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Gestern Abend habe ich den Barbie Killer von Sandy Mercier beendet.Im Mittelpunkt der Geschichte steht Amy, die häusliche Gewalt am eigenen Körper erfahren hat. Sie weiß, was es für die Betroffenen bedeutet, sie weiß, was es mit ihnen macht. Und sie hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, diesen Frauen zu helfen. Im Normalfall gibt es nur eine Möglichkeit, um die Frauen aus den Klauen ihrer Männer zu befreien: die Männer müssen getötet werden. Doch plötzlich werden die Frauen, die diese Aufgabe übernommen haben, ebenfalls umgebracht. Wer ist hinter das Geheimnis gekommen? Wer ist so krank und legt auch noch Barbiepuppen mit Botschaften neben die Leichen?Als "normale" Frau habe ich dieses Buch als erschütternd und verstörend empfunden. Nicht, weil ein paar Männer ermordet werden und dann ebenfalls die Täterinnen. Nein, es ist die Tatsache, dass das, was im Buch beschrieben wird, auch in der Realität passiert. Und so wie es scheint, gar nicht mal selten. Und selbst in den Fernsehsendungen wird es oft genug (indirekt) gezeigt: es muss erst etwas passieren, damit die Polizei eingreifen kann. Doch die betroffenen Frauen stehen so unter Druck, dass sie lügen, wenn es mal wieder darum geht, eine Verletzung zu begründen. Meist war es ein selbstverursachter Unfall. Zu groß ist die Angst vor der Strafe des Mannes. Aber es geht noch weiter. Selbst wenn die Frauen aus ihrer Lage befreit werden, sind sie oftmals gar nicht "überlebensfähig". Zu sehr hat die vorherige Gehirnwäsche den Selbstwert und die Selbstständigkeit zerstört. Diese Opfer brauchen umfassende Hilfe, um wieder ein eigenständiges Leben führen zu können. Ich finde, dass Sandy dieses Thema - eingebunden in ihren Thriller - sehr gut transportiert hat.So bleibt die Hoffnung, dass dieses Buch nicht nur mich wachgerüttelt hat (denn eigentlich weiß man, dass so etwas vorkommt). Ich hoffe, dass es nicht nur mich sensibilisiert hat. Aber vor allem hoffe ich, dass mehr für diese Opfer getan wird und es mehr Menschen gibt, die helfen, die Opfer aus ihrer Lage zu befreien.
Erstmal vorab, ich habe das Buch inhaliert, es hat mich nicht nur aus einer Leseflaute rausgebracht, sondern es hat auch dazu geführt das ich weitere Bücher von der lieben Sandy lesen möchte.Das Buch hat einen Schreibstil, der das Lesen wirklich sehr einfach macht und man einfach direkt gut in die Geschichte reinkommt. Am Anfang musste ich mich aus meinen sonstigen Dual Ich-Perspektiven die ich sonst immer lese, an die 3 Person und die Multiblen Perspektiven gewöhnen, aber da ist man nach dem 3. Perspektivenwechsel direkt drin.Die Geschichte ist wirklich durchweg spannend, weil man am Anfang wirklich erstmal verstehen muss was Sache ist und wie die Geschichte aufgebaut ist. Der Storylauf ist wenn man in einer "normalen" Umgebung aufgewachsen ist wirklich erschreckend. Das Thema häusliche Gewalt wird hier behandelt und klärt gleichzeitig auf, wie schlimm es wirklich ist. Ich muss sagen ich wusste nicht welches Ausmaß sowas annimmt und war wirklich geschockt. Für mich war es nicht verstörend, weil es nichts unrealistisches war, sondern ich fand es einfach traurig, dass es solche Menschen gibt. Der Thriller war sehr interessant gestaltet und die Idee die hier verfolgt wurde, habe ich so auch noch nie gelesen und ich fand es wirklich bemerkenswert wie man auf so eine Idee kommt.Das Buch ist in Teil 1 und Teil 2 aufgebaut und für mich persönlich war der erste Teil eindeutig der bessere Teil. Im zweiten Teil, passiert mir leider alles immer ein bisschen schnell, weswegen ich auch ein Punkt abziehen muss, weil ich finde, dass man das Ende mehr ausbauen gekonnt hätte. Ich hatte das Gefühl mir hat noch etwas gefehlt als ich fertig war mit dem Buch und das hat mich nicht zufrieden gestellt.Trotzdem ist das glaube ich nur Ansichtssache, ich bin sowieso ein Mensch, der wirklich gerne Folgebände liest oder wirkliche gerne mehr von der Geschichte bekommen möchte.Insgesamt finde ich das Buch wirklich interessant, spannend und es hat wirklich alles was ein Thriller benötigt. Ich kann das Buch wirklich wärmstens weiterempfehlen. Besonders weil es so ein Eyeopener ist für das Thema häusliche Gewalt, wenn man es zum Glück nicht in seinem privaten Umfeld kennt.
Ich kenne Sandy Mercier als „Jule Pieper“ und da mir diese Bücher sehr gut gefallen haben, wollte ich mich nun auch mal an einem Thriller der Autorin versuchen.Positiv fand ich, dass das Buch thematisch häusliche Gewalt gegen Frauen aufgreift - ein (leider) nach wie vor sehr aktuelles Thema.Die gesamte Idee und Story ist einfallsreich und hat mir gut gefallen. Allerdings habe ich mit dem Sprachstil etwas „gefremdelt“ und hatte daher zunächst Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte einzutauchen. Als ich mich dann etwas eingelesen hatte, konnte ich das Buch jedoch bis zum Ende nicht mehr weglegen. Allerdings hatte ich relativ früh eine Ahnung, wer hinter dem Barbiekiller stecken könnte, die sich dann auch bestätigte. Da hätte ich mir eine noch etwas überraschendere Wendung gewünscht. Für meinen Geschmack kam das Ende auch etwas sehr abrupt.Fazit: Definitiv ein Pageturner, spannend und gut konstruierte Story, mit kleineren Schwächen bzw. Schreibstil, der mich nicht komplett überzeugt hat.
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Letzte Aktualisierung: 26.09.2026 18:09 Uhr.