In diesen Tagen sieht man so viele neue Menschen in diesem Land, die man unschwer als Flüchtlinge aus syrischen Kriegsgebieten erkennen kann. 3 solche Familien, leben in einem Haus in der Nachbarschaft. Sie brachten auch eine ganze Schar von Kindern mit. Da wir mit einem Hund an dem Haus vorbeigehen, der sehr kinderfreundlich ist, war über diesen auch schnell ein Kontakt zu den Kindern hergestellt und ich wundere mich, dass diese, trotz allem was sie auf der Flucht erlebt haben mögen, überwiegend einen fröhlichen Eindruck machen.Ich bin kein Arzt, da in dem Buch in mehreren Kapiteln, die Entwicklung des kindlichen Gehirnes sehr differenziert dargestellt ist, sehe ich dieses Zusammentreffen so an: Wenn ein Kind, z.B. weil es Entwicklungsdefizite hat, oder unerklärliche Ängste, Schlafstörungen, Schulschwierigkeiten, wenn dieses Kind nun zu einer Kinderpsychologin kommt und diese versucht ihm zu helfen, dann bezieht sich diese Therapie auf beides, auf die Entwicklung des Kindes und auf die Vermittlung von Fähigkeiten, die ihm helfen seine Schwierigkeiten zu überwinden.Da es sich um Kinder handelt, ist dies nicht unbedingt eine Redekur, es ist vielleicht eine Therapie, die sich auf dem Teppich abspielt. Ein guter Therapeut ist ein guter Beobachter. Er nimmt sich zurück. Er beobachtet, welches Spielzeug das Kind in die Hand nimmt. Er beobachtet, wie die Puppe, der Teddy behandelt wird, ob das Kind liebevoll damit umgeht, ob es spielt, du wirst jetzt eingesperrt und du wirst verprügelt. Es ist natürlich nicht gesagt, dass in einer Familie das Kind geschlagen wird, weil es den Teddy schlecht behandelt. Aber es könnte ein Hinweis sein, dass diesem Kind etwas fehltDie Autoren dieses Buches setzen mit Ihrer Arbeit Meilensteine. Es sind Vorträge zusammengetragen worden, die auf einer Konferenz gehalten wurden, die Autoren haben dabei auch Videoaufnahmen von ihrer Arbeit mit den Kindern vorgeführt, so dass die Zuhörer sich ein direktes Bild von der Arbeit machen konnten.Peter Levine sagt: Ein Trauma ist eine Überforderung des Nervensystems, eine Situation zu verarbeiten.Das Erstaunliche ist, wenn man Kinder beobachtet, dass sie eigentlich kleine Wunder sind.Ein Kind fällt hin und schreit wie am Spieß. Die Mutter nimmt es in den Arm und tröstet es und dann läuft es davon und im nächsten Moment ist es wieder in sein Spiel vertieft und läuft voller Freude über den ganzen Spielplatz.Diese therapeutische Arbeit mit den Kindern ist sehr respektvoll. Sie ist einfühlsam und sie ist entwicklungsbezogen bzw. entwicklungsfördernd.Ich denke, dass jeder der mit Kindern arbeitet und der diese fördern möchte, aus diesem Buch etwas lernen kann. Auch wenn dies nicht im Rahmen einer therapeutischen Praxis geschieht.Als Ergänzung sehe ich Video-DVDs, die es über die Arbeit von Susan Hart, Peter Levine und Itta Wiedemann, aus dem Joker Verlag und auch Steinhardt Verlag gibt.Das Buch ist ein hervorragendes Lehrbuch über die Entwicklungsarbeit mit Kindern.