1. Welche Kabeltypen kommen in Betracht
Der wichtigste Kabeltyp in Europa hei?t Typ 2 so wie auch der 7-polige Stecker an seinem Ende. Entwickelt hat ihn die Firma Mennekes. Seit 2013 hat die EU-Kommission den Typ 2 als Standard für das Laden mit Wechselstrom festgeschrieben. Die maximale Ladeleistung liegt bei 43 kW. Etwas älter ist der Typ 1, er stammt aus dem Jahr 2009. Seine Ladeleistung ist inzwischen nicht mehr zeitgemä? Typ-1-Kabel und die entsprechenden Stecker bringen es auf lediglich 7,4 kW.
2. Welcher Anschluss empfiehlt sich
Eine weitere Möglichkeit ist das Combined Charging System, kurz CCS genannt. Sein Name stammt daher, dass es sowohl mit Wechselstrom als auch mit Gleichstrom laden kann. Es ist seit 2013 auf dem Markt. Die Combo-2-Buchse von CCS im Fahrzeug kann auch die Wechselstrom-Stecker eines Typ-2-Kabels aufnehmen. Das Laden mit Gleichstrom als zusätzliche Option geschieht über 2 Extra-Kontakte. Es ermöglicht deutlich höhere Ladeleistungen als mit Wechselstrom. An öffentlichen Ladesäulen sind 50 kW mit CCS und Gleichstrom üblich. Combo-2-Kupplungen müssen an neuen öffentlichen Ladesäulen vorhanden sein so sieht es eine Verordnung vor.
3. Auf welche Daten ist zu achten
Ein Typ-2-Ladekabel ist zumindest für die nähere Zukunft eine sichere Investition. In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass allgemein zugängliche Wechselstrom-Ladepunkte einen Typ-2-Anschluss besitzen müssen. Auch gängige mobile Ladestationen wie die go-e Charger Home 22kW sind mit einem Typ-2-Anschluss versehen. Zu Hause ist mit der Typ-2-Technik eine Ladeleistung von 22 kW realisierbar. Dazu muss ein 400-Volt-Drehstrom-Anschluss mit einer Stromstärke von 32 A vorhanden sein. Bei den üblichen heimischen 16 A und mit Drehstrom reicht die Leistung für 11 kW, immerhin ist damit ein 30-kWh-Akku in drei Stunden geladen. An einer normalen 230-Volt-Steckdose mit 10 A ist bei nur 2,3 kW stattdessen rund ein halber Tag zu veranschlagen. Das Laden mittels Schukostecker ist daher kaum mehr als eine langwierige Notlösung.