Es handelt sich durchweg um alte Texte. Einge wurden bereits vor 100 Jahren und vorher verfasst . Ich mag solche „Klassiker“. Sie kommen meist nicht so „reißerisch“ daher wie aktuelle Werke, auch wenn der Stil natürlich oftmals altertümlich wirkt.„Glauben must du’s!“ Diese Weisheit habe ich bereits als Kind in unserer Familie gelernt, und frage mich heute, wie die Erwachsenen zu dieser Einsicht gekommen waren. Im ersten Beitrag von Annie Rix Militz – einer Autorin, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte – geht es genau darum: Um den festen Glauben an die Wunscherfüllung. Sie erinnert mich ein bisschen an Elizabeth Towne und Florence Scovel Shinn, obwohl sie natürlich ihren eigenen Schreibstil hat. Ein zeitgenössischer Autor, der sich mit diesem Thema befasst, ist Neil Walsh.Viele Leute meinen ja, dass gerade ihr spezifisches Problem „unmöglich“ zu lösen sei. Vielleicht hat ihnen ein Arzt eine „unheilbare“ Krankheit diagnostiziert, oder sie können sich einfach keinen Ausweg vorstellen. Ein anderes Buch, das den Glauben an „Unmögliches“ vermitteln könnte, stammt von Evelyn Monahan. Es hätte ebenfalls gut in diese Reihe gepasst. Frau Monahan war eine Krankenschwester, die sich als 22Jährige eine Kopfverletzung zuzog, was zur Erblindung führte, und auch eine Epilepsie verursachte. Über „metaphysisches Heilen“ konnte sie sich 12 Jahre später von beiden Leiden befreien.Der Text von Christian Larson, der als Titel für dieses Buch gewählt wurde, rückt die Dinge wieder perspektivisch zurecht. Gerade in der aktuellen Coronazeit, wo viele wohlstandsverwöhnte Anspruchsdenker nichts Positives mehr zu sehen scheinen, kann dieser Aufsatz wieder Licht ins innere Dunkel bringen.Der Text von Earl Nightingale hat mir ebenfalls gut gefallen. Es handelt sich ursprünglich um eine Audioaufnahme und war die erste Goldene Schallplatte überhaupt. Ich habe ein bisschen recherchiert und gelesen, dass das Original auch eine lange Einleitung von Diana Nightingale, der Witwe des Sprechers, enthalten hatte. Diese Einleitung fehlt hier. Ich weiß zwar nicht, was Frau Nightingale anzumerken hatte, denke aber, dass es – wie immer – auf die praktische Umsetzung ankommt, weshalb der Drei-Schritte-Prozess (über einen Zeitraum von 30 Tagen) für die Zielerreichung wohl der wichtigste Passus sein dürfte.Die Beiträge der übrigen Autoren sind eigentlich eher Textschnippsel, die einen Einblick in die Publikationen von Neville Goddard, Joseph Murphy, Ralph Waldo Trine und Robert Collier vermitteln.Die Punktvergabe ist natürlich etwas sehr Subjektives. Würde man mir – als jemand, der sich überhaupt nicht für Fußball interessiert – einen Bildband mit den 100 besten Fußballtoren aller Zeiten schenken, könnte ich damit nichts anfangen. Ein eingefleischter Fußballfan aber wäre schier aus dem Häuschen.Ich lese so ziemlich alles, was mir im geisteswissenschaftlichen Bereich in die Hände kommt. Manchmal bin ich zu 80% einverstanden, ein andermal vielleicht zu 70% oder 90%. Aber ich lerne jedes Mal etwas hinzu, und vergebe deshalb fünf Sterne.