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EAN 9783868274141
Guido Baltes - GEBRAUCHT Jesus der Jude und die Missverständnisse der Christen - Preis vom 26102023 050019 h
Jesus, der Jude, und die Missverständnisse der Christen | Guido Baltes | Buch | 276 S. | Deutsch
Bewertungen & Erfahrungen
4,6 von 5,0
5 Bewertungen
5 ★3
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1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion09.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch bietet eine sehr aufschlussreiche und tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema und ist ein Muss für jeden Christen. Die Darstellung der Missverständnisse ist sehr gelungen und begeistert mich.
Selten ist mir ein Buch in die Hand gekommen, das mich in intensiver Art und Weise mit dem Judentum konfrontiert und gleichzeitig über die "ewigen" Missverständnisse der Christen informiert. Es ist "Jesus, der Jude - und die Missverständnisse der Christen" von Guido Baltes. Dies ist einmal mehr hervorzuheben, weil mich seit geraumer Zeit Bücher mit theologischen Inhalten kaum mehr oder ziemlich wenig interessieren. Bei diesem Buch war es anders. Dem Autor, Guido Baltes, von Hause aus evangelischer Theologe, legt damit eine traumatische Entwicklungsgeschichte vor, ohne in unverständlichen Theologen-Jargon zu geraten, deren historische Eckpunkte auflisten, wie es im Verlaufe von fast zweitausend Jahren zum unsäglichen Monster des Antisemitismus hat kommen können: Es waren stets die gebündelten Missverständnisse, die durch die Jahrhunderte hinweg memoriert worden sind, gehegt und gehätschelt wurden, damit sie sich verfestigen konnten, um Herrschenden ein Instrument zu geben, die Bevölkerung zu teilen und eine millionenfache Mordindustrie zu loszulassen. Guido Baltes beschreibt diese "Entwicklungsgeschichte" mit stoischer Nüchternheit, ohne den Predigerton anzuschlagen. Er informiert anhand von biblischen Textbeispielen, die er im jüdischen Sinn auslegt und damit zu überzeugenden Ergebnissen kommt. Sei es die Gruppe der Pharisäer, das Beispiel vom Ährenrupfen und die Streitfrage womit der Sabbat eben nicht verletzt wird, sondern um zu resümieren, dass der Sabbat in erster Linie für den Menschen da ist... wie der Feiertag auch im Judentum verstanden wird...! cpg
Dieses Buch sollte man als Christ gelesen haben. Egal ob man Professor der Theologie oder ein „normaler“ Kirchenbesucher ist.Ich bin überzeugt, dass einige Aussagen in diesem Buch einem zunächst den Boden unter den Füßen wegziehen. Der Grund ist ein ganz einfacher. Viele der heutigen theologischen Aussagen sind über Jahrhunderte weitergeben worden, aber selten mit den „jüdischen und christlichen Urquellen“ verglichen worden, so nisten sich natürlich viele „Vorurteile, Meinungen und Überzeugungen“ ein, welche teilweise durch die Aufklärung, Romantik, Bibelkritik, Kreationismus oder sonstige Strömungen stark beeinflusst sind.Der Autor versteht es sich mit den jüdischen Quellen und der Bibel intensiv auseinander zu setzen und gleichzeitig auch ein Bezug in die neue biblische Diskussion (New Perspective on Paul, Old Perspective, Theologie der Befreiung /Versöhnung etc.) oder auch den postmodernen theologischen Strömungen (missionaler Gemeinde, Hauskirchen, etc.) herzustellen. Er ist von der Grundsatzfrage getrieben: „Was können wir wirklich über Jesus, über seine Kultur, über seine Überzeugungen und über seine Worten und Taten sagen.“ Dabei korrigiert er und verbessert er immer wieder das christlich gefärbte Bild von Jesus und nimmt auch Bezug zu „modernen“ christlichen Autoren, wie N.T. Wright, Miroslav Volf, Rob Bell, Shane Claiborne, Michael Frost, Alan Hirsch …Meines Erachtens schafft es der Autor besonders gut eine Spannung und Ausgewogenheit zu halten, ohne dabei zu Einseitig zu werden. Man kann ihm natürlich vorwerfen, dass er Jesus „nur“ als Jude betrachtet, aber dafür gibt er ausreichende Gründe vor. Ansonsten sollte man manche „Thesen“ hinterfragen oder diskutieren, aber die Literatur und die Verweise die der Autor angibt, lassen sich nicht einfach wegradieren. Es fordert einen vielmehr heraus ähnlich wie der Autor zu arbeiten, um in diese spannende Diskussion und Forschung miteinzusteigen.Kurz gesagt: Dieses Buch muss man lesen! Es rüttelt auf und versucht einen zurück an die Quellen zu führen. Ob dies gelungen ist, müssen weitere Forschungen und Diskussionen ergeben, aber es ist ein sehr guter Beginn, wobei der Jude Jesu und seine Botschaft im Zentrum steht.
Ich bin durch einen Podcast von bibletunes auf das Buch aufmerksam geworden. Es beantwortet viele meiner Fragen, die ich mir tatsächlich schon selbst gestellt hatte und die keiner, erdt recht nicht "Kirche" zu beantworten wusste. M. E. war es immer schon komplett unlogisch anzunehmen, dass Jesus als Jude geboren und aufgewachsen ist, um dann -quasi als Revoluzer- eine neue Religion zu stiften. Anderes war mir gänzlich unbekannt, und ich habe mich dabei ertappt, dass ich die eine oder andere Bibelstelleauch stets unreflektiert so verstanden hatte, wie sie nicht gemeint zu sein scheint.Wieder andere Missverständnisse waren für mich nie welche und ich war überrascht, sie hier zu finden.Was wirklich gestört und den Lesefluss getrübt hat ist die unsortierte Aufteilung innerhalb des Textes. Ich habe erwartet, dass die Missverständnisse zu Anfang stehen und dann auferklärt werden. Das ist manchmal so, manchmal stehen sie aber auch mitten im Text, weil der Autor in der Überleitung vom einen Missverständnis bereits zum nächsten kommt. Dann wiederum liest man, z.B auf Seite 24, Dinge, die eigentlich in die Einleitung gehört hätten und nicht mitten in die Erklärung der Missverständnisse. Diese mangelhafte Struktur hat mich wirklich außerordentlich generv. Manchmal wusste ich gar nicht welches Missverständnis denn jetzt eigentlich behandelt wird oder ob ich etwas nicht verstanden habe bis ich merkte, dass hier einfach die schlichte Struktur fehlt: Überschrift Thema behandeln, Thema beenden,neue Überschrift. Wo war denn da das Lektorat?Zum Schluss hätte ich mir noch ein besseres Resümee gewünscht. Natürlich keine Lebensempfehlung für jeden einzelnen Menschen. Das kann das Buch nicht leisten und ist auch nicht dieAufgabe. Aber dennoch: die Frage bleibt doch im Raum stehen warum wir dann als Gläubige nicht Juden sind oder sein "müssten"...? Hier hätte ich mir zumindest das Aufgreifen dieser Frage und durchaus viele Gedanken dazu, die nicht einmal zwingend zu einer Lösung hätten führen, aber anregend gewesen wären, gewünscht.Herr Baltes hat umfangreiches Wissen und viel recherchiert und dabei mit zu erwartenden Verlusten dennoch alles auf ein handlebares Maß gebracht. Ich hätte mir durchaus noch mehr Input gewünscht, aber das war gar nicht die Intention des Autors. Er wollte keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, sondern "uns Laien" erreichen, was ihm auch gelungen ist. Das Buch ist also der Einstieg ins Selbststudium. Ich werde das Paulusbuch auch noch lesen, wenngleich ich mich ein wenig vor der dort bestimmt ähnlich fehlenden Struktur fürchte... ;)
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Letzte Aktualisierung: 26.09.2026 18:09 Uhr.