Schorlau, Wolfgang: Rebellen
Gegenwartsliteratur EAN 9783462046861

Schorlau, Wolfgang: Rebellen

Hersteller: Kiepenheuer & Witsch Gmbh  ·  MPN: 1165249
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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Kiepenheuer & Witsch GmbH
EAN
9783462046861
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Gegenwartsliteratur
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Produktbeschreibung

Rebellen - Eine Geschichte von Freundschaft, Verrat und Liebe in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs Wolfgang Schorlaus Roman Rebellen erzählt die Geschichte von Alexander und Paul - zwei Jungen aus völlig unterschiedlichen Welten. Alexander wächst in begüterten Verhältnissen auf, während Paul im Waisenhaus lebt. Trotz ihrer Unterschiede entwickelt sich zwischen ihnen eine ungewöhnliche Freundschaft, die jedoch auf eine harte Probe gestellt wird, als Verrat ihre Wege kreuzt. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Umwälzungen der 60er- und 70er-Jahre spinnt Schorlau eine fesselnde Geschi

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 28.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Der Roman Rebellen bietet zwar eine interessante Geschichte über Freundschaft und Umbrüche, aber die Darstellung der Themen wirkt manchmal etwas vage. Insgesamt ist es ein lesenswertes Werk, das aber nicht alle Erwartungen erfüllt.
Redaktion 28.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Tiefgründig!
Havers 11.09.2023 amazon.de
Wolfgang Schorlau kannte ich bisher nur als Autor von Politthrillern mit Georg Dengler, dem Ex-BKAler und Privatermittler aus Stuttgart. Aber wie bereits die Themenauswahl dieser Bücher erkennen lässt, ist Schorlau ein politischer Mensch, der seine Leser informieren möchte, aber natürlich auch Flagge zeigt, wie beispielsweise durch sein Engagement gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21.Jetzt wird er offenbar nostalgisch, betrachtet er doch in seinem neuesten Roman "Rebellen" einen Zeitraum, der für die persönliche Entwicklung und die allmähliche Politisierung all derjenigen, die jetzt älter als fünfzig Jahre sind, von immenser Bedeutung war.Rebellen", Handlungsort ist nicht Berlin oder Frankfurt sondern das idyllische Freiburg, und seine beiden Hauptfiguren sind Paul und Alexander. Schorlau betrachtet deren politischen Werdegang und ihre persönliche Entwicklung, schaut, was von den Träumen und Idealen der 68er-Bewegung am Ende übriggeblieben ist.Die sechziger und siebziger Jahre sind eine überaus interessante Zeitspanne in der Geschichte der BRD: anfangs haben nur die Studenten die Lügen ihrer Väter, die verlogene Moral und die verkrusteten gesellschaftlichen Strukturen satt und gehen auf die Barrikaden. Etwas später erfasst die Studentenbewegung auch Lehrlinge und junge Arbeitnehmer - die Jugend wird politisch.Genau für diese beiden Lager stehen Schorlaus Protagonisten, die sich schon seit Kindertagen kennen und Freunde sind, obwohl sie gegensätzlicher nicht sein könnten: Alexander kommt aus einer Fabrikanten-Familie, sein Freund Paul lebt im Waisenhaus, aber bekanntlich ziehen sich Gegensätze an, und das, was man selbst nicht ist, fasziniert am meisten. Und auch die Gründe, die für ihr politisches Engagement verantwortlich sind, unterscheiden sich, denn Alexanders Streben gilt eher der persönlichen Freiheit, wohingegen Paul eher der "Gerechtigkeit für alle"-Typ ist. Aber ganz so selbstlos, wie es scheint, ist er doch nicht, das zeigt sich spätestens dann, als Toni ins Spiel kommt, eine junge Frau, die von beiden Freunden begehrt wird. Daran zerbricht schlussendlich die Freundschaft von Alexander und Pauls, denn auch junge Revolutionäre können ihr Verhalten nicht von heute auf morgen ändern und freie Liebe ohne Besitzansprüche praktizieren.Auch Jahrzehnte später ist von der anfänglichen Rebellion kaum etwas übriggeblieben, angepasst und gesellschaftskonform leben die Rebellen von einst ihr bürgerliches Leben.Genau so war es - dieser Gedanke ging mir bei der Lektüre öfter durch den Kopf, denn Wolfgang Schorlau beschreibt die Aufbruchstimmung Ende der sechziger Jahre sehr lebendig und anschaulich, dieses Alles-ist-möglich-Gefühl, das aber im Verlauf der Jahre immer mehr den Anforderungen des Alltags weichen musste. Und da geht es Paul, Alexander und Toni nicht anders als den Lesern, die Teil dieser Bewegung waren und entweder durch die Institutionen marschiert sind oder sich mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten arrangiert haben.Bei der Lektüre des Buches hatte ich öfter das Gefühl, ich befände mich auf einer Zeitreise. Ähnliche Diskussionen geführt, die gleiche Musik gehört, prägende Erlebnisse - und dann aber auch die kritische Reflexion, was von den damals propagierten Idealen übriggeblieben ist.Nachdrücklich empfohlen - und nicht nur für die Alt-68er!
H. P. Roentgen 11.09.2023 amazon.de
Alexander ist der Sohn eines Unternehmers in Freiburg, Paul lebt im benachbarten Waisenhaus. Der eine geht auf das Gymnasium, der andere tritt mit vierzehn eine Lehre an. Trotzdem und gerade deshalb werden sie Freunde. Es sind die sechziger Jahre, mit festgefügten Schranken zwischen oben und unten, wer wohin gehört, ist bereits mit der Geburt in Beton gegossen. Aber gleichzeitig die Zeit, in der Jugendliche diese Trennung immer mehr in Frage stellen. So werden Alexander und Paul Freunde, erleben 68 und die Auseinandersetzungen um die Fahrpreise in Freiburg, Demos und Paul genießt die Aufmerksamkeit, die ihm als Arbeiter plötzlich seitens der Studenten entgegenschlägt. Früher war er das Heimkind, mit dem niemand etwas zu tun haben wollte, jetzt prügeln sich die Studentinnen um ihn.Heute ist Alexander Unternehmer, seine revolutionäre Vergangenheit hat ihm eine Menge beigebracht, das er jetzt nutzen kann. Paul hat das Rebellentum weitergetragen und jetzt ist er tot. Sie haben beide das gleiche Mädchen geliebt und Toni hat sich nie eindeutig für einen von ihnen entscheiden können.Wolfgang Schorlau schildert die wilde Zeit Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger anschaulich, lässt lebendig werden, warum es damals zu der Jugendrevolte kam und was heute aus den Rebellen geworden ist. Machmal ist es ein bißchen klischeehaft, meist sehr genau geschildert.Doch die Maoistenphase, die wird nur in wenigen Szenen angerissen. Warum sind diese Rebellen in den stalinistichen KBW eingetreten, haben übelsten Dogmatismus gepredigt und später die dort erlernten Techniken als Neoliberale weiter betrieben. Fast scheint es, sie hätten sich nicht geändert, sondern nur ihren politischen Ansichten einen neuen. cooleren Anstrich verpasst. Sieht man sich an, wieviele Ex-Maoisten heute in Wirtschaft und Politik führend sind, könnte ein Alien glauben, dass Mao kein Revolutionär, sondern ein Management-Guru war.Romane über die Jugendrevolte rund um 68 gibt es viele, doch kaum welche, die sich mit dieser Mao-Phase beschäftigen. Schorlau ist zu danken, dass er es erstmals anreißt, aber schade, dass es nur am Rande des Romans geschehen ist.Fazit: Spannender Roman über Rebellen, die in die Jahre und Amt und Würden gekommen sind, auch wenn die Liebe zu Mao und den diversen führenden Parteien der Arbeiterklasse etwas zu kurz kommt.Hans Peter Roentgen
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