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Mit dem "Gleichgewicht der Macht" liegt der erste Comicband aus der zweiten Phase der Hohen Republik vor. Zeichnungstechnisch bewegt man sich auf gutem Niveau und damit einem hohen Detailgrad. Die Charaktere wirken durchgehend plastisch und bringen ihre Emotionen ebenso gut rüber und auch die Actionszenen sind hell und die Übersicht ist immer gegeben. Gute Voraussetzungen also.Und das gilt auch für die Story, die gleich einen neuen Wust an Charakteren einführt. Da ist zum einen Vildar Mac, dem die Padawanin Matty an die Seite gestellt wird. Dann haben wir noch den (vermeintlichen) Dieb Tey Sirrek und die Jedi Oliviah mischt auch noch mit, wenn auch eher am Rande. Die drei Hauptfiguren werden dabei sehr witzig in Szene gesetzt, denn das Team muss erstmal jede Menge Missverständnisse aus dem -weg räumen und lernen, zusammen zu arbeiten.Dabei ist es schön, das alle drei etwas unkonventionell sind. Tey hat seine eigenen Methoden, anderen zu helfen und eckt dauernd an, hat aber das Herz am rechten Fleck. Matty ist ebenfalls unkonventionell und Mac... ach, der sowieso. Und deswegen funktioniert das Ganze auch so gut und der etwas lustigere Ansatz des Comics kommt voll zum Tragen. Es macht einfach Spaß, den Charakteren und ihren Verwicklungen zu folgen. Man könnte hier höchstens argumentieren, das man ruhig etwas mehr Tiefgang hätte reinbringen können. Aber dafür entschädigt der spaßige Ansatz vollends.Auch Fans, die schon länger dabei sind, kommen auf ihre Kosten, denn es werden wieder viele Elemente aus den Legends eingeflochten. So etwa die Zauberer von Tund aus der frühen Lando-Buchreihe der 70er/80er, um nur mal ein prominentes Beispiel zu nennen. Damit werden diese Sachen wieder Kanon, was durchaus gefällt, aber eben für neue Fans auch nicht zu aufdringlich ist. Überhaupt wird auch die Zerstrittenheit der Ratsmitglieder auf Jedha gut dargestellt und bietet den Rahmen der lustigen Geschichte.Aber natürlich ist nicht alles lustig was lacht... äh, in Wort und Bild auf den Seiten steht. Denn der Pfad der Offenen Hand kommt auf dem Planeten an und der Comic mündet direkt in der Schlacht von Jedha! Damit spielt er direkt nach "Pfad der Täuschung" und vor "...Planet X". Allerdings muss ich euch auch hier wieder einen kleinen Dämpfer verpassen, denn die Geschichte endet mittendrin, als es gerade spannend wird.Dennoch ist es schön, die Charaktere aus dem "...Pfad..." auch mal in Bildform zu sehen. Der Herold, die Mutter, Yana - so geht eine Verquickung von Comic und Buch, respektive der ganzen Phase. Irgendwie habe ich den Eindruck, das klappt jetzt etwas besser als noch in Phase 1, was natürlich durchaus positiv gemeint ist. Die Geschichte macht also schon jetzt Lust auf mehr.Eine etwas lustigere Story, die vor allem durch gute Charakterszenen lebt und direkt in die Action mündet, die in den Büchern zur zweiten Phase angekündigt wurde. Hier greift wirklich vieles ineinander und es macht einfach Spaß, den Charakteren durch das Chaos zu folgen (auch vielleicht, weil sie selber so chaotisch sind). Damit hat Phase 2 einen besseren Start hingelegt als Phase 1. Hinzu kommen Easter Eggs für alteingesessene Fans, so das man hier eigentlich bedenkenlos zugreifen kann.
Was haben die Makutai, die Zauberer von Tund und die Jedi gemeinsam? Sie alle nutzen die Macht und stellen je einen der unzähligen Kulte dar, die in Jedha City versammelt sind. Was das für ihr Zusammenleben bedeutet, zeigen uns Autor Cavan Scott und Zeichner Ario Anindito in "Das Gleichgewicht der Macht".Die Handlung:Jedi Vildar Mac ist grade auf Jedha gelandet und muss schon mit Padawan Matty den Diebstahl eines Machtartefakts aufklären. Dabei treffen sie auf den geheimnisvollen Tey Sirrek, der ihnen schon bald das wahre Ausmaß dieser Kriminalfälle offenbart. Im Mittelpunkt: Die Wächter der Whills. Gleichzeitig ist die Synode, eine Versammlung verschiedener Fraktionen, um den Frieden bemüht. Ein Ansinnen, das von unerwarteten Gästen torpediert wird...Meine Meinung:"Das Gleichgewicht der Macht" liefert einen frischen und spannenden Ansatz im Star-Wars-Universum. So zahlreich wie nie im Kanon werden uns verschiedene Gruppen von Machtnutzern gezeigt, die die Macht auf ihre ganz eigene Art interpretieren. Autor und Zeichner ist es gelungen, diese Einzigartigkeit einzufangen. Darüber hinaus sind Vildar, Matty und Tey hervorragende Protagonisten mit Witz und Herz. Die Handlung bietet ein gutes Verhältnis aus Action und Worldbuilding. Als Gimmick für Freunde der Kurzgeschichten von George Mann ist die Bar "Enlightenment" auch dabei! Die Farben sind hell und klar gehalten, was für mich gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt stimmig erschien.Fazit:Eine wirkliche Bereicherung für das Star-Wars-Universum mit vielen frischen Ideen.Werbung: Vielen lieben Dank an @paninide / @starwarspaninide für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!
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Letzte Aktualisierung: 26.09.2026 18:17 Uhr.