Ich als Traumatherapeutin habe dieses Buch schon sehr oft Klienten und Kollegen aber auch Freunden und Familienmitgliedern empfohlen! Frau Dana schreibt sehr klar, leserlich, verständlich, auf eine Art, die Lust macht, weiterzulesen. Ein eigentlich trockenes Thema wird sehr anschaulich und eingängig beschrieben und der Clou des Buches sind die Mengen an praktischen Übungen! Arbeitet man die durch, hat man das Thema sehr gut begriffen (so man denn ehrlich zu sich selber ist und etwas eintaucht). Uns geht es so, dass wir die Polyvagaltheorie durch die Bücher von Deb Dana als festen, oft erwähnten Teil des (Arbeits)Alltags nutzen!
Im vorliegenden Buch „Arbeiten mit der Polyvagal-Theorie“ erklärt die Autorin Deb Dana, auf erhellende Weise, wie man die Polyvagal-Theorie unkompliziert im Alltag einsetzen kann.Übungen zur Regulation des Autonomen Nervensystems werden gezeigt. Das Buch ist primär für Therapeuten, aber in jedem Fall auch für Betroffene geeignet, die ein Trauma erlebt haben und davon leiden!! Das Ziel dieser Therapie ist immer: die Förderung von Sicherheit und Verbundenheit.Die „polyvagal informierte Therapie“, wie Deb Dana es nennt, ist vermutlich eine wichtige Therapie der Zukunft. Sie ist äußerst wirksam, lässt sich vom Klienten/Patienten sehr einfach in den Alltag einbinden.Ein auf der Polyvagal-Theorie basierender Behandlungsansatz geht davon aus, dass das Autonome Nervensystem durch frühe Erlebnisse geprägt wurde, meist in einer Art autonomer Stressantwort „stecken geblieben“. An diesem Punkt setzt eine polyvagal-informierte Therapie an und unterstützt den Klienten wieder in die Regulation zu kommen. Deb Dana zeigt im Buch, wie Therapeuten Ihren Klienten helfen können, sich in ihr Nervensystem einzustimmen, um ihre gewohnten Reaktionsweisen mit Hilfe vielfältiger Übungen zu ändern. Ja und das geht mit diesen einfachen Übungen genial gut und zuverlässig!!Das Buch stellt Übungen vor, die man in den Therapiesitzungen einüben kann. Die Übungen sind allesamt von Deb Dana selbst entwickelt, die ein großes Talent hat die komplizierte Theorie von Stephen Porges praktisch für die Psychotherapie zu nutzen. Der Klienten kann die Übungen auch in der Zeit zwischen den Sitzungen anwenden und so Schritt für Schritt sein autonomes Nervensystem umzustimmen. Dies führt zu positiven Veränderungen und zur besseren Kenntnis der eigenen autonomen Reaktionen.In Teil I werden zentale Begriffe wie [autonome] Hierarchie, Neurozeption und Co-Regulation erklärt. Man kann also das Buch prima nutzen, ohne das Buch 1 von Deb Dana zu kennen! (Einige grundlegenden Übungen sind natürlich in beiden Büchern, aber die meisten Übungen hier im Buch sind neu und viel feiner zu adaptieen.)Falls Sie das erste Mal eine Einführung in die Polyvagal-Theorie lesen, finden Sie in den Kapiteln 1 bis 3 alle wichtigen Infos.Aber unabhängig davon, ob die Sicht der Polyvagal-Theorie für Sie neu ist, sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen, die in jedem dieser drei Kapitel enthaltenen »Mini-Übungen« auszuführen.Deb Dana hat eine Begabung „Mini-Übungen“ zu entwickelt, das ist phantastisch! Sie sind sehr hilfreich. Diese Mini-Übungen helfen, eine Verbindung zwischen den Prinzipien der Polyvagal-Theorie und dem persönlichen Erleben herzustellen. Das Üben schafft so eine solide Grundlage für die Arbeit mit Klienten aus der Perspektive des ANS zu schaffen.Man lernt im Buch, wie man sich mit dem eigenen Nervensystem an freunden, es formen kann, wie man Neues integrieren kann und wie man sich mit anderen verbinden kann (Menschen oder Säugetieren). Das sind die Schritte, die wir hier mit Deb Dana lernen. Im Buch wird dazu eine verblüffende Vielfalt von praktischen Übungen gezeigt.Die Übungen lassen sich m. M. nach gut in viele anderen Therapieformen einflechten. Man sollte Sie aber selbstverständlich vorher selbst ausprobiert haben. Das eigene Nervensystem sollte man als polyvagal informierter Therapeut steuern können.Es ist übrigens echt interessant Deb einmal zu sehen, wie sie das tut. Sie kann ihr Nervensystem sehr gut aussteuern. Da kann man mal bei You tube sich ein Video aussuchen.Viele Therapeuten werden sich selbst in diesem Prozess, in dieser Art von körperorientierten Therapie viel besser kennen lernen. So ging es jedenfalls mir.Deb Dana sagt übrigens immer wieder, DIE Polyvagal-Therapie im engeren Sinne gibt es nicht!!Ziel Ihrer Übungen ist: gewohnte Reaktionsmuster zu unterbrechen und durch Training neue, gesündere Muster im Nervensystem entstehen zu lassen. Wobei natürlich der Klient selbst entscheiden muss, was für ihn passender ist!Ziel ist weiterhin, die Fähigkeit zu entwickeln zwischen den Stressantworten wechseln zu können: also vom dorsalen Vagus in den Sympatikus und dann wenn möglich immer in den ventralen Vagus zu kommen (autonome Leiter).Man kann also den Klienten beibringen, ihrem Körper, den autonomen Erzählungen seiner Eingeweide zu lauschen und zu zuhören. Das klingt komisch, lautet doch der Name dieses Nervensystem autonom.Die Bezeichnung „autonom“ suggeriert, dass man da gar nichts beeinflussen kann. Aber die Polyvagal Theorie von Stephen Porges hat uns eben eines Besseren belehrt: man kann sein Nervensystem sehr wohl beeinflussen. Als voll ausgebildete, klinisch tätige Atemtherapeutin wusste ich natürlich um die Regulationsfähigkeit des Autonomen Nervensystems. Man lernt aber nie aus! Auch der schwer traumatisierte Patient kann sehr gut umlernen, um sich wieder sicher in seiner Haut zu fühlen.Der von Deb Dana vorgeschlagene Therapieansatz im Sinne der Polyvagal-Theorie hilft also Klienten1. zu erforschen, inwiefern das ANS ein „genährtes und nährendes“ Erleben ermöglicht (also RAUS aus dem Dauer-Stress eines traumagesteurten Erlebens).2. leiten diese Übungen sie dazu an, dieses wichtigen Systeme ihres Körpers aktiv zu nutzen.3. In der Therapiesitzung erleben die Patienten die zuverlässig Co-Regulation von ihrem Therapeuten!! Der Therapeut sollte jedoch selbst dazu ausgebildet und trainiert sein, die Verbundenheit mit seinem eigenen ventral-vagalen Zustand zu erzeugen.Vom ventral-vagalen System des Therapeuten gestützt (oder getragen) können die Patienten so lernen, den Zustand der Mobilisierung und des Kollaps zu erforschen, ohne sich zu gefährden.Der Prozess der autonomen Reorganisation, der in der Therapie beginnt, wird durch das Ausführen von Übungen in der Zeit zwischen den Therapiesitzungen vertieft.In Teil I werden Begriffe wie [autonome] Hierarchie, Neurozeption und Co-Regulation erklärt. Man kann also das Buch auch gut nutzen, ohne das Buch 1 von Deb Dana zu kennen!Falls Sie das erste Mal eine Einführung in die Polyvagal-Theorie lesen, finden Sie in den Kapiteln 1 bis 3 alle wichtigen Infos.Aber unabhängig davon, ob die Sicht der Polyvagal-Theorie für Sie neu ist, sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen, die in jedem dieser drei Kapitel enthaltenen »Mini-Übungen« auszuführen.Deb Dana hat eine Begabung „Mini-Übungen“ zu entwickelt, das ist phantastisch! So was habe ich noch nie gesehen! Sie sind sehr hilfreich. Diese Mini-Übungen helfen, eine Verbindung zwischen den Prinzipien der Polyvagal-Theorie und dem persönlichen Erleben herzustellen. Das Üben schafft so eine solide Grundlage für die Arbeit mit Klienten aus der Perspektive des ANS zu schaffen.„Untersuchungen über die Herausbildung von Gewohnheiten haben ergeben, dass durchschnittlich 66 Tage des Übens erforderlich sind, um eine Aktivität zu automatisieren, wobei gelegentliches Auslassen eines Tages kein Problem ...ist......"Mein Tipp: unbedingt lesen. Unbedingt die Mini-Übungen ausprobieren.