibstilDer Schreibstil hat mir von der ersten Seite an so gut gefallen. Ausführlich, klar und verständlich, dass das lesen wirklich spaß gemacht hat. Die Autorin schreibt sehr detailreich und bildhaft, sowohl das Setting als auch die Protagonisten haben mich absolut überzeugt. Auch wurden die Protagonisten sehr real dargestellt, das man sich wirklich gut in sie hineinversetzen konnte.EndeDas Ende hat mich so umgehauen, nicht das es mich wirklich überrascht hätte, aber es war so schön und so passend zu der Geschichte. Ich habe so mit den Protagonisten mitgefiebert, absolut fantastisch.FazitEin Buch und eine Geschichte mit der ich so zu Anfang vielleicht nicht gerechnet hätte, aber mich absolut überwältigt zurücklässt. Klar hält sie vielleicht nichts Neues für uns bereit, trotzdem ist die Umsetzung einzigartig. Mich hat sie echt überzeugt.Es ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven, denn das Buch ist so bewegend, so emotional, Ich weiß wirklich nicht, wie oft ich geweint habe. Tieftraurig, aber dabei so gefühlvoll und grenzenlos. Die Geschichte ging mir unglaublich nah. Ein absolutes Jahreshighlight!Ich kann euch das Buch wirklich nur empfehlen, Cinder und Ella werden euer Herz im Sturm erobern. Ich werde es auf jeden Fall noch öfters lesen. Und ich bin schon so gespannt auf den zweiten Teil der Geschichte „Cinder & Ella - Happy End und dann?“Bewertung 5/5 Sterne
--- Kurzinhalt ---In einem traumatischen Autounfall verliert die 18-jährige Ella ihre geliebte Mutter. Sie selbst verbringt viele Wochen im Krankenhaus und muss sich unzähligen Operationen unterwerfen. Da sie als selbstmordgefährdet eingestuft wird, nimmt ihr Vater sie mit nach Los Angeles, wo sie fortan ihren beiden spießigen Stiefschwestern ausgesetzt ist. Nichts wünscht sich Ella mehr, als ihre eigene Wohnung, um dieser feindseligen Familie zu entgehen. Weil ihre Psychotherapeutin der Meinung ist, das würde nur gehen, wenn Ella wieder mehr unter Leute kommt, nimmt sie kurzerhand Kontakt zu ihrem alten Mail-Freund Cinder auf. Hinter Cinder steckt niemand anderes als Brian Oliver, ein bekannter Filmstar, wovon Ella natürlich keine Ahnung hat...--- Lesefluss ---Ich bin in einen regelrechten Leserausch gefallen. Das Buch las sich so flüssig und angenehm, dass die Zeit nur so dahin flog. Mitten in der Nacht musste ich mich tatsächlich dazu zwingen, aufzuhören, damit ich am nächsten Tag nicht als Zombie ende.Wir lernen beide Perspektiven kennen: die von Brian, alias Cinder und die von Ella. Die beiden Einblicke verleihen dem Roman hier einen richtigen Pepp. Zudem kommen die Gespräche via Messenger zwischen den beiden. Das hat mich ein bisschen an »Gut gegen Nordwind« erinnert, ein Buch, das ich ebenfalls liebe!--- Protagonisten ---Ella ist 18 und ihre gesamte rechte Körperseite ist mit Narben vom Autounfall übersät. Ihre große Leidenschaft sind Bücher (wie sympathisch :-D) und sie betreibt auch ihren eigenen Buchblog. Sie muss sehr viel Spott und Diskriminierung über sich ergehen lassen, und obwohl es ihr sehr schmerzt, fehlt ihr doch die Kraft sich zu wehren. Ich glaube, sie ist einfach nur müde, weil sie alles verloren hat, was ihr wichtig war. Cinder ist ihr Rettungsanker, ihr Seelenverwandter.Brian, alias Cinder, ist der Sohn eines bekannten Hollywood-Regisseurs. Schon sehr früh hat er deshalb in den Filmen seines Vaters mitgespielt, sich dann aber irgendwann abgeseilt. Das hat sein Vater ihm sehr übel genommen, denn anstatt ihn zu unterstützen, zeigt er ihm wie wenig er ihn respektiert und an ihn glaubt. Brian hat also eine typisch ambivalente Beziehung zu seinem Dad: auf der einen Seite hasst er ihn, auf der anderen Seite wünscht er sich nichts mehr als seine Anerkennung.Er ist zudem, wie typisch im Filmbusiness, die Marionette, die alles mögliche über sich ergehen lassen muss. Er darf vom Prinzip her nicht selbst entscheiden und fühlt sich deshalb wie gefangen.--- Was macht das Buch so besonders ---Ich mochte die moderne Interpretation von Cinderella sehr! Die Darstellung des Prinzen als reicher Teenie-Filmstar zu verkörpern und das arme Aschenbrödel als gebrochenes Mädchen, das ihre geliebte Mutter verloren hat. Gleichermaßen fand ich es aber auch sehr gut, dass nicht alle Klischees aus dem Märchen übernommen wurden. Zum Beispiel hat zumindest die eine Stiefschwester im Laufe der Geschichte eine innerliche Wandlung durchlebt und war am Ende zu einer der besten Freundinnen von Ella geworden. Das war erfrischend und wohltuend.Ich habe so mitgefühlt mit Ella – wie sie unter ihren Narben leidet und zu allem Überfluss dann auch noch von ihrer eigenen Stief-Familie (zumindest am Anfang) diskriminiert wird. Manchmal war ich echt den Tränen nahe. Für mich ist es echt eine furchteinflößende Vorstellung, dass Teenager so grausam sein können, sich über ein vernarbtes Mädchen so lustig zu machen und zu hänseln. Ja, es gibt das, aber verstehen tue ich diese Welt nicht.Umso mehr habe ich mich gefreut, wie Brian, alias Cinder, ihr ein Strahlen ins Gesicht zaubern konnte – jedes Mal, wenn die beiden miteinander geschrieben haben, sind auch meine Mundwinkel nach oben gegangen. Genau das macht ein tolles Buch aus – wenn man die Emotionen der Protagonisten am eigenen Leibe spüren kann.Außerdem fand ich es amüsant, dass man als Leser einen Wissensvorsprung gegenüber Ella hat: man wusste ja, dass hinter Cinder der berühmte Brian steckt und Ella war total ahnungslos. Das hat für so manchen Schmunzler gesorgt.--- Mein Fazit ---Ich kann von diesem Buch nur schwärmen und es jedem empfehlen, der auf märchenhafte Liebesgeschichten steht. Ich habe förmlich an den Seiten geklebt und war schon in der Mitte des Buches traurig, dass es bald ein Ende nehmen würde. Der Roman ist ein regelrechtes Highlight gewesen – die Emotionen, die Wortgefechte, die traumhafte Liebesgeschichte und die moderne Interpretation dieses wunderbaren Märchens.