Kinderbücher über das mehrgenerationale Familienleben
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Produktbeschreibung
Wie bitte? Oma mag Äpfel? Mag Oma nicht auch Anna? Doch, natürlich mag die alte Dame, die einst in einem Haus zwischen Apfelbäumen wohnte, ihre Enkelin. Aber es scheint manchmal so, als hätte Oma das vergessen, hier in ihrem Zimmer im Altenheim. Das und noch so einige andere Erinnerungen ...¿ Was mit Oma los ist, wenn sie glaubt, den Mann aus der Zeitung zu kennen, ihre kleine Anna aber nicht sieht, obwohl sie ihr sogar ein Bild gemalt hat, davon erzählt diese Geschichte. Ein Bilderbuch über Demenz, das Kinder in schwierigen Gefühlswelten nicht alleine lässt. Annas Eltern verstehen es, feinfühlig aufzuklären, und die kleine Heldin der Geschichte wiederum versteht, es mit Humor zu nehmen. Schließlich hat sie sogar eine Idee, wie Oma eine alte Erinnerung wecken kann. Um dieses immer häufiger auftretende und immer wichtiger werdende Thema kindgerecht zu vermitteln, hat sich ein ExpertInnenteam zusammengefunden und dieses Buch entwickelt. Mit Nachwort für Erwachsene und Betroffene.
Bewertungen & Erfahrungen
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Redaktion21.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Bilderbuch ist wunderschön und sehr einfühlsam, es beschreibt die Beziehung zwischen Anna und Oma auf eine sehr liebevolle Art. Ich empfehle es jedem, der sich für das mehrgenerationale Familienleben interessiert.
… ich dachte es geht mehr um den Apfel. Eigentlich geht es um alt werden und Tod. Musste es leider zurück schicken. Wer aber etwas zum Thema sucht, sollte unbedingt das Buch kaufen.
Worum geht es?Einst lebte Oma in einem Haus mit einem schönen Garten. In diesem Garten stand ein prächtiger Apfelbaum. Oma liebt Äpfel. Jetzt lebt Oma aber in einem Pflegeheim und Anna geht sie regelmäßig mit Papa besuchen. Annas Oma hat Demenz und Anna merkt, dass ihre Oma nicht immer auf alles reagiert, was Anna ihr sagt. Das macht Anna traurig und auch manchmal wütend. Doch dann hat sie eine tolle Idee, wie sie mit ihrer Oma wieder mehr in Kontakt kommen kann.Meine Meinung:Demenz ist ein A*loch. Leider wird die Erkankung in den nächsten Jahren noch mehr Menschen als bisher betreffen und so kommen auch unsere Kinder immer mehr mit ihr in Kontakt. Auch in unserer Familie haben wir schon Erfahrungen damit machen müssen und anfangs waren wir unserer Tochter gegenüber ziemlich sprachlos. Deshalb fühlen wir uns von der Geschichte im Buch auch wirklich gut abgeholt.Aus der Sicht von Anna erfahren wir, wie sie die Demenzerkrankung ihrer Oma erlebt. Ihre Eltern begegnen ihr offen und antworten auf alle Fragen zur Krankheit, aber auch über den Tod auf kindgerechte Art und Weise. So erklärt der Vater an einer Stelle, dass er nicht weiß, was nach dem Tod kommt, aber dass es unterschiedliche Vorstellungen davon gibt. Gerade dieses Gespräch, aber auch das über die Krankheit selbst, empfinde ich als sehr realitätsnah. Auch die Wut Annas, weil ihre Oma einfach nicht mehr die alte ist, finde ich wichtig. Sie zeigt den Kindern, dass alle Gefühle sein dürfen.Durch den kindlichen Ton der angeschlagen wird, nimmt es dem Thema die bittere Schärfe und die Geschichte ist einfühlsam und liebevoll. Sie findet sogar ein sehr warmherziges und positives Ende, als Anna mit ihrer Oma Äpfel schält und isst. Etwas, das Oma (noch) nicht vergessen hat.Die Illustrationen sind zauberhaft schön und untermalen die melancholische Grundstimmung sehr gut.Fazit: Ein sehr feinfühliges Buch über eine fiese Erkrankung und den Umgang damit. Für Kinder ab etwa 3,5-4 Jahren. Ich bin sehr dankbar, dass es Bücher wie dieses hier gibt und möchte eine große Empfehlung aussprechen.Werbung unbezahlt - Rezensionsexemplar
Es gibt Bücher, die treffen mich unerwartet und mitten ins Herz. Dies passiert sehr selten, aber immer dann, wenn sie ganz bestimmte Erinnerungen in mir wach rufen. Beim letzten Buch, das mich auf diese Weise berührt hat, waren es Erinnerungen an meine verstorbene Oma. Bevor sie unerwartet starb, war sie bereits an Demenz erkrankt. Demenz ist eine Krankheit, die langsam voranschreitet und den Betroffenen vieles unwiederbringlich vergessen lässt. Für mich war es damals sehr schwer, das Voranschreiten dieser tückischen Krankheit bei meiner Oma mit anzusehen. Es war, als würde sie sich Stück für Stück aus dieser Welt davonstehlen. Wenn also eine Erwachsene, wie ich es damals war, kaum verstehen kann, was mit der geliebten Oma geschieht – wie soll man es dann einem Kind erklären?Anna mag Oma und Oma mag ÄpfelEine gute Möglichkeit Kindern verständlich zu vermitteln, was die Erkrankung Demenz mit den Betroffenen macht, bietet das wunderbare Kinderbuch „Anna mag Oma und Oma mag Äpfel“ von Katrin Hofer Weber und Tatjane Mais-Wyss. In diesem Buch erzählt die kleine Anna aus ihrem Leben. Zu ihrem Alltag gehören regelmäßige Besuche bei ihrer lieben Oma, die jetzt in einem Seniorenwohnheim lebt. Gerne schwelgt Anna in Erinnerungen an frühere Zeiten, denn mit dem Umzug ihrer Oma hat sich vieles verändert. Nicht nur, dass ihr schönes Haus samt prächtigem Garten und dem großen Apfelbaum nun von fremden Menschen bewohnt wird. Auch Oma hat sich verändert und Anna tut sich schwer daran, diese Veränderungen zu verstehen.Annas Eltern erklären ihr im Laufe der Handlung, dass ihre Oma an Demenz erkrankt ist. Mit großem Einfühlungsvermögen thematisieren sie, dass durch diese Erkrankung die geistigen Fähigkeiten vermindert werden. Ihre Erinnerungen verblassen Stück für Stück, um im Verlauf der Krankheit unwiederbringlich aus dem Gedächtnis zu verschwinden. Anna erfährt, dass es bestimmte Dinge gibt, die Oma nicht vergessen hat. Und Anna hat eine Idee, welche Erinnerung sie beide nicht vergessen haben.„Anna mag Oma und Oma mag Äpfel“ ist ein wichtiges und sehr bewegendes Bilderbuch. Die Geschichte ist tröstend und erklärt mit ästhetischen und stimmungsvollen Illustrationen und einem einfühlsamen Text, der keine Fragen offen lässt, was die Erkrankung Demenz für die Betroffenen bedeutet. Die literarische Hauptfigur verdeutlicht, dass Kinder eine ganz besondere Gefühlswelt haben und oft anders reagieren, als wir Erwachsenen.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.