Wunderbar die Idee, einem Buch lediglich 64 Seiten Gelegenheit zu geben, eine Geschichte zu erzählen. In diesem Fall besonders schön, wenn man alle Bücher von Wolfgang Schorlau gelesen hat. Grandios erzählt und damit sehr empfehlenswert.
Wer des Autors Detektiven Dengler -kontaminiert durch irgendeinen Roman, wie es ein Reszensent treffend bemerkte-durch dessen sechs Abenteuer begleitet hat, wird schon beim Titel des Buchs neugierig. Der Plot: unbedarfter Schriftsteller legt sich selbst unschuldig die Schlinge um den Hals und kommt nicht mehr da raus.Die Ursachen: dem Autor fällt ein Auftrag über 24.000 €, die er sehr gut gebrauchen kann, sozusagen aus dem Himmelin den Schoß; der Auftrag ist abenteuerlich,wird aber nicht mehr hinterfragt, schon gar nicht mehr, als die 50% Anzahlung per Boten überbracht wird, was der Autor dann auch ungelesen quittiert. Der Autor begibt sich auf die Suche nach einem perfekten, innerhalb eines Museums zu begehenden Mord unf findet die Art der Ausführung,überprüft sie innerhalbdesMuseums auf Machbarkeit, hinterlässt Spuren.Nach dem ausführungsgerechten Tod einer Museumsmitarbeiterin verstrickt er sich in einer Lüge, andere von ihm selbst gesteuerte Entwicklungen tragen zum Verdacht seiner Täterschaft bei, insbesondere ein unbedachter Aufsuch des Hauses des Opfers. All das führt zur Verhaftung und zur Verurteilung des Ich-Erzählers. Geldgier/Not, Hybris, Lügen, Dummheit, das Ursachenbündel...finiVielleichtneigen wir alle dazu,bei plötzlichen, vom Himmel fallenden, uns vorteihaften Möglichkeiten nur auf die Chance und nicht merh auf ihren Hintergrund zu achten...und lassen uns manipulieren...weil wir eine geschäftsübliche Sorgfalt und Vorsicht schlicht vergessen walten zu lassen, wenn es uns selbst betrifft....wir sind ja in unseren eigenen Angelegenheiten stets so clever....Mag sein,dass uns der Autor insoweit Einblick in sein reales,von seiner Figur Dengler abweichendes Verhaltensmuster gewähren wollte oder eine Warnung verkündet, nach der Spitzenangebote auch immer einen giftigen Haken haben können, wir also achtsam sein sollen, wenn uns die gebratenen Tauben sozusagen in den Mund fliegen sollen...oder die Idee war eigentlich für einen Dengler, aber es reichte dann doch nur für 57 in Summe kurzweilige Leseseiten...who knows:-)