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EAN 9783038482062
Ankern.: Eine Verteidigung der biblischen Fundamente in postmodernen Gewässern
Ankern. | Eine Verteidigung der biblischen Fundamente in postmodernen Gewässern | Alisa Childers
Bewertungen & Erfahrungen
4,2 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★4
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1 ★1
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion03.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein fantastischer Anker für alle, die sich mit den postevangelikalen Strömungen auseinandersetzen, und liefert eine wirklich wertvolle Perspektive. Ich empfehle es jedem, der eine fundierte Grundlage sucht.
Redaktion03.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet einen soliden Anker für die postevangelikale Theologie und hilft, sich in den aktuellen Diskussionen zurechtzufinden. Es ist eine wertvolle Ressource, wenngleich es einige spezifische Thesen behandelt, die man im Kontext verstehen sollte.
Ein tolles Buch! Alisa Childers schreibt zum einen sehr persönlich über ihre eigenen Erfahrungen, zum anderen hat sie sauber einige apologethische Themen recherchiert sowie sich tiefgründige Gedanken zu relevanten Bibeltexten gemacht. Sie hat eine tolle Art, Dinge auf den Punkt zu bringen und trotz der Ernsthaftigkeit mit Humor zu schreiben. Es war ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen und ich werde es sicher immer wieder herausholen!
Der Titel des Buches verspricht, den Glauben ankern zu können, damit das Schiff des Glaubens oder der Gemeinde nicht wegtreibt. Dazu wird ein Erlebnisbericht von der Teilnahme der Autorin an einem liberalen Glaubenskurs mit langen fundamentalistischen Argumentationsketten verbunden (erinnert an Lee Strobel, der auch das Vorwort geschrieben hat). Es scheint so, als ob der amerikanische Fundamentalismus an der Basis der Gläubigen derzeit zum ersten Mal mit der liberalen Theologie konfrontiert wird, die in Deutschland bereits im 19. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Als Feindbild baut die Autorin das sogenannte progressive Christentum auf, das alle möglichen liberalen Tendenzen vereint, die gegen die traditionelle christliche Lehre sprechen. Leider verwirft die Autorin auch biblisch begründete neue Ansätze, wie sie z.B. heute im Rückgriff auf die Bibel in der Sühnetheologie geschehen, wenn neben die Satisfaktionslehre (von Anselm von Canterbury ausgebildet) auch das urchristliche Christus-Viktor-Motiv gestellt wird (das schon 1931 von Gustav Aulén herausgearbeitet wurde und in der orthodoxen Theologie erhalten geblieben ist). Das ist nur ein Beispiel für viele Lehrsätze, die die Autorin einfach voraussetzt, ohne zu bedenken, dass die Bibel selbst vielfältiger ist als die eindimensionale spätere Auslegung durch die Kirchenväter oder durch evangelikale Theologen. Doch die Autorin beurteilt andere Ansätze einfach als progressives Christentum, sie ruft dazu auf, sich davon emotional abzusetzen, so wie sie selbst schließlich ihre Teilnahme an dem liberalen Glaubenskurs beendet hat. Ihr größtes Missverständnis ist wahrscheinlich, dass sie sich argumentativ auf die historische Ebene begibt, um die Glaubwürdigkeit der Bibel zu begründen. Schon Kierkegaard wusste allerdings, dass die Geschichtswissenschaften höchstens eine Annäherung an die Wahrheit mit sich bringen können, auf die man aber keine Seligkeit gründen kann. So pocht sie auf die leibliche Auferstehung von Jesus, weil es dafür Augenzeugen gegeben habe, ohne zu berücksichtigen, dass der Startschuss des globalen Christentums mit der Berufung des Apostels Paulus durch eine Vision, eine Erscheinung, geschah, in der der erhöhte Christus dem Paulus erschien und ihn berief. Dass es neben der Reanimation des Körpers Jesu (leibliche Auferstehung) das viel wichtigere Weiterexistieren des Geistes Jesu und seine erfahrbare Gegenwart von Paulus bis heute gibt, versinkt in evangelikalen Schlagworten, wie denen, dass die leibliche Auferstehung Jesu die Grundlage von allem sei. Hilfreich sind manche Argumente, wenn sie aufzeigen, dass die liberale Theologie vielfach über ihre Wissenschaftlichkeit hinausgeschossen ist, wenn es darum ging, Glaubensinhalte zu destruieren, was nicht der wissenschaftlichen Redlichkeit entsprach. Aber hier ist in der Theologie in den letzten 100 Jahren schon selbst eine Korrektur vorgenommen worden. Die spürbare Inspiration der biblischen Worte wird wieder mit einer an das eigene Weltbild gekoppelten Irrtumslosigkeit der Bibel verwechselt, die leider keine Offenheit lässt, zum Beispiel in das Denken der hebräischen Sprache tiefer einzusteigen. Mir scheint das ganze Projekt auf Grund gelaufen zu sein. Ankern geht anders.
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Letzte Aktualisierung: 26.09.2026 18:09 Uhr.