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EAN 9783764532550
Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald: Roman (Die Dunklen Chroniken, Band 6)
Penhaligon Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald: Roman (Die Dunklen Chroniken, Band 6)
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★4
4 ★1
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion21.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Diese Chroniken von Rotkäppchen sind absolut packend und eine fantastische Geschichte, die man unbedingt lesen sollte. Christina Henry hat mit diesen Büchern wieder einmal den Fantasy-Horror-Klassiker perfektioniert.
Ich bin hier recht unbedarft und ohne Erwartungen an die Geschichte gegangen und bin äußerst positiv überrascht worden! Ich weiß / hab gelesen, dass manche die Anlehnung an das Märchen hier nicht so gut finden, vom Buchtitel her - wahrscheinlich in Erwartung einer Adaption von Rotkäppchen, was es nun einmal nicht ist. Dennoch hat die Autorin hier mit der Protagonistin "Red", ihrem roten Cape und ihrem Weg durch den Wald zur Großmutter, immer in Acht vor den "Wölfen", definitiv das Grundkonstrukt des Märchens mit eingeflochten.Mehr hab ich auch nicht unbedingt erwartet, denn recht viel mehr gibt das Märchen ja auch nicht so wirklich her ;)Wir haben hier eine Art Endzeit Szenario, eine Postapokalypse mit kleinem Horror Anteil, mit nicht wirklich neuen Ideen, aber auf eine sehr spannende Art umgesetzt, die mich von der ersten Seite an begeistert hat!Red ist unterwegs durch den Wald. Mit ihrem Rucksack, und ihrer Axt und hat nur ein Ziel: zu ihrer Großmutter zu kommen. Die KRISE hat sie dazu gebracht, der Virus, der das gesellschaftliche Netz zusammenbrechen ließ. Entgegen allen anderen, die nicht sehen wollten wo es hinführt, hat sie alle Kräfte mobilisiert, um sich durchzusetzen. Dabei haben sich auch ihre Paranoia und ihr Misstrauen aktiviert, was sie schon immer in sich trägt - denn als Fan von Horrorfilmen war sie gut vorbereitet mit ihrem Wissen - und wurde dafür belächelt. Aber sie hat sich nicht abhalten lassen und ist ihren Weg gegangen. Einen beschwerlichen Weg, der einiges an Opfern gefordert hat.Während wir sie begleiten, gibt es immer wieder Rückblicke auf das Davor. Wie die ersten Nachrichten kamen, wie die ersten Läden geschlossen wurden, die Menschen von den Straßen verschwanden und schließlich alles zusammengebrochen ist.Das war sehr geschickt gemacht, denn auch wenn Red selbst, in ihren Gedanken, kleine Anhaltspunkte gibt, erfährt man im Zurückschauen doch viele Details mehr und lässt einen direkt in diese gruselige Atmosphäre eintauchen. Eine fast schon gespenstische Atmosphäre, denn Red lebt mit ihrer Familie eher etwas außerhalb einer nicht sehr dicht bevölkerten Kleinstadt. Wenn hier plötzlich keiner mehr unterwegs ist und alles wie ausgestorben wirkt, kann das schön ganz schön gruselig sein.Den Schreibstil fand ich von Anfang an sehr fesselnd. Die Schauplätze sind alle anschaulich beschrieben, ebenso wie die Gefühle, die Red antreiben und wie es ihr im Umgang mit anderen Menschen geht. Diskriminierung spielt eine Rolle, körperliche Einschränkungen oder auch die Reaktionen in Ausnahmesituationen. Näher möchte ich hier gar nicht darauf eingehen, um nicht zu spoilern.Red ist jedenfalls eine wirklich starke Persönlichkeit, die sich nicht dreinreden lässt und um ihr überleben kämpft, mit allen Mitteln, die sie zur Verfügung hat und mit allen Konsequenzen.Was natürlich heißt, dass es auch blutig zugeht. Wie gesagt, sie ist mit einer Axt unterwegs ;)Die ganze Szenerie hat mich sehr an The Walking Dead oder The Last of Us erinnert. Denn so schlimm die Umstände oft sind, sind es meist doch die Menschen, die wie Wölfe lauern und einmal losgelassen, kaum noch aufzuhalten sind. Vor denen man sich schützen und verstecken muss.Aber auch hier gibt es eine Komponente die zeigt, dass es immer auch noch die Guten gibt und unverhoffte Hilfsbereitschaft, wo man sie gar nicht erwartet.Der Schluss war ein kleines Manko, weil es mir dann doch irgendwie zu schnell ging. Die offenen Fragen haben mich nicht gestört, denn das meiste kann man sich denken, aber es wurde mir dann doch etwas zu fix alles abgehakt. Und es hätte für mich gerne noch etwas "böser" enden können.
Ich liebe dieses Buch, es erinnert mich an das letzte Gefecht von Stephen King und andere, bei denen ein langer Marsch durch gefährliches Terrain die Story ist.Die beiden Erzählstränge Davor und Danach rollen die Ereignisse aus zwei Richtungen auf, was das Ganze noch spannender macht.Dann aber endet das Buch abrupt. Man weiß weder, was es mit der seltsamen Pandemie und den Monstern auf sich hat, noch wie die zweite Hälfte der Reise von Red zu ihrer Großmutter abgelaufen ist. Plötzlich ist sie am Ziel und alles ist eitel Wonne. Für mich war es, als ob man mir einen Kübel eiskaltes Wasser drüberleert. Es wirkt, als hätte die Autorin plötzlich keine Lust mehr gehabt, das Buch weiterzuschreiben und so mit dem letzten Kapitel "25 Tage später" einfach alles abgebrochen. Schade, besonders, weil die vorherigen 98% des Buchs sooo spannend waren und ich die Bücher der Autorin generell toll finde.
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Letzte Aktualisierung: 26.09.2026 18:09 Uhr.