Jon Schnee ist auf der Mauer angekommen, muss sich dort aber behaupten. Eddard Stark kämpft mit seinem Gewissen und der Freundschaft zu Robert Baratheon. Catelyn reist währenddessen mit Tyrion nach Hohenehr, wo er angeklagt wird, einen Mordanschlag auf Bran verübt zu haben.Nachdem ich so begeistert vom ersten Teil war, war es natürlich Pflicht, diese Graphic Novels weiter zu verfolgen.Auch hier dominieren die Brauntöne, kombiniert mit den scharfen, kantigen Zeichnungen. Aber genau dies passt wunderbar zu der Story, in die ich auch gleich wieder richtig abtauchen konnte.George R.R. Martins geschaffener Kontinent Westeros bietet vielfältige Möglichkeiten. So auch für den Zeichner Tommy Patterson, der seit 2008 als Comic-Zeichner aktiv ist und schon an Serien wie Farscape, Tales from Wonderland, Grimm Fairy Tales, Stingers und The Warriors gearbeitet hat.Hier merkt man auch die Detailverliebtheit, denn bei genauem Hingucken findet man in jedem Bild immer wieder etwas neues, höchst interessantes.Die Zusammenarbeit von George R.R. Martin, Daniel Abraham (der als Autor der Adaption mitwirkt) und dem Zeichner Tommy Patterson ist wunderbar gelungen und entstanden ist damit ein kleines Beiwerk zu dem großen Game of Thrones-Universum, was nicht nur für Comic-Liebhaber interessant ist, sondern auch für alle, die die Romane gelesen oder die Serie geschaut haben.Dabei darf man aber nicht aus den Augen verlieren, dass die von Tommy Patterson gezeichneten Figuren so gar nichts gemein haben mit den Figuren aus der Serie bzw. mit den von sich selbst erdachten Personen aus den Romane. Hier ist etwas ganz eigenes entstanden.Insoweit ist es schon ein kleines Muss, sich auch in die Comic-Welt zu begeben, auch wenn man sein Gedächtnis auffrischen möchte, falls es doch etwas länger her ist, dass man die Bücher gelesen hat.Interessanterweise fallen mir beim Lesen der Comics auch wieder Kleinigkeiten ein, die in den Zeichnungen nicht erwähnenswert waren, aber in den Romanen vorkamen. Dies macht mich dann wieder stolz, weiß ich, dass doch so einiges aus den Romanen bei mir hängengeblieben ist, zwar in verborgenen Schubladen abgelegt, aber wenn nötig doch wieder hervorgeholt werden kann.Auch hier weiß ich, dass der Preis von 19,95 Euro doch recht hoch ist, es sich aber auf alle Fälle lohnt. Aber vielleicht gibt es ja auch bei Rebuy oder ebay oder sonstigen Plattformen gebrauchte Werke abzustauben, nur mal so als Tipp.Fazit:Ich freue mich auf den dritten Band.
Nachdem Lord Tyrion Lennister von Winterfell bis zur Mauer reiste um dort der Nachtwache und Jon Schnee einen Besuch abzustatten, kümmert er sich danach um Bran und schenkt ihm Pläne für einen Sattel, sodass er auch verkrüppelt auf einem Pferd reiten kann.Lord Stark hingegen versucht sich als Hand in der Welt der Intrigen durchzusetzen, kein einfaches Unterfangen für den Ehrenmann. So bekommt er heraus, dass die Krone hoch verschuldet ist - der Hauptgläubiger ist kein Geringerer als Cerseis Vater Tywin Lennister mit der Hälfte des Betrages - und nähert sich dem Grund für den Tod seines Vorgängers. Wie seine Schwägerin bereits vermutete (letzter Band) soll er nicht an einer schweren und schnellen Krankheit gestorben sein sondern an Giftvergabe. Doch konnte keines nachgewiesen werden. Seiner Tochter Arya, die nichts von der Ladyhaftigkeit ihrer Schwester Sansa hat, ermöglicht er Schwertübungen bei einem Braavosi-Meister.Der Konflikt zwischen Starks und Lennisters spitzt sich zu als ein gedungener Mörder sich Zutritt zu Brans Zimmer verschafft um ihn zu ermorden, was seine Mutter - insbesondere dank der Hilfe seines Schattenwolfes jedoch verhindern kann. Kleinfinger erkennt den Dolch als eigenen, verloren an Tyrion Lennister...- Der Konflikt ist aufgrund des Mörders auf der einen und der Verhaftung auf der anderen Seite unausweichlich. Zudem wird Robert Baratheon der Gefahr Daenerys Targaryen bewusst. Der Bruch mit Robert ist ebenfalls kaum zu verhindern, da die Fronten verhärtet sind und die ehemaligen Freunde so nicht wiedererkennen können.Wie bereits beim Vorband können Fans der Serie hier Dialoge wiederfinden, wie sie auch 1:1 von den Charakteren gesprochen wurden und somit höchstwahrscheinlich im Roman standen. Einige Szenen unterscheiden sich aber erheblich. So erzählt Clegan Sansa selbst von seiner Verstümmelung und nicht Kleinfinger wie in der Serienfolge. Man erfährt von einem legitim erklärten Sohn Roberts und vin der Grausamkeit Cerseis gegenüber zwei anderen Kindern. Auch ist der Aufstieg Hohenehrs weit spektakulärer dargestellt. Wie sollte die Burg auch sonst ihr Mondtor erhalten haben? Während einige Szenen und Charaktere hier auftauchen, die man in der Serie nicht sieht, ist anderes in weitaus abgespeckterer Form im Gegensatz zur Serie zu finden. So findet Jaimes Kampf weder mit Ned noch mit anderen seiner Truppe statt. Jaime steigt nicht mal vom Pferd ab und befiehlt ausdrücklich, dass Ned kein Haar gekrümmt werden soll.Zeichnerisch wie erzählerisch habe ich hier keine Qualitätseinbußen festgestellt.