Das verborgene Genie: Roman | Mit ihrer Entdeckung hat Rosalind Franklin die Welt verändert. Doch drei Männer bekamen dafür den Nobelpreis (Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte, Band 5)
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EAN 9783462003208

Das verborgene Genie: Roman | Mit ihrer Entdeckung hat Rosalind Franklin die Welt verändert. Doch drei Männer bekamen dafür den Nobelpreis (Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte, Band 5)

Hersteller: Kiepenheuer & Witsch Gmbh  ·  MPN: 6323577
4,6/5,0 (5 Bewertungen)
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Produktfakten auf einen Blick

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Kiepenheuer & Witsch GmbH
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Produktbeschreibung

Das verborgene Genie | Marie Benedict | Taschenbuch | Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte

Bewertungen & Erfahrungen

4,6 von 5,0
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 17.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk und ich war von Anfang bis Ende fasziniert von der Geschichte und den tiefgründigen Charakteren. Es ist eine unglaublich bewegende Lektüre, die man unbedingt lesen sollte.
Redaktion 17.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist absolut faszinierend und enthüllt eine unglaublich spannende Geschichte über eine wichtige, aber unbekannte historische Figur. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!
Redaktion 17.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Toll!
K 24.03.2024 amazon.de
Die Geschichte ist leider voll mit Frauen, die wegweisend waren, aber ihre Leistungen entweder einfach gestohlen oder zumindest nicht entsprechend gewürdigt wurden. Nur wenige Ausnahmen in der Wissenschaft erhoben sich über das Patriarchat. Dies gelang aufgrund großer Willensstärke, Selbstbewusstsein oder Unterstützung durch, genau, Männer. Viele andere Frauen vollbrachten im Verborgenen Pionierleistung und wurden, wenn überhaupt, viel zu spät entsprechend anerkannt. Der Film „hidden figures“ zeigte endlich einem großen Publikum, dass ohne die weiblichen mathematischen Genies die moderne Raumfahrt gescheitert wäre. Ähnliches gibt es aus vielen anderen Bereichen zu berichten. Die ersten Computer wurden zwar von Männern gebaut, aber die Programmierung mittels Lochkarten war Frauensache. Auch wurde die erste funktionierende Struktur des Internets, um eine vernünftige Ordnung und Suchmöglichkeit zu erschaffen, von Frauen angelegt. Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit einer Frau, die erst 50 Jahre nach ihrem Tod mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Der ihr eigentlich zustehender Nobelpreis wurde hingegen drei Männern verliehen, deren Namen in Verbindung mit der Entdeckung der DNA genannt werden, die aber tatsächlich diesen Preis „gestohlen“ haben. Dieser beeindruckenden Frau ist dieses Buch gewidmet. Das Leben der Dr. Rosalind Franklin wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Das führt natürlich zwangsläufig dazu, dass die weibliche Sicht der Autorin zum Tragen kommt und möglicherweise gewisse Eigenheiten der Protagonistin zugeschrieben wurden, die so vielleicht gar nicht vorhanden waren. Benedict schreibt in ihrem Nachwort von der Inspiration durch das Buch von Anne Sayre. Ob sie auch die vermutlich bessere Biografie von Brenda Maddox zu Rate gezogen hat, weiß ich nicht. All die charakteristischen Eigenheiten der Forscherin lassen sich vermutlich nur dann erkennen, wenn man alle Quellen als Grundlage nimmt, dazu gehören natürlich auch die Schriften der Konkurrenz. Dies ist für das verstehen der Lebensgeschichte sogar von enormer Bedeutung. Gerade die teilweise sture und eigensinnige Art der Franklin sorgte dafür, dass ihr Ruf nicht gerade der beste war. Ihre Ablehnung des Wettstreites in wissenschaftlichen Kreisen wirkt zumal naiv. Wettstreit und Konkurrenz waren und sind immer integraler Bestandteil der Wissenschaft, was natürlich eine gegenseitige Unterstützung nicht ausschließt. Sei es die Evolutionstheorie, dass heliozentrische Weltbild oder eben die Struktur der DNA, immer gab es konträre Meinungen, bis zur Verleumdung und Anfeindung. Im Falle Rosalind Franklin kam natürlich die feministische Seite zusätzlich zur Geltung, eine Frau, die den Männern Paroli bietet, wurde im Allgemeinen nicht gerne gesehen. Die positiven Gegenbeispiele und Unterstützer werden im Buch hinreichend gewürdigt. Deshalb spreche ich auch nicht von einem verborgenen Genie, denn das war die Arbeit der Franklin durchaus nicht. Vielmehr wurde ihr Genie aus Konkurrenzneid und Hass unterdrückt oder kleingeredet. Wissenschaft ist auch immer ein Kampf um Anerkennung und finanzielle Mittel, ein Wissenschaftler, der nicht veröffentlicht, findet nicht statt. Deshalb kommt es immer wieder zu Fälschungen, voreiligen Präsentationen oder wie in diesem dreisten Fall, zu regelrechtem Diebstahl. Dass Rosalind Franklin erst viele Jahre nach ihrem zu frühen Tod gewürdigt wurde (allerdings nicht ausreichend) und ohne dass dies große Beachtung fand, zeigt, dass die geschlechtsspezifischen Vorbehalte noch längst nicht gebannt sind. Das macht dieses Buch wichtig, auch wenn ein Roman natürlich viel Interpretationsspielraum lässt. Auch merkt man der Autorin an, dass sie im hier und jetzt lebt. Das Versetzen in vergangene Zeiten ist schwierig. Auf Seite 74 wird das sehr deutlich, wenn eine Person der damaligen Zeit über On-Off-Beziehungen spricht, ein Begriff, der erst Mitte der 2000er auftauchte. Auch bemüht sich die Autorin, wie viele andere leider auch, zu sehr mit ihren Kenntnissen der französischen Sprache zu punkten. Im Teil eins, der in Paris handelt, wird etwas viel „labo“ und „chercheurs“ zu Papier gebracht. Wenn stattdessen Labor, Institut, Einrichtung oder Forscher, Wissenschaftler und Kollegen verwendet worden wäre, läse sich das Ganze etwas angenehmer. Das fällt im Übergang zu Teil 2 (London) direkt auf. Ansonsten liest sich dass Buch sehr gut, der wissenschaftliche Anteil ist angemessen und erklärt zumindest rudimentär, in welch komplexen Bereich die Forscherin tätig war. Traurig stimmt den Leser das frühe und teils selbstverschuldete Ende der Wissenschaftlerin, die vielleicht noch mehr großartige Arbeit geleistet hätte. Die damalige Ahnungslosigkeit, Naivität und Ignoranz der gefährlichen Strahlung sollten angehenden Wissenschaftlern eine Mahnung sein.Marie Bendict setzt mit diesem Buch ihre großartige Reihe über verkannte, unbekannte oder zu wenig beachtete Frauen fort und man darf gespannt auf die Fortsetzung sein.Dies ist eine Privatrezension eines Hobbylesers, ohne KI erstellt und ohne jeglichen Bezug zu Autorin oder Verlag.
Ragna Kirck 24.03.2024 amazon.de
In Marie Benedicts neuem Buch „Das verborgene Genie“ begleiten wir die Ausnahme-Wissenschaftlerin Rosalind Franklin durch ihre zweite Lebenshälfte von 1947 bis 1958. Der Einstieg ins Buch ist etwas holprig, da die Autorin einerseits versucht, sehr viele Informationen in sehr wenige Seiten zu pressen, andererseits noch nicht ganz in einen klaren Stil findet zwischen Roman und Bericht. Nach den ersten Kapiteln kommt aber Schwung ins Ganze, so dass Wissenschaft und wirklich spannende Handlung zunehmend ins Gleichgewicht kommen. Warum es so ist, dass Rosalind Franklin wie viele andere Frauen in der Wissenschaft zeitlebens nie die Anerkennung für ihr bahnbrechendes Schaffen bekamen und sie leider auch heute noch vielen Menschen unbekannt ist, darüber gibt dieses Buch viel Aufschluss.Sehr gut schafft es die Autorin, das Kolorit der Nachkriegszeit in Frankreich England sowie die hohe Frauenfeindlichkeit in der Wissenschaft darzustellen. Dabei hilft die Ich-Perspektive, in der das Buch geschrieben ist, sehr dabei, in Rosalinds Kopf und Gefühle zunehmend einzutauchen, so dass ich mich schon nach ein paar Kapiteln gut mit ihr verbunden gefühlt habe. Benedict bettet elegant immer wieder in kleinen Häppchen Informationen über Rosalind ein, wie z.B. ihre Herkunft, ihr Alter, ihre Position als Außenseiterin in ihrer Familie, ihren Werdegang und der wissenschaftliche Anteil bis zum berühmten Beugungsfoto 51 ist gut recherchiert. Ein bisschen Interesse für Naturwissenschaft ist allerdings hilfreich, die Vorgänge werden schon sehr fachlich und wenig populärwissenschaftlich erklärt. Schnell wird auch deutlich, wie sehr Franklin kämpft, um für sich eine Rollenbild der Frau zu definieren – und dass sie schnell von Männern beeindruckt ist, die sich in ihrem Wissensgebiet auskennen und ihr ein Gefühl von Geltung geben. Ihr Arbeitseifer, ihre Genauigkeit, ihr Beharren auf Wissenschaftsethos und der totale Fokus auf die Forschung, das alles erlebt man lesend intensiv mit. Bedrückend war für mich der Leichtsinn, mit dem Rosalind in ihrer Arbeit vorgeht und immer wieder die Schutzkleidung ignoriert, aber das war natürlich die Naivität ihrer Zeit. Ein tolles Buch also, um einer großartigen Forscherin auf die Spur zu gehen.Ein großes Manko war für mich aber, dass Benedict leider immer wieder in den Kitsch abgleitet und sich für mich unnötig mit – teils erfundenen? – scheiternden Liebesgeschichten von Franklin beschäftigt. Und auch das Ende des Buches romantisiert extrem und hat für mich damit Rosalind Franklin in ein Licht gestellt, in das sie gar nicht passt. So pendelt die Autorin immer wieder zwischen Dokumentation, Bericht, Sachbuch, Roman und Romance, was dem Lesefluss nichts Gutes tut. Leider ordnet die Autorin im Nachwort auch nicht ein, welche Anteile ihres Buches fiktiv sind und welche historisch belegt, was für mich auf jeden Fall dazu gehört, wenn man ein solches Buch, noch dazu in der Ich-Form schreibt. Das sind für mich klare Kritikpunkte. Am Ende überwiegen aber viele lesenswerte Abschnitte und die Freude darüber, das Leben von Rosalind Franklin so sichtbar und begreifbar zu machen, eine Wissenschaftlerin, die uns die Struktur des Lebens so unglaublich nah gebracht hat durch ihre Forschung und damit die Basis für viele Erkenntnisse geliefert hat. Also unbedingt reinlesen!Ein großes Dankeschön an lovelybooks und Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!
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