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EAN 9783777436548
Goethes Haus am Weimarer Frauenplan: Fassade und Bildprogramme
Goethes Haus am Weimarer Frauenplan: Fassade und Bildprogramme ABIS_BUCH
Bewertungen & Erfahrungen
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6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion02.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare und tiefgehende Auseinandersetzung mit dem berühmten Goethes Haus und seiner Bedeutung im Weimarer Frauenplan, es ist ein Muss für alle Liebhaber der deutschen Klassik. Die Darstellung der verschlüsselten Bildsprache ist faszinierend und sehr informativ.
Redaktion02.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet einen faszinierenden Einblick in die Bedeutung von Goethes Haus am Weimarer Frauenplan und seine verschlüsselte Bildsprache, obwohl es einige Details fehlt. Es ist eine wertvolle Ressource für alle, die sich für die deutsche Klassik interessieren.
Dieses Buch ist einfach wunderschön und ich habe es mit viel Vergnügen gelesen. Ich hatte immer gedacht, dass ich Weimar und das Goethehaus ganz gut kenne, aber dieses Buch hat mich auf jeder Seite mit Neuigkeiten überrascht. Von Goethes Plan, die Fassade seines Hauses umzugestalten, hatte ich zum Beispiel noch nie gehört. Selbst die wenigen Spezialisten, die ihn schon früher kannten, wussten aber nicht, dass er von dem Stuttgarter Architekten Nikolaus Thouret nach Goethes Vorgaben gezeichnet wurde. Wie die neue Fassade ausgesehen hätte, zeigt eine digitale Visualisierung. Mir gefällt sie. Christian Hecht sagt sogar, dass sie für die Architekturgeschichte wirklich wichtig geworden wäre, weil Goethe eine antike Architektur plante, aber auf die üblichen Säulen verzichtete. Das hatte vor ihm noch keiner gemacht. Dem Dichter wurde die Sache aber zu teuer. Dafür hat sein Malermeister Lämmerhirt, der für den Umbau einen Kostenvoranschlag lieferte, einige Gestaltungselemente für ein eigenes Haus benutzt, das bis heute an der Weimar Schillerstraße steht. Niemandem war das aufgefallen. Nach so vielen Jahren wurde mitten in Weimar ein Haus entdeckt, dessen Gestaltung auf Goethe zurückgeht. Das ist einfach unglaublich! Irgendwie hat das auch meine Vorstellung von Goethe, dem steifen Weimarer Minister verändert. Er hatte offenbar nichts dagegen, dass sein Malermeister eine Planung benutzte, die sich der Geheimrat von einem berühmten Stararchitekten hatte entwerfen lassen. Das sind noch nicht alle Neuigkeiten, die der Autor zu bieten hat. Für manche „Goethekenner“ sind es bestimmt ein paar zu viele, denn irgendwie ist es schon seltsam, dass zum Beispiel niemand gemerkt hat, dass die Gemälde und Plastiken im Treppenhaus etwas mit Herzog Karl August zu tun haben, den Goethe jahrelang als Jupiter bezeichnete. Besonders hübsch fand ich die Bestimmung der Pflanzen an der bemalten Decke des Brückenzimmers. Entworfen von Goethes Freund Heinrich Meyer, was auch keiner wusste. Jetzt kann man auch nachlesen, dass die größten an der Decke zu sehenden Pflanzen Hirse sind, die Meyer aus einer von Raffael ausgemalten Galerie im Vatikan übernahm. Gleichzeitig wurde Goethe von dieser Malerei an die „schöne Mailänderin“ erinnert, die er in seiner Italienischen Reise erwähnt. Warum das so ist, soll nicht verraten werden. Nur eins noch: Das Buch ist wirklich gut lesbar. Auch schwierige Sachverhalte und kriminalistische Untersuchungen werden verständlich dargelegt. Es macht Spaß das zu lesen. Das wissenschaftliche Phrasendreschen, das viele Kunstgeschichtsbücher so unangenehm macht, ist nicht die Sache von Christian Hecht. An diesem Buch hätten auch Maler Lämmerhirt und die anderen Handwerker Goethes, die hier vorkommen, ihre Freude gehabt. Wer sich für Goethe und für Weimar interessiert oder wer einfach nur ein schönes Kunstgeschichtsbuch genießen will, sollte dieses Buch lesen.
Über Möblierung und Nutzung aller Räume zu Zeiten Goethes ist zu wenig enthalten. Das Buch liefert zu wenige aktuelle Fotografien. Für meine Begriffe wird das Haus,so wie man es heute besuchen kann, nur lückenhaft gezeigt. Es fehlt z. B. eine lächerliche aktuelle Ansicht der Fasade. Es sind stattdessen zu viele historische Fakten zu Umbauten etc. enthalten, die aber wiederum nur Teile des Gebäudes betreffen. Das gesamte Gebäude erschließt sich dem Leser nicht. Das Werk sollte vervollständigt und dann neu aufgelegt werden.
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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026 06:17 Uhr.