Adam Silvera - GEBRAUCHT Am Ende sterben wir sowieso - Preis vom 04102023 050758 h
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EAN 9783038802037

Adam Silvera - GEBRAUCHT Am Ende sterben wir sowieso - Preis vom 04102023 050758 h

Hersteller: Silvera, Adam  ·  MPN: 1012204
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Produktfakten auf einen Blick

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Silvera, Adam
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9783038802037
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1012204
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Produktbeschreibung

Am Ende sterben wir sowieso | Adam Silvera | Taschenbuch | 370 S. | Deutsch | 2021 | Arctis Verlag

Bewertungen & Erfahrungen

5,0 von 5,0
2 Bewertungen
5 ★ 2
4 ★ 0
3 ★ 0
2 ★ 0
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 2 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Jan 29.02.2024 amazon.de
Kurzfassung (langer Review mit kleinen Spoilern darunter):Das Buch...+ ist interessant und spannend gestaltet, auch in ruhigen Szenen+ bringt den Leser dazu, sich mit den behandelten Themen selbst auseinanderzusetzen+ hat einen bündigen Lesefluss, weshalb man die Geschichte der Protagonisten wie eine Reise miterleben kann+ erkundet auch die Sicht von Freunden und Familien auf das ganze Thema+ braucht keine künstlich herbeigeführten Storylines um ernste Themen anzusprechen oder Spannung zu erzeugen, stattdessen wird das meiste gut aufgebautAber...- es gibt ein paar Momente, die ich persönlich zu erzwungen fand, jedoch nicht ausschlaggebend für die Geschichte- die Übersetzung hat geringe Schwächen. An ein paar wenigen Stellen wurden komische Wörter gewählt, bei denen man sofort weiß, was dort auf Englisch stand, was aber auf Deutsch niemand sagt bzw. komisch klingt. Außerdem mischt sie manchmal das Feeling zwischen dem amerikanischen Ursprung des Buchs und einer deutschen Anpassung durcheinander, wo ich mir gewünscht hätte, dass sie sich für eine Seite entschieden hätte (das ist jedoch alles "meckern auf hohem Niveau").Insgesamt gebe ich dem Buch eine 4,5/5 und runde das auf 5 Sterne auf statt auf 4 Sterne ab, weil die positiven Punkte in meinen Augen viel mehr Gewicht haben als die wenigen Negativen.---Längerer Review mit kleinen Spoilern der ein wenig den Verlauf der Geschichte und die behandelten Themen miteinbezieht:---Auf dieser Welt gibt es nichts, was ewig hält. Die meisten Menschen mussten diese bittere Wahrheit bereits erkennen und die, die es noch nicht mussten, werden es irgendwann im Verlaufe ihres Lebens noch tun, denn eines steht fest: Am Ende sterben wir sowieso.Der Roman „Am Ende sterben wir sowieso“ von Adam Silvera versucht genau diese Erkenntnis zu erkunden. Die Geschichte handelt von Mateo (18) und Rufus (17), zwei normale Teenager, deren Leben sich schlagartig ändern, als sie in einer Nacht unerwartet den gefürchteten Anruf des Todesboten erhalten. Der Todesbote ist eine Organisation, die weiß, wann Menschen sterben und diese an ihrem Todestag darüber informiert. Der Haken daran ist jedoch, dass es jederzeit an diesem Tag passieren kann und man auch nicht weiß wodurch.Durch gewisse Umstände treffen Mateo und Rufus an diesem Tag aufeinander, verbringen ihren letzten Tag miteinander und versuchen mit der Tatsache fertigzuwerden, dass ihre Geschichte in weniger als 24 Stunden zuende gehen wird. Dabei wechselt der Roman immer wieder die Erzählung zwischen den Beiden und ihren Angehörigen, um alle Perspektiven zu erkunden.Es ist kurz nach Mitternacht, als Mateo in seinem Zimmer sitzend seinen Anruf bekommt. Schnell zeichnet sich aus, dass er diesen nicht erwartet hat. Nicht nur ist Mateo jung und gesund, sondern lebt auch ein recht ruhiges Leben. Es ist offensichtlich, dass man sich in einer solchen Situation nicht viel mit der Frage beschäftigt, ob man bald stirbt, denn normalerweise hat man sein ganzes Leben noch vor sich. An diesem Tag jedoch steht fest: Mateo wird sterben.Auch Rufus muss sich diesem Moment stellen. Er ist gerade mit zwei Freunden unterwegs, als er den Anruf erhält. Trotz des Schocks und der Situation steht fest, dass er mit seiner Familie eine Trauerfeier abhalten möchte. Als diese jedoch gestört wird, muss Rufus sich alleine auf den Weg machen und seinen letzten Tag verbringen.Im Verlauf der ersten Seiten werden die Gedanken und Gefühle der beiden zu ihrer Situation ergründet. Verständlicherweise haben beide ihre Schwierigkeiten damit ihr Schicksal zu akzeptieren, immerhin kann man all seine Pläne nicht mehr verwirklichen, sei es um die Welt reisen, einen Beruf erlernen oder seine große Liebe finden. Der Roman führt dabei einen roten Faden für den Leser mit, denn dieser ist passiv ständig dazu aufgefordert, sich denselben Fragen wie die Protagonisten zu stellen. Was wäre, wenn man jetzt abdanken müsste? Gibt es Dinge, die man bereut, (nicht) getan zu haben? Und wie würde man selbst damit klarkommen? Die Thematik ist alles andere als leicht, aber man ist nicht damit alleinegelassen, sondern hat ständig Mateo und Rufus bei sich, die einem Anstöße geben.Da Mateos Familie gerade nicht da ist und er seiner einzigen Freundin, Lidia, die Nachricht nicht übermitteln will, trifft er durch gewisse Umstände auf Rufus. Mateo hat den Entschluss gefasst, dass er seinen letzten Tag nutzen will, um sich zu ändern. Er will aus seinem ruhigen Leben ausbrechen und nochmal etwas erleben. Deshalb bittet er Rufus darum, ihm dabei zu helfen.Das ganze ist jedoch nicht so einfach, wie er es gerne hätte, immerhin kann ein Mensch sich nicht in ein paar Stunden komplett umkrempeln. Normalerweise ist es nicht schlimm, seine Neujahrsvorsätze nach drei Tagen komplett über den Haufen zu werfen und aufs nächste Jahr zu warten, allerdings bleibt den beiden diese Zeit nicht. Wie andere sich an einen erinnern ist keine einfache Frage.In Mateos Kopf schwirren lauter Gedanken, dass er nie etwas großes vollbracht hat, dass er als jemand geht, der einfach nur existiert hat. Man kann sich im Umkehrschluss fragen, was der Unterschied zwischen jemandem ist, der seine Zeit meist alleine verbringt und jemandem, der die Welt bereist hat. Nicht zu wissen, ob man in Erinnerung bleibt, ob man etwas hinterlässt oder ob man umsonst gelebt hat lässt einen nicht unbedingt kalt, aber diese Ängste gehören zum Tod dazu.Während Mateo und Rufus dabei sind, ihre verbleibende Zeit zu nutzen, werden sie immer wieder mit ihrer Vergangenheit und ihren Ängsten konfrontiert. Der Mensch ist meist gut darin, unangenehme Dinge auszublenden oder zumindest zu verdrängen. Aufs Ende zugehend jedoch muss man sich den Dingen stellen, die man bereut und nicht mehr ändern kann. Niemand hat unendlich Zeit, zwar haben manche weniger und manche mehr, aber seine Dämonen bis zum Schluss aufzuschieben ändert nichts daran, dass sie existieren.„Am Ende sterben wir sowieso“ kunschaftet dieses Thema breit gefächert zusammen mit dem Leser aus. Man setzt sich damit auseinander, was man selbst noch tun möchte, bevor die Zeit kommt, was man bereits erlebt hat und welche Menschen einen begleitet haben oder es noch tun. Denn auch von deren Sicht wird man durch diesen Abschnitt begleitet. Die Bedeutung davon, wenn ein Freund einfach stirbt und nichts dagegen getan werden kann oder die Familie plötzlich kleiner wird, aber auch, wie diese Menschen einen in sich tragen.Und so schreitet das letzte Abenteuer von Mateo und Rufus fort und begleitet einen ins Unvermeidbare auf der Suche nach einem würdigen Ende.---Fazit:Der Tod ist unvermeidbar, denn am Ende sterben wir sowieso. Der Gedanke daran ist hart, aber niemand kann sich diesem entziehen. Und während es manchmal schwierig sein kann, darüber nachzudenken, bietet der Roman von Adam Silvera eine Art Hilfe, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Die verschiedenen Prozesse, welche die Protagonisten durchmachen, werden ausführlich behandelt und man wird mit seinen Emotionen nicht alleine gelassen. Auch wenn die Geschichte geplagt wird von Leid, Trauer und Überwindung, kristallisiert sich doch immer wieder ein Funken heraus, der einem Hoffnung gibt. Ein Funken, der zeigt, dass sich zu Leben lohnt, in einer Welt, die einen nicht immer weich auffängt, aber in der man versuchen kann, seine beste Version zu sein.
Triskele 29.02.2024 amazon.de
Das Buch beginnt mit dem Zitat "Leben - es gibt nichts Selteneres auf der Welt. Die meisten Leute existieren, weiter nichts." von Oscar Wilde. Ich liebe dieses Zitat, weil es so wahr ist. Und so traurig...Mit Mateo lernte ich einen Achtzehnjährigen kennen, der dem Tod ins Auge sieht. Ich fand das auf der einen Seite spannend, aber andererseits auch erschütternd. Achtzehn... das ist kein Alter zum Sterben, sondern eines zum Leben, zum Entdecken, zum Fehler machen. Es ist ein Alter zum Lernen und um sich zu verlieben. Er ist viel zu jung um solch einem Schicksal entgegenzusehen und ist verständlicherweise erst einmal etwas mit der Situation überfordert. Trotzdem geht er irgendwie positiv mit dieser Nachricht und und versucht das Beste aus seinem letzten Tag zu machen und diesen zu genießen, denkt allerdings auch an all die Dinge, die er nun nicht mehr tun kann oder vielleicht heute zum letzten Mal macht. Als Rufus auftauchte und seinen Anruf bekommt, reagiert er auch geschockt und versucht erst einmal irgendwie weiterzumachen. So viele Dinge haben plötzlich eine ganz andere Bedeutung, die er erst erkennt, als er sein Leben noch einmal an sich vorbeiziehen lässt und dabei entdeckt, wie wertvoll und wunderschön es eigentlich ist. Ihm erschließen sich Dinge, die er vorher nicht wahrgenommen hat und er erkennt ihren Wert, als er dabei ist, sie zu verlieren. Mit jeder Stunde die sein Tod näherrückt, will er mehr vom Leben. Genauso wie Mateo, der ziemlich organisiert an die ganze Sache heranging, wie ich fand. Er hakt quasi eine Liste mit Dingen ab, die er noch erledigen will, verabschiedet sich und bleibt erstaunlich gelassen dabei. Ich fand, dass das eine sehr gute Art ist, mit dem Tod vor Augen die letzten Stunden zu verbringen. Jammern und heulen bringt nichts. Aber die eigenen Angelegenheiten zu klären und den Menschen um einen herum die Situation zu erleichtern, schon.Irgendwie war es traurig zu lesen, dass sie erst mit dem Tod vor Augen ihr Leben zu schätzen wussten... In dieser Situation kam ihnen die App "Last Friend" entgegen, deren Idee ich an sich nicht schlecht finde. Obwohl es vielleicht auch eher ungewöhnlich ist, in den letzten Stunden neue Menschen kennenzulernen. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Menschen kurz vor ihrem Tod lieber Zeit mit Freunden und/oder Familie verbringen. Grundsätzlich war die Idee der App aber nicht verkehrt trifft man so doch auf Menschen, denen es genauso ergeht wie einem selbst. Ob man dann mit diesen etwas anfangen kann, ist aber nicht sicher, denn jeder reagiert auf die Nachricht des eigenen Todes anders.Wie verbringt man nun also die letzten Stunden, mit einem Fremden? Eine gute Frage, die Mateo und Rufus ziemlich cool klärten. Sie tun Dinge, die sie mögen und das immer mit dem Gedanken an ihren baldigen Tod im Hinterkopf. Was soll man auch groß machen? An sich hat sich zwar alles geändert, aber manche Dinge sind trotzdem gleich geblieben. Wenn sich der Hunger meldet, muss man essen und wenn sich die Seele meldet, muss man reden... Über alles. Darüber, wie sich die Welt verändert hat und noch weiter verändern wird. Darüber, was alles verloren ging und über die Dinge, die noch verschwinden werden. Und vor allem darüber, dass man nichts dagegen machen kann. So wie Matteo und Rufus ihrem Schicksal nicht entkommen können, so kann es niemand von uns. Sie versuchen das Beste aus ihrer Zeit zu machen und doch läuft sie Ihnen immer schneller und schneller davon. Zumal sie nicht wissen, wann und wie genau es vorbei ist. Sie wissen nur, dass es in den nächsten 24 Stunden passieren wird.Ich fand, dass sie ihre Zeit perfekt genutzt haben und dass sie trotz der wenigen Stunden die ihnen blieben, lebendiger waren als manche Menschen, denen noch Jahre vergönnt sind. Mit dem Tod vor Augen ist plötzlich alles aufregend, spannend, bunt, leuchtend, lebens- und liebenswert. Alles ist unendlich leicht und doch erdrückend schwer und nichts ist mehr wichtig, obwohl alles von Bedeutung ist. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und die Melancholie darin genauso geliebt wie die Lebensfreude. Für mich war alles perfekt ausbalanciert und selbst den Schluss empfand ich als schrecklich schön und sehr passend. Von daher empfehle ich das Buch sehr gerne weiter und freue mich schon jetzt auch weitere Bücher von Adam Silvera, obwohl Rufus und Mateo immer einen besonderen Platz bei mir einnehmen werden. Ihre Geschichte war wunderbar zart und trotz der unheimlich knappen Zeit zu keinem Zeitpunkt hastig hingeschrieben. Ich hatte sowohl zu Rufus, wie auch zu Matteo ein Bild im Kopf und wollte sie einfach nicht gehen lassen. Mir hat diese ungewöhnliche Geschichte ausserordentlich gut gefallen und ich will auf jeden Fall mehr von Adam Silvera lesen.
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