Moriarty
Gegenwartsliteratur EAN 9781409189305

Moriarty

Hersteller: Orion  ·  MPN: 9452912
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Produktfakten auf einen Blick

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Orion
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9781409189305
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Produktbeschreibung

Sherlock Holmes is dead. Days after Holmes and his arch-enemy Moriarty fall to their doom at the Reichenbach Falls, Pinkerton agent Frederick Chase arrives from New York. The death of Moriarty has created a poisonous vacuum which has been swiftly filled by a fiendish new criminal mastermind. Ably assisted by Inspector Athelney Jones, a devoted student of Holmes's methods of investigation and deduction, Chase must hunt down this shadowy figure, a man much feared but seldom seen, a man determined to engulf London in a tide of murder and menace. The game is afoot . . .

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 2 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Buechermonster 21.06.2024 amazon.de
Der Brite Anthony Horowitz hat bereits im Jahr 2011 mit seinem Sherlock-Holmes-Roman „The House of Silk“ (dt. „Das Geheimnis des weißen Bandes“) unter Beweis gestellt, dass er nicht ohne Grund von den Nachlassverwaltern von Arthur Conan Doyle – dem “Sir Arthur Conan Doyle Literary Estate” – ausgewählt wurde, die Geschichten um den berühmten Meisterdetektiv fortzuführen. Sein zweiter offiziell abgesegneter Holmes-Krimi „Moriarty“ wartet jedoch mit einem Kuriosum auf, denn als die Geschichte im schweizerischen Meiringen einsetzt, sind sowohl Sherlock Holmes als auch sein großer Rivale Professor Moriarty bereits tot – gestorben in den Fluten des Reichenbachfalls, nachdem sich die beiden zuvor einen erbitterten Kampf um Leben und Tod geliefert hatten. Nicht nur Sherlock-Holmes-Fans dürften zwar wissen, dass der Meisterdetektiv laut den späteren Werken Conan Doyles seinen Tod letztlich nur inszeniert hat, trotzdem sieht die Ausgangssituation des Buches so aus, dass man es hier mit einem Holmes-Roman zu tun hat, dem mit Sherlock Holmes, Moriarty und auch Dr. John Watson die drei prägnantesten Figuren der Erzählungen fehlen – kann das überhaupt gut gehen?Um die Antwort gleich mal vorwegzunehmen: es kann – vielleicht auch, weil Anthony Horowitz mit dem New Yorker Pinkerton-Detektiv Frederick Chase und dem Londoner Scotland-Yard-Ermittler Athelney Jones zwei Protagonisten bietet, die den großen „Stars“ nicht komplett unähnlich sind. So ist z.B. Jones als großer Bewunderer Sherlock Holmes’ selbst sehr bemüht, den begnadeten Deduktionsfähigkeiten seines großen Vorbildes nachzueifern (und dies mit durchaus beeindruckendem Erfolg) und der nicht weniger engagierte, aber ermittlerisch vielleicht noch nicht ganz so routinierte Chase schlüpft ein wenig in die Watson-Rolle – auch, weil der New Yorker als Ich-Erzähler fungiert und aus seiner Sicht über die Ereignisse nach dem Reichenbachfall-Showdown berichtet. Selbst einen Moriarty-Nachfolger scheint Horowitz gefunden zu haben, denn mit dem Schurken Clarence Devereux versucht ein neues kriminelles Genie London, England und letztlich auch ganz Europa unter seinen Einfluss zu bringen – und dies mit einer selbst für die Londoner Unterwelt verstörenden Kompromisslosigkeit, auch wenn diese in letzter Konsequenz nicht ganz überzeugende Figur vielleicht zur einzigen wirklichen Schwäche des Romans wird. Weil aber nicht nur die Charaktere in manchen Momenten an die berühmten Doyle-Helden erinnern, sondern Horowitz wie schon in „The House of Silk“ auch stilistisch gekonnt an die Holmes-Klassiker anknüpft, kommt selbst ohne Holmes, Watson & Co. tatsächlich Sherlock-Holmes-Feeling auf – auch, weil diese zwar physisch durch Abwesenheit glänzen, aber letztlich dennoch eine nicht unbedeutende Rolle spielen und zumindest am Rande immer wieder erwähnt werden.Auch der Fall selbst dürfte den hohen Ansprüchen des Meisterdetektivs genügen und ist raffiniert konstruiert, insgesamt wohl etwas deftiger als die Originale Conan Doyles und auch vom Tempo her etwas flotter, dennoch hat „Moriarty“ jederzeit den gewohnten Charme, da Horowitz auch die Schauplätze atmosphärisch beschreibt und man sich so fast selbst durch die gefährlichen Straßen des viktorianischen Londons bewegt. Einen besonderen Reiz bezieht die Geschichte zudem dadurch, dass man als Leser dem Braten nie so ganz traut und ehrgeizig versucht, eher hinter die Erklärung für die Ereignisse zu kommen als es die Figuren dieses Romans tun. Der größte Trumpf dieses Romans ist jedoch ohne Frage die Auflösung der Geschichte, denn Anthony Horowitz liefert hier einen wirklich spektakulären Plottwist ab, der einen wohl selbst dann verblüfft zurücklässt, wenn man vielleicht doch schon eine richtige Ahnung hatte. Möglicherweise fühlt man sich vom Ende des Buches auch zunächst ein wenig vor den Kopf gestoßen, doch die ausführliche Erklärung lässt letztlich keine Fragen mehr offen und zeigt auch, dass Horowitz seinen Lesern tatsächlich eine faire Chance gelassen hat, selbst den Fall zu lösen – ein wirklich grandioser Abschluss dieser clever konstruierten Geschichte, der umgehend Lust auf einen zweiten Durchgang macht, um die entsprechenden Hinweise noch einmal selbst zu finden. Für mich persönlich ist „Moriarty“ tatsächlich sogar die beste Sherlock-Holmes-Geschichte, die bisher gelesen habe, und das ohne den Meisterdetektiv selbst – dieses Kunststück muss man als Autor auch erst einmal fertig bringen. Chapeau, Anthony Horowitz!
O. 21.06.2024 amazon.de
Für meinen Geschmack weicht das zu sehr davon ab, wie Arthur Conan Doyle geschrieben hat. Zuviel Aktion und Bumm-bumm, zuviel Hektik und Überraschungen, die mir etwas zu plötzlich auftauchen.
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