30-Tage-Tiefstpreis: Was er bedeutet und wie wir ihn berechnen

Kurz gesagt Der 30-Tage-Tiefstpreis ist der niedrigste Preis, den ein Händler in den 30 Tagen vor einer Preissenkung verlangt hat. Seit dem 28. Mai 2022 muss er in Deutschland bei jeder Rabattwerbung genannt werden (§ 11 PAngV). testmonster.de geht einen Schritt weiter und rechnet über alle Shops: Ein Angebot zeigen wir nur, wenn das Produkt heute so günstig ist wie am günstigsten Tag der letzten 30 Tage — egal bei welchem Händler.

92Produkte heute auf dem 30-Tage-Tief
80davon günstiger als an jedem Tag zuvor
12Hauptkategorien
34 %typische Senkung gegenüber dem 30-Tage-Hoch (Median)
65 %stärkste Senkung heute

Live aus unseren Daten, Stand 02.10.2026 — wird täglich aktualisiert.

Was das Gesetz verlangtEuGH-Urteil 2024Unsere Berechnung BeispielMondpreise erkennen

Was das Gesetz verlangt (§ 11 PAngV)

Wirbt ein Händler gegenüber Verbrauchern mit einer Preisermäßigung für eine Ware, muss er den niedrigsten Gesamtpreis angeben, den er in den letzten 30 Tagen vor der Ermäßigung verlangt hat. Die Regel gilt seit dem 28. Mai 2022 und setzt die EU-Richtlinie 2019/2161 („Omnibus-Richtlinie“) um. Ziel: Rabatte sollen nicht mehr gegenüber einem kurz zuvor künstlich erhöhten Preis berechnet werden.

Das EuGH-Urteil vom 26. September 2024

Der Europäische Gerichtshof hat in der Rechtssache C-330/23 (Aldi Süd) entschieden: Eine in Prozent oder als „Preis-Highlight“ beworbene Ermäßigung muss sich auf den 30-Tage-Tiefstpreis beziehen — nicht auf einen höheren Preis, den der Händler zwischendurch verlangt hat. Ein „−30 %“ ist also nur zulässig, wenn der neue Preis 30 % unter dem niedrigsten Preis der vorangegangenen 30 Tage liegt.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Wie testmonster.de den Tiefstpreis berechnet

Wir vergleichen nicht einen Händler mit sich selbst, sondern den ganzen Markt in unserem Preisvergleich:

  1. Tagesbestpreis: Für jedes Produkt (erkannt an der EAN) nehmen wir je Tag den günstigsten Gesamtpreis inklusive Versand über alle Shops.
  2. 30-Tage-Reihe: Aus diesen Tagesbestpreisen der letzten 30 Tage (ohne heute) ergeben sich 30-Tage-Tief und 30-Tage-Hoch. Es müssen mindestens 7 Tage Preisdaten vorliegen.
  3. Aufnahme: Ein Produkt erscheint unter Angebote nur, wenn es heute auf oder unter dem 30-Tage-Tief liegt, lieferbar ist und das 30-Tage-Hoch mindestens 5 % über dem heutigen Preis lag.
  4. Plausibilität: Liegt das 30-Tage-Hoch mehr als dreimal so hoch wie der heutige Preis, handelt es sich fast immer um einen Datenfehler (Fehlpreis, falsche Zuordnung). Solche Produkte lassen wir weg.
  5. Prozentangabe: Das „−X %“ auf unseren Kacheln zeigt die Senkung gegenüber dem 30-Tage-Hoch der Tagesbestpreise — also wie stark der Marktpreis gefallen ist. Das Label „Neues Tief“ heißt: heute günstiger als an jedem der letzten 30 Tage.

Wir verwenden bewusst keine „statt“-Preise und keine UVP der Händler. Beide sagen nichts darüber, was ein Produkt tatsächlich zuletzt gekostet hat, und sind die häufigste Quelle aufgeblähter Rabatte.

Beispiel von heute

Sony 32" Flachbild TV LED 720p High Dynamic Range 10 (HDR10) KD-32W804 kostet am 02.10.2026 352,53 € inkl. Versand (günstigster Anbieter: pccomponentes.de). Der höchste Tagesbestpreis der letzten 30 Tage lag bei 1.001,00 €, der niedrigste bei 390,57 €. Ergebnis: −65 % gegenüber dem 30-Tage-Hoch und ein neues 30-Tage-Tief.

Die meisten Tiefstpreise gibt es heute in: Weitere Produkte (10), Elektroartikel (10), Auto & Motorrad (10), Haus & Garten (10), Medien (10). Alle Produkte je Kategorie: Angebote zum Tiefstpreis.

Mondpreise und Fake-Rabatte erkennen

  1. „Statt“-Preis ohne Zeitangabe: Fehlt der Hinweis auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage, ist die Rabattangabe in Deutschland unvollständig.
  2. UVP als Vergleich: Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers verlangt kaum ein Händler. „−40 % zur UVP“ sagt nichts über den tatsächlichen Marktpreis.
  3. Preis kurz vorher angehoben: Ein Blick auf mehrere Shops zeigt, ob der „reduzierte“ Preis anderswo längst normal ist.
  4. Countdown und Knappheit: „Nur noch heute“ erzeugt Druck, beweist aber keinen guten Preis.
  5. Versand vergessen: Ein niedriger Artikelpreis mit hohen Versandkosten ist oft teurer als das Angebot daneben. Wir vergleichen deshalb immer den Gesamtpreis.
Tiefstpreise automatisch bekommen: Der Feed Tiefstpreise (RSS) liefert die aktuelle Liste in jeden Feedreader oder in eine Automation (n8n, Zapier, Outlook). Wer zusätzlich spart: Gutscheine lassen sich mit Tiefstpreisen kombinieren, wenn der Shop sie nicht ausschließt.

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