#Emile Cioran gehört zu den großen Philosophen, die, das was ist, nicht als endgültig betrachten. Er gehört zu den Menschen, für die das In-Frage-Stellen allerhöchste Priorität einnimmt. Über Grenzen zu gehen, heißt lebendig bleiben und doch zeichnet er die Welt jenseits der Grenzen in Aphorismen so, dass man seinem Buchtitel (übrigens eine Entlehnung von Sophokles) fast glauben schenken mag.Ein Potpourri seiner Gedanken:Nachdenken und Bescheiden sein - geht nicht zusammen. Darum soll man die Wahrheit, die die Hoffnung zersetzt hat, wieder ertragen lernen. Denn sieht man das Ende bereits im Ursprung, entflieht man der Zeit. Ist man jedoch in der Zeit und möchte hinaus, könnte der Selbstmord helfen, aber selbst der ist immer zu spät. Betrachtet man sich mit Augen anderer, ist man sowieso unsichtbar. Und sollte es ein gutes Erlebnis geben, tritt der Geist als Spielverderber auf. So können wir über uns am besten reden, wenn wir es mittelbar tun, im Reden über andere.Tiefschürfend gegenüber dem Leben ist er stets, gerade, wenn es um Wahrheit, Liebe, Verantwortung geht. Wer hoch überlegen ist, kann nichts dafür, der er hat einfach nur verlernt, zu begehren. Jede Freundschaft ist eben ein unmerkliches Drama, eine Reihe feinster Verletzungen. Und die Hilfe zum Leben durch Gott erscheint eben als eine Lösung und sicher ist, dass man zukünftig eine ebenso befriedigende finden wird. Oder versuchen wir, Besseres als das Sein zu erfinden.eine Resümee (vielleicht) und die Hoffnung:Nicht mehr Mensch sein ... von einer anderen Form des Verfalls träumen ...."I hope to die before I get old" ; sangen The Who in My Generation.Was möglich ist, um Vom Vorteil, geboren zu sein zu sprechen, sollten Sie sich hier ansehen: [...]Cioran ist heftig, nicht am Abend zu lesen, schrieb jemand.Was ist er: Er ist der kühnste Belastungszeuge für das Leben.