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Mrs. Dalloway | Virginia Woolf | Buch | Virginia Woolf Gesammelte Werke | 208 S. | Deutsch | 1997
Bewertungen & Erfahrungen
4,7 von 5,0
6 Bewertungen
5 ★4
4 ★2
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion06.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein absolut großartiges und fesselndes Buch, das mich tief in die Welt von Clarissa Dalloway und dem glamourösen London eintauchen lässt. Die literarische Tiefe und die wunderschöne Sprache machen dieses Werk zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Redaktion06.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein absolut faszinierendes und literarisch beeindruckendes Werk, das mich tief in die Welt von Virginia Woolf und die Atmosphäre von London zieht. Die Darstellung von Clarissa Dalloway und den gesellschaftlichen Nuancen ist meisterhaft und sehr lebendig.
so klingt sinngemäß eine tagebuchaufzeichnung, die virginia woolf - verkörpert von nicole kidman im film "the hours: von ewigkeit zu ewigkeit" - vorliest, als sie über dem entwurf zu "mrs. dalloway" brütet.ob dieser tagebucheintrag echt ist oder nicht, muss den biografen überlassen bleiben. wieso ich diesen eintrag erwähne, möchte ich kurz erläutern. "das ganze leben einer frau an einem einzigen tag [..]" bezeichnet das vorhaben virginia woolfs, das sie in "mrs. dalloway" abbilden möchte und ist, vielleicht poetisch etwas überhöht, auch schon die treffende, die perfekte inhaltsangabe des werks, das im jahre 1923 an einem einzigen junitag in london spielt.dass die handlung an einem einzigen tag spielt, ist aus konzeptioneller sicht neben der anwendung der "bewusstseinsströme/ inneren monologe" als literarisches mittel, die zweite starke parallele zu james joyces "ulysses". beide bücher, so bescheiden kritiker, sind meilensteine des modernen romans.welches i n t e r e s s e kann man nun aber haben, dieses buch zu lesen?das eine ist, gerade schon erwähnt, man interessiert sich für "große literatur" und möchte seinem gemüt und freilich auch dem regalschrank einen weiteren schweren brocken hinzufügen. dann ist man hier sicher richtig.ein anderes interesse kann sein, man interessiert sich für frauenleben, frauenbewußtsein, frauenbewegung. dann kommt man an virginia woolf und speziell an mrs. dalloway ohnehin nicht vorbei.ein weiteres interesse könnte die erwartung von spannung beim lesen sein, die hoffnung auf gute unterhaltung. diese erwartung wird nun allerdings kaum bedient. "mrs. dalloway" zu lesen, ist arbeit. man nimmt am besten direkt einen stift dazu und unterstreicht zuerst schonmal die namen der protagonisten. sonst verliert man schnell den überblick. man muss sich einlassen wollen auf den roman, der einen nicht über spannung, sondern über die schöne, poetische sprache packt.zur erschließung des romans, zur erfassung seiner tragweite oder einfach zur eigenen belohnung, empfehle ich ein kleines"v i r g i n i a - w o o l f - p r o j e k t" zu starten, und komme damit auf den eingangs erwähnten film "the hours- von ewigkeit zu ewigkeit" von stephen daldry zurück. dieser grandiose film (nicht nur für frauen), handelt von eben jener "mrs. dalloway", spiegelt diese figur in verschiedene zeiten hinein (in die fünfziger jahre, in die gegenwart), ist rührend, aufwühlend und spannend zugleich. dies könnte die "belohnung" für das lesen des romans "mrs. dalloway" sein, der seinerseits wiederum zum besseren verständnis des films beiträgt. wenn man dann noch immer nicht genug hat, ist eine weitere option den roman, der als filmvorlage für "the hours" hergehalten hat, zu lesen: "die stunden" von michael cunningham, der dafür 2002 den pulitzerpreis erhielt, und der wiederum auf "mrs. dalloway" basiert.ein weiteres kapitel ließe sich aufschlagen, indem man sich dem drama "wer hat angst vor virginia woolf?" von edward albee zuwendet..nicht nur - aber besonders - in dem gerade beschriebenem paket wird "mrs. dalloway" zu einem echten ereignis.
Ich fand das Buch ausgesprochen gut. Es wird viel auf das London um 1920 eingegangen und man fühlt sich in eine andere Welt versetzt.Vor dieser Kulisse spielt sich das Drama von zwei zentralen Personen (und einigen Peripheren) ab, die sich miteinander auf spielerische Weise vermischen.Ein junger Mann, aus dem Krieg zurückgekehrt und frisch verheiratet, fällt in eine Depression, die der Hausarzt nicht erkennt und stürzt sich schließlcih aus dem Fenster.Auf der anderen Seite Mrs. Dalloway, gut verheiratet, in mittleren Jahren, die eine Gesellschaftsparty bei sich zu Hause vorbereitet und bemerkt, daß ihr Leben eigentlich keinen wirklichen Sinn hat und ihre letzten glücklichen Erinnerungen von der Zeit am Land in ihrer Jugned stammen, als sie die folgenschwere Entscheidung traf Mr. Dalloway, gut situiert und ein wenig langweilig und nich Peter Walsh, einen Abenteurer und Weltenbummler, zu heiraten.In einer Schlüsselszene, als sie erfährt, das der junge Mann sich das Leben genommen hat, überlegt sie, das selbe zu tun.Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, möchte aber darauf hinweisen, das es in einer Weise zum Denken anregt die den Sinn des eigenen Lebens hinterfragt und vielleicht für Personen, die gerade deprimiert sind, nicht so geeignet ist.
Als Buch-Fanatikerin zwinge ich mich fast dazu, jeden Klassiker der Weltliteratur zu lesen. Nun, der eine Schreibstil trifft meinen Geschmack vollends, der andere wiederum stellt sich als schwierig für mich heraus. Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Ich jedenfalls nicht mehr!Ein einzigartiger Schreibstil, der den Leser fordert und auf eine eigene Reise mitnimmt. Etwas wirr erschien mir alles in den ersten Seiten, doch kam ich circa ab Seite 20-25 auf den Geschmack. Die zeitliche Strukturierung des einen Tages, der die ganze Handlung des Buches einnimmt, durch die läutenden Glocken des Big Ben, hat es mir angetan - sehr raffiniert. Sehr kunstvoll umschrieben schweifen die Zeilen immer wieder in Erinnerungen oder Gefühle der Mrs. Dalloway ab. Alles spielt sich stets aus der inneren Sichtweise der Protagonisten ab, ohne großartige Wörter zur Beschreibung der Äußerlichkeiten zu verwenden. Die ersten paar Seiten haben mich Überwindung gekostet. Vor allem deshalb, weil mir "Mrs. Dalloway" als Person ehrlich gesagt absolut nicht sympathisch wurde, eher im Gegenteil - ich empfand den Charakter Mrs. Dalloway als sehr anstrengend und kompliziert, bin aber froh, das Buch gelesen zu haben.
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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026 06:17 Uhr.