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Cloud Atlas | A Novel | David Mitchell | Taschenbuch | Einband - flex.(Paperback) | Englisch | 2004
Bewertungen & Erfahrungen
4,3 von 5,0
4 Bewertungen
5 ★2
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion01.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Als Fan von David Mitchells Werk finde ich den Taschenbuchausgabe interessant, obwohl der Umfang manchmal etwas überwältigend ist. Die literarische Qualität ist jedoch beeindruckend und lohnt sich für Kenner.
1931 Robert Frobisher (the hero of the novel’s second narrative) composes the Cloud Atlas Sextet in and near Bruges (which is in Belgium BTW – no pun intended). It consists of six solos interrupting each other at a crucial point in the composition only to come full circle and end at the beginning – “Violin note, misplayed, hideously -” (Kindle version p.461)…This pretty much wraps up the novel Cloud Atlas as well – six individual, interrupted narratives covering a time span from early 19th century into a far post-apocalyptic future, like a Rorschach test in almost bilateral symmetry split in the middle by an uninterrupted narration of the farthest future to pick up the previous threads in inverted order – ending at the beginning.What makes this book so special and so different? I can only speak from my personal experience and can say it was probably the most fascinating and most frustrating book I have ever read. Fascinating because the author manages to weave a net around me, drawing me in, leaving clues for me to connect all the dots only to find myself let down in the end because all my best laid plans and theories are worth zilch. Frustrating because the author won’t connect all the dots for me and will leave questions unanswered.So here I am, about 24h hours after having finished the first reading of this truly extraordinary book and I can’t seem to wrap my mind around anything else but thinking about what I actually think the book is trying to tell me.Is mankind circling the drain? Are we ever going to learn, or are the plans laid down by the architects of human life everlastingly flawed and we make the same mistakes over and over and over again – possibly just getting more sophisticated in our ways to oppress/ kill / enslave the weak. Can one person make a difference – so, is there hope? Is there a character – a spirit – a soul – so precious it’ll last through the centuries, maybe reincarnated to remind us of something? Or are we all responsible of the effects of our small actions in the grander scheme of things?…or am I just losing it?Quote from Kindle Version page 508“… only as you gasp your dying breath shall you understand, your life amounted to no more than one drop a limitless ocean!”“Yet what is any ocean but a multitude of drops?”
Manchmal kann man der Filmindustrie einfach nur dankbar sein, nämlich wenn sie einen zur Lektüre einer Romanvorlage animiert. So ging es mir jetzt mit Cloud Atlas, von dem ich vorher, Schande auf mein Haupt, nicht das Geringste geahnt hatte.David Mitchell hat sechs Geschichten, jede für sich eines eigenen Romans würdig, zu einer überwältigenden Komposition zusammengefügt, die uns auf eine parabelförmige Reise durch die Zeit entführt.Sie beginnt mit dem Tagebuch eines Amerikaners, der im 19. Jahrhundert den Pazifik bereist. Auf dieses stößt ein junger Komponist (nämlich der des namensgebenden Sextetts "Cloud Atlas"), als er einem berühmten, von den Spätfolgen der Syphilis entkräfteten Kollegen als Ghostwriter zur Hand geht, und erwähnt es beiläufig in Briefen an seinen Freund und Liebhaber.Der wiederum spielt in der nächsten Episode eine entscheidende Rolle als Gutachter eines höchst fahrlässig konzipierten Kernkraftwerks, und diese Geschichte fällt dann einem Verleger in die Hände, der auf recht seltsame Art und Weise zu Erfolg gekommen ist, und dessen hochkomische Erlebnisse ein wenig aus dem Kontext fallen.Im fünften Kapitel finden wir uns schließlich in einer Zukunft wieder, in der ein zum Hardcore-Kapitalismus konvertiertes Nordkorea die Welt beherrscht (und in dessen Geheimarchiven ein Film über besagten Verleger die Zeit überdauert hat).Dass menschliche Gier und bedingungsloser Wille zur Macht die Menschheit ins Verderben führen wird, erleben wir, nicht mehr überraschend, im sechsten, zentralen Abschnitt, in dem die versprengten Überbleibsel der Zivilisation sich irgendwo zwischen Steinzeit und Mittelalter durchschlagen und sich nur noch schemenhaft an die Vergangenheit erinnern.Danach werden in umgekehrter Reihenfolge die ersten fünf Erzählstränge zu Ende geführt. Die lose Verknüpfung der Geschichten und die Zeitsprünge in der Zukunft lassen dem Leser viel Raum für eigene Vorstellungen für die Desaster, die auf uns zukommen werden, wenn wir in dieser arroganten, konsum-und machtgeilen Nach-uns-die Sintflut-Weise weitermachen. Und Hoffnung? Vielleicht, aber dazu müsste einen die Aussicht auf einen Neubeginn in einer ausgebeuteten und verseuchten Umwelt hoffnungsfroh stimmen, in der bedauerlicherweise auch die oben erwähnten menschlichen Züge überlebt haben, die zur Katastrophe geführt haben.Eine Anmerkung noch zur Sprache: Jede Geschichte ist in zeittypischem Stil geschrieben, was das erste/letzte und insbesondere sechste, postapokalyptische Kapitel zu einer ziemlich beschwerlichen Lektüre macht. Da scheinen sogar manche Muttersprachler das Handtuch geworfen zu haben. Nach einigen Seiten gewöhnt man sich aber daran, und es hilft, bei der mündlicher Überlieferung nachempfundenen Schreibweise die Ohren mitlesen zu lassen. Die Klimax des Romans ist die Mühe wert.
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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026 14:13 Uhr.