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Star Trek - Zeit des Wandels 6 | Hass | Robert Greenberger | Taschenbuch | 320 S. | Deutsch | 2024
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★3
4 ★0
3 ★1
2 ★1
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion23.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein fantastisches und packendes Buch, das die dramatische Zeit nach der Schlacht des Enterprise perfekt einfängt. Ich war absolut begeistert von der Darstellung der neuen Entwicklungen und der emotionalen Tiefe der Geschichte.
Redaktion23.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Ich habe das Exemplar zum Geburtstag als Mitbringsel ausgewählt. Die Gestaltung des Buches ist solide und die Bindung hält den Inhalt gut zusammen. Die Papierqualität ist angenehm beim Durchblättern. Der Empfänger hat die physische Erscheinung des Buches positiv wahrgenommen.
Weiterhin gilt es die ausschweifende Gewalt zwischen den Bevölkerungsgruppen der Bader und der Dorset einzudämmen und ein Mittel zu finden, das der Wirkung des natürlichen Gases auf Delta Sigma IV gleichkommt, welches zuletzt aus der Atmosphäre eliminiert wurde, was allerdings maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die zwei an sich sehr unverträglichen Volksgruppen harmonisch miteinander zusammen leben konnten.Dass sich die Gewalt zunehmend gegen die Föderation richtet, die man für die ersten Morde verantwortlich macht, ist für die Mannschaft der Enterprise besonders problematisch, die versucht, die zum Teil zerstörte Infrastruktur wieder herzustellen und dabei immer wieder vom wütenden Mob angegriffen wird.Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Verhältnis von Will Riker zu seinem flüchtigen Vater, den er zwar aufspürt, jedoch gestaltet sich der weitere Verlauf schwierig, und auch für den Leser erscheint der zwischenmenschliche Umgang sehr unnatürlich, wie schwierig auch das familiäre Umfeld einst gewesen sein sollte. Hier verhalten sich beide Akteure sehr seltsam.Ansonsten ist der Roman eine Fortsetzung des vorangegangenen Titels mit denselben Gewaltexzessen. Es deuten sich Veränderungen an bei einigen Besatzungsmitgliedern an und Jean Luc muss aufpassen, dass er am Ende nicht alleine da steht.Unterhaltsam ist der Roman geschrieben, aber es plätschert so vor sich hin. Einige Nebenschauplätze um einzelne Besatzungsmitglieder lockern die Gewaltorgien etwas auf, aber alles zusammen ergibt eigentlich nur eine aufgebauschte Geschichte, die auf zwei Bände gestreckt wird. Nicht ganz überzeugend.
"Hass" ist die direkte Fortsetzung von "Liebe" (also dem Roman, ihr wisst schon, was ich meine). Demzufolge befinden wir uns mit der Enterprise immer noch auf Delta Sigma IV und im Chaos der Bader und Dorset. Am Ende des letzten Bandes hatte Riker gerade seinen Vater gefunden und ihn um eine Erklärung gebeten, die Kyle Riker auch sogleich geben wollte. Und damit beginnen sogleich die Probleme dieses Bandes, die in vielerlei Hinsicht dem ersten Teil ähneln.Zum einen hat man zunächst den Eindruck, das einem die Erklärung wieder länger vorenthalten wird, da die Szenerie zunächst zu anderen Schauplätzen springt. Dann besinnt man sich aber und lässt ab Seite 20 Kyle doch erklären - aber leider ist die Erklärung nur das, was man eh schon weiß. Die Bevölkerung war von einem Einheimischen Gas abhängig und seit dieses weg ist, werden alle aggressiv. Kyle ist eben auf der Suche nach Patient Zero, um ein Heilmittel zu finden. An der Stelle gleich der erste Spoiler: Das schafft Beverly auch komplett ohne ihn, so das dieser Handlungsstrang am Ende total unnötig ist.Er ist ziemlich eindeutig nur dazu da, das Verhältnis zwischen Will und seinem Vater, das ja wieder auf Null gesetzt wurde (einer der Kritikpunkte am letzten Band) erneut zu reparieren. Bis wir aber wieder bei Kyle und Will sind, werden knapp 150 Seiten und damit die Hälfte des Romans vergehen. Bis dahin begleiten wir die Crew der Enterprise beim Löschen von kleinen und größeren Brandherden.Wir kehren gleich nochmal zu Kyle und Will zurück, da diese die größten Platzhirsche in der Story sind (und dafür aber wie gesagt erstaunlich wenig Raum einnehmen). Zunächst zu den erwähnten Krisenherden, denn darum geht es vorrangig. Hier kommt es zu Aufständen und Gewaltausbrüchen und allen damit verbundenen Konsequenzen (sogar tote Kinder, was aber nur gestreift wird). Beim Enterprise-Personal gibt es dahingehend sogar einige Tote, was einen als Leser aber leider kalt lässt.Dies liegt daran, das hier nur No Names in die Rettungsmission geschmissen werden, zu denen man halt keinerlei emotionale Bindung aufbauen konnte. Man könnte auch sagen die klassischen Red Shirts, wobei einige Tode hier so gestaltet sind, das man sich schon fragen kann, ob diese wirklich nötig waren.Zumindest ein paar Charaktere sind dann aber doch dabei, mit denen es eine Bindung gibt. Zum einen ist da Vale zu nennen, die wir ja schon seit den ersten Bänden der Reihe kennen und die in 20 Jahren LitVerse einen guten Lauf hingelegt hat und sogar in den neuen Kanon gerettet wurde. Dann gibt es da noch Anh, die wir im letzten Band kennengelernt haben, und Kell Perim (bekannt aus dem Film "Der Aufstand"). Letztere hat hier aber leider nur einen kurzen Auftritt, so das ihre Story nicht so ganz verfängt.Was hingegen gut klappt ist der Teil um Anh, die hier auch etwas Vergangenheitsbewältigung betreiben darf. Das sie am Ende getriggert wird und ihre Wut rauslässt, ist natürlich wieder ein total vorhersehbares Klischee, das kann man an der Stelle aber durchaus noch schlucken. Ebenfalls gut gelungen ist die Charakterentwicklung von Troi, die hier ein Gespräch mit Vale führt und dabei das erste Kennenlernen mit Will Riker beschreibt. Das ist besonders gelungen, da es andere Bücher (hier: Peter Davids "Imzadi") einbezieht und zu einem kohärenten Buchuniversum beiträgt (das damals natürlich bestenfalls in früher Entwicklung war).So wird am Ende einigermaßen glaubhaft die Kurve dazu gekriegt, dass Will und Deanna heiraten (wollen). Auf Wills Seite ist das nicht ganz so überzeugend, wozu wir gleich noch kommen. Witzigerweise ist es an der Stelle Deanna, die den Heiratsantrag macht.Davon abgesehen plätschert die Haupthandlung mit den unterschiedlichen Krisenherden halt so vor sich hin, bis Beverly mit dem Heilmittel vor der Tür steht. Dieses setzt die Bewohner allerdings wieder unter Drogen, um ihre Gewaltausbrüche zu unterdrücken. Ein durchaus moralisches Dilemma, vor dem die Crew hier steht, denn auf der einen Seite muss man die Gewalt stoppen. Bei der Erklärung an den Rat von Delta Sigma meint Picard dann auch "Wir haben es in der Crew lange diskutiert" - was in etwa 2-3 Seiten heißt. Anders ausgedrückt: Da wäre deutlich mehr drin gewesen, um diese Diskussion auf Star Trek-Niveau zu führen, auch und vor allem, weil die Zeit drängt. Hier fährt man schon fast zu schnell die "Captain entscheidet, alles ist gut"-Linie. Das sich am Ende dann auch noch ein Badmiral darüber aufregt, ist schon fast etwas zuviel des Guten (inklusive Sektion 31-Foreshadowing auf den nächsten Teil der Reihe).Womit wir wieder den Bogen zu Kyle und Will schlagen, die auf ihrer Odyssee über den Planeten reisen. Zunächst mal haut Kyle Wills Kopf gegen die Konsole eines Flyers, um ihm den Kommunikator abzunehmen. Ein Super Move, um Vertrauen zu gewinnen, denn das macht man sicher immer so. Auch wenn man das Verhältnis der beiden auf Null zurückgesetzt hat, erscheint das hier doch etwas überzogen, Kyles Misstrauen hin oder her. Vor allem wird sich kurz darauf, wenn die beiden Patient Null im Schlepp haben, herausstellen, das es ganz geschickt wäre, jetzt vielleicht doch einen Kommunikator zu haben. Man hätte sich ja einfach beamen können. So bleibt aber nur der lange Weg, inklusive Aussprache Vater-Sohn.Wobei diese Aussprache mehr schlecht als Recht funktioniert, da beide kaum von ihren Standpunkten abweichen. Das mag charakterkonform sein, hilft aber nur dabei, diesen Strang als zu konstruiert zu entlarven. Vor allem halten die beiden auch noch bei jedem Krisenherd an und leisten Hilfe, müssen manchmal wieder Fahrzeuge tauschen - und das alles, während die Zeit drängt (zur Erinnerung: die beiden können nicht wissen, das Beverly das Heilmittel längst hat, Leserwissen und so). Ja, das ist auf der einen Seite der Geist der Sternenflotte, denn wer lässt schon gern Kinder verbrennen, hilft aber (erneut) nicht dabei, diese Handlung besser zu machen.Vor allem hat Will auch noch die Zeit, während er die Kinder im brennenden Gebäude sucht, ein neues Funkgerät zusammenzulöten. Das ist zwar schon soweit vorbereitet (was für ein Zufall) das er nur ein paar Kabelverbindungen machen muss, aber nochmal zur Erinnerung: Das Haus brennt gerade nieder!Am Ende opfert sich Kyle ziemlich unspektakulär, in dem er sich für Will, der gerade unaufmerksam ist, in die Schussbahn wirft. Damit werden aber auch einige weitere offene Fragen praktischerweise gleich mit eliminiert - und damit ist nicht Patient Null gemeint, denn dessen Handlungsstrang fällt am Ende selbstredend komplett unter den Tisch (Heilmittel ist ja schon lange da). Die Frage ist eher: Warum war Kyle die ganze Zeit so aggressiv, das er sogar einen der Einheimischen getötet hat? Es mag nur eine Kleinigkeit sein, aber auch das wird nicht mehr zufriedenstellend beantwortet.Durch das alles wirkt die Geschichte auch künstlich aufgebauscht und man muss klar sagen: Es hätte ein Band völlig gereicht.Kleinere schöne Charaktermomente helfen leider nicht darüber hinweg, das der Roman an vielen Stellen Probleme hat und unausgegoren wirkt. Ein paar Transitionen sind gelungen, ein Großteil der Handlung plätschert aber etwas unmotiviert vor sich hin oder wirkt zu konstruiert. Da wäre deutlich mehr drin gewesen und vor allem: es hätte auch ein Band gereicht.
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Letzte Aktualisierung: 26.09.2026 18:09 Uhr.